Fürsorge in den ersten Monaten deines Babys

· 16 November, 2018
Die richtige Pflege deines Babys in den ersten Monaten kann entscheidend für seine Gesundheit sein. Zu Beginn müssen sich die Eltern daher sehr anstrengen. Im Laufe der Zeit werden diese Vorsichtsmaßnahmen jedoch weniger anspruchsvoll und du brauchst nicht mehr alles so genau nehmen.

Mutterschaft ist eine wunderbare Erfahrung, die jedoch auch große Veränderungen in dein Leben bringen wird. Da ein Neugeborenes noch komplett von seinen Eltern abhängig ist, ist es äußerst wichtig, sich gut vorzubereiten. Lies weiter und erfahre, worauf man in den ersten Monaten eines Babys besonders achten muss!

Vorsichtsmaßnahmen in den ersten Monaten eines Babys

Ein Baby zu bekommen bedeutet die Ankunft eines neuen Familienmitglieds mit ganz besonderen Bedürfnissen. Dein Neugeborenes nach Hause zu bringen ruft daher meist gemischte Gefühle hervor.

Einerseits wirst du überglücklich sein und dich freuen, ihm sein neues zu Hause zeigen zu können.

Andererseits wird es auch immer die Unsicherheit geben, ob du imstande sein wirst, gut für das Baby zu sorgen, sowie die Angst davor, etwas falsch zu machen.

Selbstverständlich kann man als Elternteil nicht gleich alles wissen. Vielmehr ist es ein Prozess, der Zeit braucht, um dein Kind kennen und verstehen zu lernen. Vor allem auch, da jedes Baby anders und einzigartig ist.

Im Folgenden wollen wir dir ein paar Richtlinien und Ratschläge für die Fürsorge in den ersten Monaten eines Babys geben.

Medizinische Kontrollen

Sofort nach der Geburt wird mithilfe des Apgar-Index der Gesundheitszustand des Neugeborenen bewertet. Berücksichtigt werden dabei die lebenswichtigen Funktionen wie Herzfrequenz, Atmung, Muskelspannung, Durchblutung sowie die Reaktion auf Reize.

Abhängig von diesen Ergebnissen werden die Ärzte dann weitere Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge und Entwicklung des Babys anordnen.

Der erste Tag zu Hause

Schlaf in den ersten Monaten eines Babys

Ob du es glaubst oder nicht, der erste Tag zu Hause nach der Geburt des Babys ist für gewöhnlich einer der schwierigsten überhaupt.

Nun hast du keine Ärzte und Krankenschwestern mehr zur Seite, die du um Rat fragen kannst. Unser Tipp ist daher: frage im Voraus so viel du kannst, jede Sorge weniger erleichtert diesen sonst so freudigen Tag.

Auf diese Weise wirst du ruhiger und bereiter sein, wenn du plötzlich auf dich alleine gestellt bist. Genau deswegen haben wir hier einige Ratschläge für dich zusammengestellt, die sich für die Pflege eines Babys in den ersten Monaten als nützlich erwiesen haben.

Gesundheit und Sauberkeit

Versuche, deine Hände immer gut mit Wasser und Seife zu waschen, bevor du dein Baby berührst. So schützt du es vor Infektionen und Krankheitserregern.

Vermeide die Nähe von kranken Menschen. Die Abwehrkräfte eines Neugeborenen sind nämlich noch sehr schwach. Daher ist es äußerst wichtig, jeglichen Kontakt zu Viren und Bakterien zu verhindern.

Auch die Umgebung ist wichtig

Achte darauf, deine Wohnung gut zu lüften und die Raumtemperatur zu regulieren.

Vermeide vor allem übermäßige Hitze oder Kälte. Außerdem sollte die Umgebung des Kindes immer sauber sein, da auch Staub und Rauch gesundheitsschädlich für das Kleine sein können.

Davon abgesehen, solltest du größere Störfaktoren um das Baby herum vermeiden. Erschrecke es also nicht mit lauten Geräuschen.

Da Babys viel empfindlicher auf Licht reagieren, solltest du beim Fotografieren auch keinen Blitz verwenden. Natürlich solltest du auch von der ständigen Benutzung von Handys oder sonstigen elektronischen Geräten in der Nähe des Babys absehen.

Stillen

Baby wird gestillt

Zunächst wird es dir sicher etwas schwierig vorkommen, dein Baby zu stillen. Mach dir jedoch keine Sorgen, wenn nicht gleich alles klappt.

Folge den Ratschlägen, die du im Krankenhaus bekommen hast und hilf deinem Baby, die Brustwarze in den Mund zu nehmen, ohne dass es seine Atmung behindert.

Je nach Bedarf solltest du dein Baby etwa 8 mal pro Tag stillen. Achte jedoch darauf, dass nie mehr als 4 Stunden dazwischen liegen. Es kann sein, dass du am Anfang noch zu wenig Milch produzierst. Aber je mehr das Baby saugt und die Brust sich leert, desto mehr wird die Milchproduktion angeregt.

Muttermilch ist reich an Nährstoffen

Es ist sehr wichtig für die Entwicklung des Babys, dass du es von Geburt an stillst. Die erste Substanz, die nach der Schwangerschaft aus der Brust austritt – auch Kolostrum genannt – ist viel dickflüssiger und nährstoffreicher als die spätere Muttermilch.

Diese Erstmilch ist zudem reich an Proteinen und Antikörpern. So wird das Baby gut genährt und vor Krankheiten geschützt.

Vergiss nicht, deine Brüste täglich mit Wasser und einer milden Seife zu waschen. Auch diese Hygiene ist wichtig, um das Kind z.B. vor Infektionen am Mund zu schützen.

Außerdem ist es sehr wahrscheinlich, dass du in den ersten Tagen des Stillens Schmerzen oder Schwellungen in den Brüsten verspürst. Keine Sorge, dies liegt ganz einfach an der erhöhten Milchproduktion.

Trotz dieser Beschwerden musst du unbedingt weiter stillen und regelmäßig beide Brüste leeren. Falls es zu schmerzhaft wird, lass dir ein natürliches Hausmittel oder Medikament empfehlen. Bei rissigen Brustwarzen kann beispielsweise schon etwas Oliven- oder Kokosöl helfen.

Das Weinen

Am Anfang erschrecken und stressen sich die Eltern oft, weil ihr Baby so viel weint. Dies ist verständlich, da man zunächst einmal lernen muss, die Art und den Grund des Weinens zu identifizieren.

Mach dich gefasst, dass du dein Baby in den ersten Tagen womöglich ständig weinen hören wirst. Aber bleib ruhig und sei aufmerksam: auf diese Weise teilt es dir seine Bedürfnisse mit. 

Überprüfe, ob es Hunger hat, ob du die Windel wechseln musst, ob es müde ist oder ihm zu kalt oder warm ist. Nach und nach wirst du die Bedürfnisse deines Kindes und somit auch den Grund für das Weinen erkennen lernen.

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Die Temperatur

Obwohl Babys die gleiche Körpertemperatur haben wie Erwachsene, so sind sie doch viel empfindlicher. Am Anfang ist es zudem recht schwer zu erkennen, ob ihm kalt oder warm ist.

Um dies herauszufinden, berühre Hände und Füße deines Kleinen. Falls sie zu kalt sind, dann bedecke sie, wärme sie aber nicht zu sehr. In diesem Fall macht es Sinn, einfach auf deinen gesunden Menschenverstand zu hören – oder eben auf den Kinderarzt.

Das Baden

In manchen Ländern badet man Neugeborene schon direkt nach der Geburt. In anderen Kulturen wartet man wiederum, bis die Nabelschnur abfällt und der Bauchnabel trocken ist oder aber mindestens eine Woche.

Wie auch immer du dich entscheiden magst, haben wir ein paar Ratschläge für dich vorbereitet, was das Baden des Babys in den ersten Monaten angeht.

Waschen mit dem Schwamm

Falls du dich entscheidest, mit einem richtigen Bad noch zu warten, kannst du dein Baby 2 oder 3 Mal pro Woche mit einem Schwamm waschen. Dazu befeuchte ein weiches Handtuch oder einen Schwamm mit warmem Wasser und ein wenig neutraler Babyseife.

Baby sanft mit einem Schwamm waschen

Beginne mit den saubersten Körperstellen (den Augen) bis hin zu den schmutzigsten (Windelbereich). Zum Abwaschen nimm sauberes warmes Wasser und befeuchte damit ein frisches Handtuch, um die Seifenreste vom Körper des Babys zu entfernen.

Baden in der Wanne

Um dein Baby direkt in der Wanne zu baden, empfehlen wir dir ebenso die Verwendung einer milden, neutralen Seife (am besten speziell für Babys).

In späteren Monaten kannst du auch Babyshampoo benutzen. Außerdem benötigst du einen Schwamm, einen Becher für das Wasser und ein Handtuch.

Es ist nicht nötig, dein Kleines täglich zu baden. Im Grunde genommen solltest du das auch nicht. Warte besser 2 bis 3 Tage bis zum nächsten Bad, um die natürliche Schutzschicht der Haut aufrecht zu erhalten und die noch sehr empfindliche Babyhaut nicht auszutrocknen.

Anstatt einem Nasensauger zum Reinigen der Nase, empfehlen wir dir einfach 2 bis 3 Tropfen heißes Wasser in die Nase zu geben. Auf diese Weise kann sich der Schleim lösen und durch einen Nieser herauskommen.

Was das Reinigen der Ohren betrifft, so benutze bitte keine Wattestäbchen! Stattdessen verwende einfach ein feuchtes Handtuch oder Mulltuch und säubere damit den äußeren Bereich des Ohrs.

Besonders wichtig ist auch eine angenehme Temperatur im Badezimmer sowie eine Wassertemperatur von 35 bis 37 °C. Lass dein Baby unter keinen Umständen unbeaufsichtigt in der Wanne! Deshalb solltest du dir vorher alles was du brauchst bereitlegen, um Ablenkungen zu vermeiden.

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Die Kleidung des Babys

Bei der Babykleidung empfehlen wir dir auf synthetische Fasern zu verzichten und stattdessen auf 100% Baumwolle zurückzugreifen. Achte außerdem darauf, nur mildes Waschmittel zu verwenden, das die empfindliche Babyhaut nicht reizt.

Spüle die Wäsche besonders gut mit klarem Wasser, um Rückstände zu vermeiden. Wenn möglich, solltest du die Babykleidung separat waschen.

Fazit

Wie du siehst, ist die Pflege für Neugeborene sehr spezifisch. Natürlich konnten wir in diesem Artikel nicht alles Wichtige ausführlich behandeln.

Zusammenfassend ist besonders die Hygiene hervorzuheben, sowohl bei der Mutter als auch dem Baby. Auf diese Weise kannst du verhindern, dass dein Kind krank wird oder Hautausschläge bekommt.

Während das Baby wächst und sich weiter entwickelt, verändern sich Stück für Stück auch die nötigen Pflege- und Hygienemaßnahmen. Bewahre trotz allem immer deine Geduld. Du wirst sehen, wenn dein Baby gesund bleibt, ist das die ganze Mühe wert.

Bist du bereits eine erfahrene Mutter? Welche sonstigen Ratschläge würdest du in den ersten Monaten eines Babys empfehlen?