Hülsenfrüchte – Eigenschaften und Tipps für eine bessere Verdauung

· 7 Januar, 2015
Wenn du wartest, bis die Hülsenfrüchte beginnen zu sprießen, enthalten diese mehr Nährstoffe. Um Blähungen zu verhindern, empfiehlt es sich, diese als Püree zuzubereiten und nicht mit anderen Nahrungsmitteln zu kobminieren.

Hülsenfrüchte sind nicht nur sehr preiswert, sondern auch sehr nährwertig. Sie beinhalten nämlich einen großen Anteil an gesunden pflanzlichen Proteinen, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralien.

Auch wenn sie als Dickmacher und als schlecht verdaulich gelten, erklären wir in diesem Artikel, welche Eigenschaften sie besitzen, für wen sie besonders geeignet sind und wie sie eine bessere Verdauung fördern.

Vorzüge der Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte

  • Hülsenfrüchte liefern reichlich Energie, da sie nährwertig und reich an Kohlenhydraten sind.
  • Sie wirken sättigend. Deshalb sind sie für Abnehmkuren sehr geeignet.
  • Sie enthalten pflanzliche Proteine, was sie unentbehrlich während der Wachstumsphase, für Sportler, während der Schwangerschaft usw. macht. Es ist weniger Eiweiß enthalten als in tierischen Nahrungsmitteln und sie sind deshalb leichter aufnehmbar und gesünder.
  • Sie besitzen einen hohen Anteil an Ballaststoffen, was wesentlich ist, um Verstopfung zu vermeiden und die Blutzucker- und Cholesterinwerte im Gleichgewicht zu halten.
  • Sie sind reich an Mineralien wie Eisen, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Jod und Kalium.
  • Außerdem enthalten sie Vitamine der B-Gruppe, die der Regelung des zentralen Nervensystems helfen und gegen Stress, Angstgefühle und Depression vorbeugen.
  • Sie reduzieren überschüssige Flüssigkeit im Körper.
  • Hülsenfrüchte verringern das Risiko, an Herzerkrankungen zu leiden.
  • Sie sind preiswert.
  • Dank des hohen Anteils an Nährwerten, sollten Hülsenfrüchte mindestens drei Mal in der Woche gegessen werden. Bei veganer oder vegetarischer Ernährung ist sogar noch mehr empfehlenswert.

Bei Gichtanfällen oder erhöhten Harnsäurewerten sollte der Verzehr kontrolliert oder vorher ein Arzt zu Rate gezogen werden.

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Erbsen

Was Soja anbelangt…

Soja ist eine Hülsenfrucht, die in den letzten Jahrzehnten sehr begehrt geworden ist. Jedoch stellen immer mehr wissenschaftliche Studien fest, dass Soja nicht so viele Vorzüge hat, wie behauptet wurde. Hinzu kommt, dass Soja mittlerweile gentechnisch verändert ist.

Aus diesem Grund raten wir, andere Hülsenfrüchte zu verwenden, wenn möglich aus biologischem Anbau.

Tipps für eine bessere Verdauung

  • Sie sollten einen Tag lang in Wasser eingeweicht werden. Wenn sie einen weiteren Tag feucht ruhen (ohne Wasser), kann die Keimung beginnen. So sind sie bekömmlicher und viel gesünder. Wenn die Keimung sich fortsetzt (die Hülsenfrüchte weiterhin feucht halten), sind sie ideal für Salate oder als Beilage.

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  • Hülsenfrüchte nach der Einweichzeit zum Kochen bringen und sobald das Wasser anfängt zu kochen, sie aus diesem Wasser nehmen und mit neuem Wasser aufsetzen, das wieder zum Kochen bringen.
  • Kümmel oder Fenchel helfen mögliche Blähungen zu vermeiden.
  • Damit die Hülsenfrüchte schneller weich werden, kann man ein Stück Kombu (Algenart) hinzufügen, das man danach ebenfalls essen kann.

linsen

  • Auch wer für Blähungen  anfällig ist – dies kann auf einen unangebrachten Kauvorgang zurückzuführen sein – sollte trotzdem nicht auf Hülsenfrüchte verzichten. Hier eignen sich Pürees, Cremes oder vegetarische Burger. Eine weitere Alternative sind kalte Gericht wie Hummus oder Tarten.
  • Oft sind nicht die Hülsenfrüchte schuld an Blähungen sondern eine schlechte Kombination der Nahrungsmittel. Deshalb raten wir, für einen Eintopf mit Hülsenfrüchten nur Gemüse zu verwenden. Treten keine Verdauungsbeschwerden auf, kann man die Hülsenfrüchte mit Vollkorngetreide kombinieren (Reis, Hafer, Hirse oder Quinoa).
  • Nicht zu vergessen: Hülsenfrüchte können auch kalt in Salaten mit Rucola, geraspelten Karotten, gekochtem Ei, feingehackter Zwiebel, Mayonnaise usw. gegessen werden. Insbesondere im Sommer schmecken sie so köstlich.
  • Die Mahlzeit sollte mit einem verdauungsfördernden Tee abgeschlossen werden, beispielsweise Kamille, Anis, Zimt, Ingwer oder Minze. Nach einem Gericht mit Hülsenfrüchten ist es besser, auf eine Nachspeise zu verzichten, da durch die Fermentierung der Nahrungsmittel ansonsten Blähungen entstehen können.
  • Duranti, M., & Gius, C. (1997). Legume seeds: Protein content and nutritional value. Field Crops Research. https://doi.org/10.1016/S0378-4290(97)00021-X
  • Hermsdorff, H. H. M., Zulet, M. Á., Abete, I., & Martínez, J. A. (2011). A legume-based hypocaloric diet reduces proinflammatory status and improves metabolic features in overweight/obese subjects. European Journal of Nutrition. https://doi.org/10.1007/s00394-010-0115-x