Emotionale Labilität oder warum nicht alle Tage gleich sind

31 Dezember, 2018
Wenn emotionale Labilität nur ab und zu auftritt, sollte man sich darüber keine Sorgen machen und nicht gleich alles schwarz malen, jeder hat bessere und schlechtere Tage. Wenn diese Instabilität jedoch über einen längeren Zeitraum vorhanden ist, solltest du ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen!

Emotionale Labilität bedeutet, dass der Gemütszustand innerhalb einer kurzen Zeitspanne auf und ab schwankt.

Meist weiß man nicht genau, wie es zu dieser plötzlichen Traurigkeit, Freude oder zu einem unerwarteten Desinteresse kommt.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu wissen, dass es verschiedene Arten emotionaler Labilität gibt.

Eine Borderline-Persönlichkeitsstörung ist an chaotischen, disruptiven Gemütsschwankungen zu erkennen, wobei es zu komplexen Neurosen kommt, die eine psychologische Behandlung erfordern.

In unserem heutigen Artikel geht es uns jedoch um eine weniger intensive, ab und zu auftretende emotionale Instabilität, die jeder von uns kennt.

Es geht dabei nicht um ein klinisches Problem, sondern um Zeiten in denen die Sonne von Wolken bedeckt ist und in denen sich etwas in unserem Inneren verändert, ohne dass wir uns bewusst sind, wo genau die Ursachen zu finden sind.

Anschließend erfährst du mehr darüber.

Emotionale Labilität: mögliche Ursachen

Manche Personen sind immer labil. In manchen Phasen scheint alles gut zu laufen, in anderen haben alle Projekte negative Resultate, da sie mit ihrer Meinung immer hin und her schwanken.

Diese Menschen sind meist sehr konfliktiv. Es ist schwierig, ihnen zu vertrauen und mit ihnen umzugehen. Das Zusammenleben mit diesen Menschen gleicht einer Achterbahn, auf der es immer auf- und abwärts geht.

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Doch wir lassen jetzt Persönlichkeitsprofile und klinische Probleme zurück und betrachten uns selbst näher, denn jeder kann in bestimmten Phasen labil sein.

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Schlechtes Selbstwertgefühl

Wir alle kennen komplizierte und heikle Zeiten. Manchmal hat eine schwierige Beziehung negative Konsequenzen wie emotionale Abhängigkeit.

Wer an seinem Partner eisern festhält, weil er sich in der Opferrolle sieht, entwickelt ein sehr niedriges Selbstwertgefühl. In diesen Situationen kommt es sehr häufig zu großer emotionaler Unstabilität.

  • An manchen Tagen lieben diese Personen den Partner heiß, an anderen fühlen sie Zorn und Frust, weil sie unglücklich sind.

Versteckte Depression

Wie uns Experten erklären durchleben sehr viele, insbesondere Männer, eine Depression, die nicht diagnostiziert wurde.

Es fällt ihnen schwierig, sich zu öffnen und um Hilfe zu bitten, deshalb leiden sie schweigend und sind mit ihren Problemen alleine.

Die versteckte Depression ist an folgenden Symptomen zu erkennen:

  • emotionale Instabilität
  • schlechter Humor
  • Teilnahmslosigkeit
  • Müdigkeit
  • negative, fatalistische Gedanken

Alltäglicher Stress

Dies ist ohne jeden Zweifel die häufigste Ursache für emotionale Labilität. Druck von außen und die Art, stressige Situationen zu bewältigen, schlagen sich auf den Gemütszustand nieder.

An manchen Tagen kann man alles erreichen, an anderen ist alles zu viel.

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Hormonschwankungen

Das prämenstruelle Syndrom ist häufig Auslöser von Gemütsschwankungen. Davon sind jedoch nur 10% der Frauen stärker betroffen.

Erbfaktoren

Wir verfügen heutzutage über mehr Information über die Gehirnchemie und wissen, dass genetische Faktoren bei diesem Leiden eine wichtige Rolle spielen.

  • Es konnten Abweichungen bei verschiedenen Neurotransmittern (z.B. Serotonin) festgestellt werden, diese sind für die Regulierung des Gemütszustandes und der Emotionen zuständig.
  • In diesen Fällen und wenn die emotionale Labilität sehr ausgeprägt ist, wird davon die Lebensqualität beeinträchtigt und es ist sehr wichtig, eine korrekte Behandlung einzuleiten.
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Was kann man bei emotionaler Labilität tun?

Wir alle haben bessere und schlechtere Tage. Auch an einem einzigen Tag ist es ganz normal, dass man sich zu verschiedenen Zeiten leicht mutlos oder niedergeschlagen fühlt und dann wieder in den normalen Zustand zurückfindet.

Wir sind keine Roboter, sondern emotionale Geister, die bei verschiedenen Reizen je nach Augenblick und Lage unterschiedlich reagieren.

An manchen Tagen sind wir besorgter und empfindlicher, an anderen finden wir überraschend eine neue Motivation, die uns neue Kraft gibt.

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Unser Gehirn versucht immer, uns in diesen zeitlich limitierten Fällen zu beschützen, du musst also nur folgende Strategien umsetzen:

  • Beruhige dich, blockiere die Negativität und bewege deinen Körper. Mach einen Spaziergang oder eine Spritztour mit dem Fahrrad, male Mandalas aus oder erfrische dich am Meer sowie im Wald…
  • Sprich mit dir selbst, stille deine Bedürfnisse, lerne zu verstehen, was deinen dann Geist beunruhigt.
  • Öffne dich jemandem, der dich verstehen kann, erkläre dieser Person, was du fühlst und teile dann mit ihr entspannende Momente. Du kannst dich so befreien!