Gastritis und Magengeschwüre: Erlaubte und verbotene Lebensmittel

Hier erfährst du, welche Lebensmittel du bei einer Gastritis essen kannst und welche du lieber aus dem Speiseplan streichen solltest, um eine Verschlimmerung der Krankheit zu verhindern.
Gastritis und Magengeschwüre: Erlaubte und verbotene Lebensmittel

Letzte Aktualisierung: 04. August 2022

Gastritis und Magengeschwüre sind zwei gesundheitliche Probleme, die den Verdauungstrakt betreffen und das Wohlbefinden ernsthaft beeinträchtigen können. Auch wenn es manchmal notwendig ist, zu Medikamenten zu greifen, ist es auch möglich, die Ernährung anzupassen, um die Symptome zu reduzieren und mit der Krankheit zu leben. Es ist wichtig zu wissen, welche Lebensmittel in diesen Fällen in den Speiseplan aufgenommen werden können und welche völlig verboten sind.

Vorab sei darauf hingewiesen, dass viele Verdauungsstörungen durch schlechte Angewohnheiten verursacht werden, die über längere Zeit beibehalten werden. So können zum Beispiel Alkoholkonsum oder Rauchen das Risiko für eine Gastritis stark erhöhen. Gleiches gilt für Fettleibigkeit.

Gastritis und Magengeschwüre: Diese Lebensmittel sind erlaubt

Bei der Behandlung von Gastritis und Magengeschwüren solltest du auf eine Ernährung mit frischen Produkten zurückgreifen, bei der die Fettzufuhr kontrolliert wird. Außerdem musst du darauf achten, dass du Nährstoffe mit entzündungshemmendem Potenzial zu dir nimmst, damit sich das Gewebe allmählich erholt und die Symptome abklingen.

Daher ist es wichtig, dass du die folgenden Lebensmittel zu dir nimmst:

  • Obst: Äpfel, Birnen und Bananen sind empfehlenswert. Sie liefern präbiotische Ballaststoffe, eine Substanz, die nachweislich die Gesundheit der Mikrobiota verbessert und sich positiv auf die Verdauung auswirkt. Eine gute Vielfalt an Mikroorganismen im Darm verhindert die Entwicklung vieler Krankheiten.
  • Gemüse: Zucchini, Auberginen, Spinat und Karotten sollten auf deinem Speiseplan stehen. Allerdings solltest du sie gekocht verzehren, besonders in Zeiten stärkerer Schmerzen, da dies die Verdauung erleichtert.
  • Fleisch: Hähnchen und Pute sind am besten geeignet, da sie wenig Fett enthalten. Dadurch wird die Magenentleerung beschleunigt. Fisch und Meeresfrüchte sind ebenfalls zu empfehlen. Laut einer Studie, die im Journal of the American Medical Directors Association veröffentlicht wurde, sind Proteine entscheidend, um die Reparatur des geschädigten Gewebes zu unterstützen.
  • Molkereiprodukte: Nicht jeder verträgt sie gleich gut, aber am besten sind in diesen Fällen die fermentierten Sorten. Sie enthalten Probiotika, die helfen können, die inneren Entzündungsprozesse unter Kontrolle zu halten. Wenn du Schmerzen durch Gastritis oder Magengeschwüre hast, solltest du beim Verzehr von fettreichen Milchprodukten vorsichtig sein.
Gastritis und Magengeschwüre - Frau trinkt Milch
Viele Menschen mit Magengeschwüren berichten, dass ein Glas Milch ihre Symptome lindert.

Die Rolle von Vitamin C

Es ist wichtig zu wissen, dass Vitamin C ein wichtiger Nährstoff bei der Behandlung dieser Verdauungsprobleme ist, da es die Kollagensynthese stimuliert. Kollagen ist das am häufigsten vorkommende Protein im Körper, das in allen Geweben enthalten ist. Allerdings haben die meisten Lebensmittel, die Vitamin C enthalten, ein reizendes Potenzial oder sind sehr säurehaltig.

Deshalb kann es eine gute Strategie sein, auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen. Dies wird dazu beitragen, dass die Läsionen im Magen heilen und sich die Situation im Inneren normalisiert.

Gastritis und Magengeschwüre: Diese Lebensmittel solltest du meiden

Auf einige Lebensmittel und Getränke solltest du ganz verzichten, um die Gastritis und Magengeschwüre und die damit einhergehenden Symptome zu lindern. Darüber hinaus werden praktisch all diese Nahrungsmittel im Rahmen fast aller Ernährungsrichtlinien nicht empfohlen, da sie keine hochwertigen Nährstoffe liefern.

  • Alkohol: Dieser Stoff ist sehr schädlich, unabhängig von der konsumierten Dosis. Außerdem ist er entzündungsfördernd und erhöht das Auftreten vieler chronischer und komplexer Krankheiten. Das zeigen Untersuchungen, die in der Zeitschrift Drug Metabolism Reviews veröffentlicht wurden.
  • Scharfe Lebensmittel: Obwohl sie aufgrund ihrer Fähigkeit, den Stoffwechsel zu aktivieren, gesundheitsfördernd sind, haben sie ein Reizpotenzial. Wenn die Schleimhäute des Verdauungstraktes geschädigt sind, sollten sie gemieden werden, um die Symptome zu kontrollieren.
  • Soßen: Die meisten Soßen sind in der Regel sehr fetthaltig, was die Magenentleerung verzögert. Zudem können sie auch künstliche Zusatzstoffe enthalten, die die Vielfalt und Dichte der Darmmikrobiota schädigen können.
  • Ultra-verarbeitete Lebensmittel: Alle Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Transfettsäuren solltest du von deinem Speiseplan verbannen. Diese Elemente verstärken die Entzündungsprozesse im Körper und die Oxidation, was zu DNA-Schäden führt.
Gastritis und Geschwüre - Chilies
Scharfe Gewürze reizen die Magenschleimhaut. Infolgedessen kann sich die Säureproduktion erhöhen, was die Symptome verstärkt.

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Verbessere deine Ernährung, um Gastritis und Magengeschwüre in den Griff zu bekommen

Wie du siehst, gibt es eine Reihe von Lebensmitteln, die den Umgang mit Gastritis und Geschwüren erleichtern. Andere hingegen führen dazu, dass sich die Symptome verstärken und die Schäden verschlimmern. Deshalb ist es wichtig, die Ernährung so zu optimieren, dass der Verzehr der empfohlenen Produkte im Vordergrund steht. Auf diese Weise kannst du den Einsatz von Medikamenten vermeiden, was sich mittelfristig positiv auf die Funktion des Organismus auswirkt.

Darüber hinaus solltest du bedenken, dass es nicht nur eine Frage der Ernährung ist, wenn du an Verdauungs- oder Darmpathologien leidest und dein Wohlbefinden verbessern willst. Es ist auch notwendig, eine Reihe von gesunden Gewohnheiten zu fördern.

Daher ist es wichtig, dass du regelmäßig Sport treibst. So verhinderst du, dass du an Gewicht zunimmst. Denn auch Übergewicht kann die Entzündungswerte im Körper verändern und den Körper für den Ausbruch von Krankheiten prädisponieren.

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