Einfache Tricks gegen Wutausbrüche

· 5 September, 2018
Es kann sehr hilfreich sein, den Grund oder Auslöser für die eigenen Wutausbrüche zu kennen. So kann man ihnen mit Meditationstechniken entgegenwirken oder direkt vermeiden, dass es überhaupt soweit kommt.

Es gibt viele Wörter dafür: Wut, Zorn, Ärger, Rage… Wir alle kennen dieses Gefühl, das uns in bestimmten Lebenssituationen im wahrsten Sinne des Wortes überfällt. Für viele von uns ist es schwer, diese Wutausbrüche zu kontrollieren. Und das wiederum kann zu ernsthaften Problemen für uns selbst und unsere Umgebung führen.

Fast jeder von uns hat schon mal richtige Wutausbrüche gehabt. Sicher weißt auch du, wie schlecht und verzweifelt man sich dabei fühlt. Daher stellen wir dir heute eine Reihe von Tricks vor, mit denen du lernen kannst, diese Art von Gefühlen besser zu kontrollieren.

Was ist eigentlich Wut?

Wutausbrüche

Wut ist das Zusammenspiel verschiedener negativer Gefühle wie Empörung, Verärgerung und Frustration. Darüber hinaus haben auch noch andere Faktoren Einfluss, die alle auf irgendeine Art mit Gewalt zusammenhängen.

Dabei sind Wut, Zorn, Rage usw. Gefühle, die allen Menschen gemein sind. Und klar, manchmal ist es einfach notwendig, wütend zu werden. Aber es ist auch wichtig zu wissen, wie man diese Emotionen kontrollieren kann. Denn wenn dein Zorn unkontrollierbar wird, kann das zu Depressionen, Bluthochdruck und passiv-aggressivem Verhalten führen.

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Sind manche Menschen wütender als andere?

Ja, manche Menschen werden wütender als andere. Oder sie werden leichter und intensiver zornig. Dann gibt es auch diejenigen, die wütend werden, es aber nicht zeigen. Sie sind dann jedoch oft reizbar, ungesellig, krank oder verbittert.

Personen, die leicht wütend werden, sind Menschen mit geringer Frustrationstoleranz. Das heißt, sie finden es schwierig, mit unfairen oder schwierigen Situationen umzugehen. Sie sind einfach der Meinung, dass sie eigentlich nichts damit zu tun haben sollten.

Bei manchen reizbaren Menschen liegen die Gründe bei genetischen Faktoren. Anderen wiederum wurde nie beigebracht, wie sie mit bestimmten Situationen umgehen können. Im Falle des genetischen Faktors sind beispielsweise Fälle von Kindern bekannt, die von Geburt an leicht zu reizen sind, sei es durch Hunger, Müdigkeit oder eine für sie unangenehme Umgebung.

Darüber hinaus gibt es Menschen, denen bestimmte Werte einfach nicht vermittelt wurden. Dabei kann es darum gehen, dass man sich für etwas, das man gerne möchte, anstrengen muss. Wenn sie das, was sie wollen, nicht sofort erreichen, werden sie leicht wütend.

Warum haben wir Wutanfälle?

1. Aus Frustration

Wenn ein Ereignis oder eine Situation die Verwirklichung oder Erfüllung eines unserer Ziele behindert, erhält unser Denken direkt das Signal einer Blockade dessen, was wir wollen. Und so können sich die Gefühle in Wut verwandeln.

Auch wenn wir Zeugen von Ungerechtigkeiten werden, wenn Rechte verletzt werden oder das Gesetz gebrochen wird, wenn in der Gesellschaft etwas schief geht, dann verspüren wir oft Zorn, weil wir soziale Wesen sind.

Wut kann auch auftreten, wenn man nach einer bestimmten Handlung keine Belohnung bekommt.

2. Wegen widriger Umstände

Erfahrungen von körperlichen Schmerzen und auch emotionalen Verletzungen spielen als Auslöser für Zorn und bei der Entwicklung von Wut eine Rolle.

Andere Gründe für Zorn und Rage können auch folgende sein: Man fühlt sich nicht verstanden. In einer Liebesbeziehung kommt es zu einer plötzlichen Trennung ohne jegliche Erklärung. Aber auch Verrat kann für das Entstehen von Wut verantwortlich sein.

Tricks gegen Wutausbrüche

1. Entspannungs- und Atemtechniken

Entspannungs-und Atemtechniken gegen Wutausbrüche

Durch Entspannungstechniken ist es möglich, Wut zu kontrollieren. Das kannst du schon ganz einfach dadurch erreichen, indem du tief durchatmest. Oder du probierst mal, zehn Minuten lang zu meditieren. Dabei solltest du versuchen, dir im Geiste positive und für dich angenehme Situationen vorzustellen.

Wenn du diese Entspannungs- und Atemtechniken regelmäßig anwendest, kannst du dich mit deinem Inneren in Verbindung setzen. Dadurch wirst du es schaffen, auch in widrigen Umständen ruhig zu bleiben und keine Wutausbrüche zu erleiden.

2. Positive Gedanken und Einstellung

Positives Denken gegen Wutausbrüche

Probiere, mal anders zu denken und dir positive Situationen vor Augen zu führen. Versuch auch, bewusster zu leben. Dies alles hilft, zu einem Zustand der Ruhe zu finden. Außerdem hat man so sicher weniger zu bereuen. Denn wenn wir wütend sind, handeln wir oft unvernünftig und fügen denen, die wir lieben, Schaden zu.

3. Den anderen aufmerksam zuhören und emotionale Reife zeigen

Wenn man wütend ist, kann man keine Probleme lösen. Am besten wäre es, du würdest deine Energie darauf verwenden, Lösungswege zu finden, anstatt in Rage zu handeln.

Versuche, dir bei Diskussion oder Streitgesprächen Zeit zu nehmen, dem anderen zuzuhören. Und denke auch über deine eigenen Antworten nach. Mit emotionaler Reife kannst du Konflikte vermeiden. Ebenso kannst du so auch Menschen mit toxischen Eigenschaften aus dem Weg gehen, auch wenn wir sie lieben sollten.

Lesetipp: Wut und Zorn schaden der Gesundheit

4. Sprich in Ruhe über dein Gefühle

Wutausbrüche kontrollieren

Manchmal ist es besser, abzuwarten, wenn man ein heikles Thema ansprechen möchte. Du könntest dich zum Beispiel fragen: Ist das wirklich die Lösung des Problems oder will ich nur die andere Person verletzen?

Besser ist es, das Ganze langsam und mit Ruhe anzugehen. Denn unter solchen Umständen gibt man oft die falschen Antworten, die die Dinge nur noch schlimmer machen.

5. Nicht auf Beleidigungen eingehen und Lügen ignorieren

Vergiss nicht: Wichtig ist, dass du die Ruhe bewahrst, deinen inneren Frieden suchst und dich in der Lage fühlst, mit den verschiedenen Situationen fertig zu werden. Dann kannst du auch mit diesem wilden Gefühl umgehen, die dir so viele Probleme bereiten können.

Einer der besten Tricks gegen Wutausbrüche ist, nicht auf Beleidigungen oder Ähnliches einzugehen. Denn man ist ja erst dann beleidigt, wenn man die Worte als solche annimmt. Daher gehst du besser einfach gar nicht darauf ein. Letzten Endes tut die Wut vor allem uns selbst weh, nicht dem anderen.