Einfache Naturmittel gegen Scheidenentzündungen

· 20 März, 2015
Zusätzlich zu einer gründlichen Intimhygiene ist es sehr wichtig, auf die Ernährung zu achten, um Pilze und Bakterien niht zu fördern. Vermeide Zucker und raffiniertes Mehl.

Viele Frauen leiden häufig an Scheidenentzündungen, die lästige Beschwerden wie Juckreiz, Brennen, Reizungen, Ausfluss usw. mit sich bringen und den Alltag sowie Intimbeziehungen stören.

In diesem Beitrag stellen wir einfache Naturmittel zur Behandlung vor, die zu Hause bei Scheidenentzündungen angewendet werden können.

Ein bisschen Natron bei Scheidenentzündungen

Bei Scheidenentzündungen kommt es zu erhöhten pH-Werten: Die Scheidenflora ist aus dem Gleichgewicht geraten.

Eine einfache Methode, die jedoch Kontinuität erfordert, besteht darin, etwas Natron direkt auf den betroffenen Bereich aufzutragen, um den pH-Wert zu alkalinisieren und so zu verhindern, dass sich schädliche Bakterien oder Pilze ausbreiten.

Für die Hygiene im Intimbereich sollte keine herkömmliche Seife oder Waschgel verwendet werden, da diese den pH-Wert der Vaginalflora negativ beeinflussen können.

Lesetipp: 5 Tipps für einen ausgeglichenen pH-Wert im Intimbereich

Am besten sind natürliche Glycerinseifen (beispielsweise mit Kokosöl), die den pH-Wert respektieren oder einfach etwas abgekochtes Wasser mit Natron.

natron

Knoblauch als Heilmittel

Knoblauch zählt zu den besten Mitteln gegen Pilze und Parasitenwie wir bereits in anderen Beiträgen erwähnt haben. Die Einnahme von Knoblauch stärkt das Immunsystem und so kann man auch von innen helfen.

Äußerlich kann man die weiße Knolle wie folgt anwenden. Mit einem Stäbchen ein paar Löcher in eine rohe, geschälte Knoblauchzehe stechen, so dass der Saft austreten kann. Diese Knoblauchzehe in die Scheide so tief wie möglich einführen.

Damit man die Knoblauchzehe anschließend einfacher entfernen kann, sollte man diese in eine sterile Gaze packen, die man zuvor in Olivenöl taucht, nur die Spitzen der Gaze schauen hervor. Diese Behandlung über Nacht drei Tage lang anwenden.

knoblauch

Scheidenwaschungen

Für Scheidenwaschungen einen Gummiballon (Einlauf-Birne) verwenden, mit dem du die reinigende, lauwarme Flüssigkeit in die Scheide einführen kannst. Nach ein paar Minuten diese Flüssigkeit wieder entleeren.

Welche Heilmittel kann man für die Waschungen verwenden?

  • Thymian ist eine medizinale Pflanze, die man zur Behandlung von Infektionen verwendet, da sie antiseptische Eigenschaften besitzt und desinfiziert, ohne den pH-Wert zu beeinflussen. Man verwendet einen stark konzentrierten Aufguss.
  • Joghurt und Meerwasser ist eine ausgezeichnete Kombinatin mit heilender Wirkung: Joghurt verbessert die Vaginalflora, Meerwasser wirkt stark alkalinisierend sowie remineralisierend. Eine Mischung aus 50% Joghurt und 50% Meerwasser herstellen, dann beide sehr gut vermischen!
  • Nicht pasteurisierter Apfelessig wird schon lange als Hausmittel für Frauen verwendet, da er preiswert sowie überall einfach erhältlich ist. Er bekämpft die Krankheiserreger und sorgt überdies für eine gesunde Vaginalflora. Wichtig ist jedoch, dass es sich um einen guten, biologischen Essig mit aktiven Fermenten handelt, der nicht pasteurisiert ist. Es ist nicht immer einfach, Apfelessig in dieser Qualität zu finden. Zwei Esslöffel Apfelessig mit einem Liter Wasser verdünnen.
  • Präparate zur Verbesserung der Bakterienflora (Lactobacillus) kann man normalerweise einnehmen. Die Kapseln kann man jedoch auch äußerlich anwenden, um Scheidenwaschungen durchzuführen. Die Wirkung ist so direkter.

Weitere Empfehlungen

Am besten ist, die Beschwerden sowohl innerlich als auch äußerlich zu behandeln: Auf eine gesunde Ernährung achten, schlechte Lebensgewohnheiten vermeiden, die Behandlungen riguros und falls nötig unter ärztlicher Aufsicht durchführen.

Lesetipp: Scheidenpilze: 3 Mittel zur Behandlung mit Knoblauch

Zur Behandlung einer Scheidenentzündung empfiehlt es sich, raffinierten Zucker sowie Mehle so weit wie möglich zu vermeiden. Ratsam ist die Einnahme sowie direkte Anwendung von Nachtkerzen- und Borretschöl, die viel Omega-6-Fettsäuren enthalten.

Bilder zur Verfügung gestellt von morberg und katalopolis

  • Bayan, L., Koulivand, P. H., & Gorji, A. (2014). Garlic: a review of potential therapeutic effects. Avicenna Journal of Phytomedicine.
  • Benkeblia, N. (2004). Antimicrobial activity of essential oil extracts of various onions (Allium cepa) and garlic (Allium sativum). LWT - Food Science and Technology. https://doi.org/10.1016/j.lwt.2003.09.001