Lungenkrebs bei Frauen tödlicher

· 2 November, 2016
Heute rauchen mehr Frauen als Männer. Über 80% von Lungenkrebserkrankungen werden durch Tabak verursacht!

Lungenkrebs zählt bei Frauen zu den häufigsten Krebsarten und ist tödlicher als Brust- oder Gebärmutterkrebs.

Zusätzlich zu Umweltschadstoffen leiden Frauen immer stärker an den Folgen des Tabaks, da die Anzahl rauchender Frauen in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat.

Statistiken zeigen, dass bei Frauen, die bereits über 10 Jahre rauchen, das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken, um 50% erhöht ist. Die Lungen werden frühzeitig geschädigt und es können dadurch auch andere schwere Atemwegserkrankungen entstehen.

Viele wissen nicht, dass Lungenkrebs zu den häufigsten krankheitsbedingten Todesursachen bei Männern und Frauen zählt.

Unwissen über diese Krankheit und die kontinuierliche Belastung durch Schadstoffe sind für die Entwicklung und die tragischen Folgen dieser Krebsart ausschlaggebend.

Lungenkrebs bei Frauen

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Ein Bericht der American Cancer Society und der International Agency for Research on Cancer (IARC) weist darauf hin, dass Lungenkrebs bei Frauen in Industrieländern am tödlichsten ist. 

Die Verfasser gehen davon aus, dass die zunehmende Gewohnheit des Rauchens für diese Resultate verantwortlich ist.

Wissenschaftler sprechen von der „Tabakepidemie“, von der Frauen in einigen Ländern stärker als Männer betroffen sind.

Schätzungsweise sind 80% der Diagnosen bei Frauen auf Rauchen zurückzuführen, während der Rest durch andere Lungenkrankheiten, Schadstoffexposition und genetische Faktoren verursacht wird.

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Wie entwickelt sich Lungenkrebs?

Die Lungen bilden den wichtigsten Teil des Atemsystems und sind dafür zuständig, den Körper mit Sauerstoff zu versorgen und Kohlendyoxid auszustoßen.

Krebs entsteht dann, wenn die Zellen beginnen, abartig zu wuchern. Wenn dies nicht richtig oder nicht rechtzeitig diagnostiziert wird, kann es zu Metastasen kommen und die bösartigen Zellen können auf Wanderschaft gehen und umliegendes Gewebe zerstören. 

Neoplasien, die nach der Entstehung eines Tumors in anderen Körperteilen zu Metastasen in der Lunge führen, werden nicht als Lungenkrebs betrachtet.

Welche Symptome treten bei Lungenkrebs auf?

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Ein Grund dafür, warum diese Krebsart so hohe Sterblichkeitsraten aufweist, ist, dass die anfänglichen Symptome nicht einfach zu identifizieren sind.

Anfangs kann man diese mit einer allgemeinen Atemwegserkrankung verwechseln, die von den Patienten meist mit dementsprechenden Medikamenten behandelt wird.

Die Anzeichen sind zwar eindeutiger, wenn die Krankheit fortschreitet, doch trotzdem können die subtilen Symptome bei manchen Patienten sogar vom Arzt falsch interpretiert werden.

Sehr besorgniserregend ist, dass die Folgen bei fortschreitender Krankheit oft tödlich sind.

Deshalb ist es grundlegend, die Symptome der Krankheit zu kennen und zu wissen, wann eine Kontrolluntersuchung durchgeführt werden sollte:

  • Müdigkeit oder Erschöpfung
  • Husten und Halsreizung
  • plötzlicher Gewichtverlust
  • Schwierigkeiten beim Schlucken und Atmen
  • Pfeifen und Schmerzen in der Brust
  • Schleimauswurf und Sekrete, Blutungen beim Husten
  • Knochenschmerzen
  • Verstopfung der Vena cava superior (obere Hohlvene)
  • kontinuierliche Fieberphasen und Anfälligkeit für Lungenentzündung

Die Symptome können bei jedem Patienten und abhängig vom Schweregrad der Krankheit unterschiedlich verlaufen. 

Manche Betroffene verspüren gar keine Symptome und erhalten die Diagnose beim Röntgen der Lungen aus anderen Gründen.

Wie kann man Lungenkrebs vorbeugen?

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Krebs kann zwar nicht zu 100% vorgebeugt werden, doch es gibt verschiedene gesunde Gewohnheiten, die das Risiko reduzieren.

Raucher sind sich über die Gefahren dieser negativen Gewohnheit bewusst, es liegt deshalb in ihren Händen, die Gefahr für eine Erkrankung zu reduzieren.

Die beste Möglichkeit ist natürlich, ganz auf Rauchen zu verzichten und auch das passive Rauchen zu vermeiden.

Das Risiko für Lungenkrebs bei einer Person, die mit dem Rauchen aufhört, kommt nach 10 bis 15 Jahren dem eines Nichtrauchers gleich.

Eine Ernährnung mit ausreichend Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen sowie ausreichend Bewegung können ebenfalls hilfreich in der Vorsorge sein. Pass auf dich auf!