Die Vor- und Nachteile vom Sitzen auf dem Boden

Wusstest du, dass das Sitzen auf dem Boden wirklich gut für deine Gesundheit ist, wenn du es richtig machst? Hier sind einige Hinweise und Empfehlungen!
Die Vor- und Nachteile vom Sitzen auf dem Boden

Letzte Aktualisierung: 14 April, 2021

Das Sitzen auf dem Boden kann ziemlich gut für dich sein. Denn wie viel Zeit verbringst du jeden Tag auf einem Stuhl? Wahrscheinlich eine ganze Menge. Tatsächlich wäre es nicht schwer zu ermitteln, wie viel Zeit du in dieser Position verbringst – rechne einfach mal nach. Beide Positionen haben sowohl Risiken als auch Vorteile.

Ja, manche Menschen sitzen auf dem Boden. Es gibt sogar Kulturen und Länder, in denen diese Position normal ist. Allerdings gibt es eine große Debatte um die Körperhaltung und diese zu analysieren ist wichtig, um den besten Weg für dich zu finden.

Die Auswirkungen vom Sitzen auf einem Stuhl

Sitzen hat einen großen Einfluss auf deine Gesundheit. Schließlich verbrauchst du dabei viel weniger Energie als wenn du in Bewegung bist. Genau aus diesem Grund werden Krankheiten wie Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Diabetes und ein hoher Cholesterinspiegel mit häufigem Sitzen in Verbindung gebracht.

Obwohl noch mehr Studien benötigt werden, die bisheirgen Erkenntnisse, dass Bewegung notwendig ist – auch wenn sie nur von geringer Intensität ist. Das liegt daran, dass sie das Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Erkrankungen wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall reduziert.

Die gesundheitlichen Vorteile vom Sitzen auf dem Boden

Es gibt immer wieder Diskussionen über das Sitzen auf dem Boden. Es mag anfangs nicht bequem sein, aber es hat einen positiven Einfluss auf den Körper. Schauen wir uns einige der Vorteile an.

1. Du bist aktiver

Das Sitzen auf dem Boden oder in der Hocke aktiviert mehr Muskeln und beugt Rückenschmerzen vor. Es ist nicht das Allheilmittel für Probleme im unteren Rücken, aber es hilft, solange du auf eine aufrechte Haltung achtest.

Die hockende Position ist gut für Mutter und Baby während der Schwangerschaft und bei der Geburt.

2. An der Anatomie des Körpers ist zu erkennen, dass dies die beste Haltung für den Stuhlgang ist

Sehr viele Menschen vertreten diese Aussage. Es ergibt Sinn, da in der Hocke ein besserer Winkel zwischen dem Dickdarm, dem Rektum und dem Anus entsteht. Das erleichtert den Stuhlgang, da die Position des Schließmuskels und des Beckenbodens ausgeglichen wird.

3. Es wird für den Geburtsvorgang empfohlen

Die Hocke ermöglicht eine größere Öffnung für das Baby. Diese Position wird von Tieren besonders häufig während der Geburt eingenommen, da sich das Becken so leichter ausdehnt.

Darüber hinaus muss sich die Frau in aufrechter Position aufgrund der Schwerkraft beim Pressen weniger anstrengen. Außerdem hilft die Position bei den Wehen, indem sie den Druck des Fötus auf den Gebärmutterhals verstärkt, was zu einer leichteren Geburt beiträgt. Ein weiterer Vorteil ist, dass deutlich weniger Risse im Weichteilgewebe entstehen.

4. Es verbessert die Körperhaltung und reduziert Nackenschmerzen

Hocken hilft, den Nacken zu entlasten, denn durch das Sitzen auf dem Boden bleibt das Bindegewebe elastisch und flexibel. Das Sitzen auf einem Stuhl dagegen macht es steif.

Dinge, die beim Sitzen auf dem Boden zu beachten sind

Es gibt einige Nachteile, die das Sitzen auf dem Boden oder in der Hocke mit sich bringt. Es kann zu bestimmten Problemen führen, die du beachten solltest. Lass uns einen Blick darauf werfen.

1. Knien

Dadurch wird Druck auf deine Knie und Fußgelenke ausgeübt. Versuche daher, nur ein Knie auf dem Boden zu platzieren und gleichzeitig einen Fuß aufzustellen, wenn du Schmerzen oder Taubheitsgefühle in deinen Gliedmaßen verspürst.

2. Das Gleichgewicht halten beim Sitzen auf dem Boden

Im Knien hast du weniger Stabilität, da sich das Gesäß über dem Boden befindet. Halte dich an einer Wand oder deinem Sofa fest und wechsle die Position, wenn du Schmerzen hast oder deine Stabilität beeinträchtigt ist.

3. Wie man im Schneidersitz sitzt

Das Sitzen im Schneidersitz kann Probleme wie Schmerzen im unteren Rücken oder eine schlechte Haltung verschlimmern. Wenn du dich dennoch für diese Position entscheidest, solltest du nicht krumm sitzen, sondern deine Wirbelsäule in einer neutralen Position halten. Verlagere dein Gewicht auf die Hüften anstatt auf die Füße.

Mit diesen Übungen bekommst du einen starken Rücken.

Positionen für das Sitzen auf dem Boden

Es gibt verschiedene Positionen zum Sitzen auf dem Boden, die du ausprobieren kannst. Hier sind ein paar Möglichkeiten.

1. Auf den Knien

Stehe auf, führe ein Bein hinter deinen Körper und verlagere dein Gewicht auf das vordere Bein. Senke dein hinteres Knie langsam in Richtung Boden und lasse deine Zehen auf dem Boden, während du den Knöchel beugst.

Bringe deine Schultern über deine Hüfte und senke dein vorderes Knie zum Boden. Spreize dann deine Knie schulterbreit auseinander und stütze dein Gesäß auf deinen Fersen ab.

2. Im Schneidersitz auf dem Boden sitzend

Setze dich auf den Boden. Beuge beide Knie und bewege sie nach außen. Stelle einen Fuß unter das gegenüberliegende Knie, dann verlagere dein Gewicht auf die Hüfte statt auf die Füße. Dein Bauch muss dabei über den Hüften sein.

Um die Belastung der Hüften zu reduzieren, kannst du dich zum Beispiel auf den Rand einer gefalteten Decke oder auf ein Kissen setzen.

3. Gebeugtes Sitzen

Diese Position kann bei Knie- oder Knöchelbeschwerden helfen. Setze dich auf den Boden, beuge beide Knie und stelle deine Füße auf dem Boden ab. Die Füße sollten dabei weiter als hüftbreit auseinander stehen und dein Bauch sollte sich über den Hüften befinden.

4. Hocke

Stelle deine Füße hüftbreit auseinander und platziere sie flach auf dem Boden. Senke langsam dein Gesäß, bis es fast den Boden berührt. Halte deine Schultern und die Brust aufrecht.

Sitzen auf dem Boden
Das Sitzen auf dem Boden im Freien fördert deine Verbindung zur Natur.

Gibt es irgendwelche Nebenwirkungen durch das Sitzen auf dem Boden?

Wie bei allem, solltest du Vorsichtsmaßnahmen treffen oder dir der möglichen Probleme bewusst sein, die durch das Sitzen auf dem Boden entstehen können. Das Gewicht des Körpers ist auf die unteren Extremitäten zentriert, sodass Druck auf die Knie und Knöchel ausgeübt wird. Tatsächlich kann diese Last die Durchblutung in den unteren Extremitäten verringern.

Hast du irgendwelche gesundheitlichen Beschwerden wie etwa Probleme mit den Hüften, Knien oder Knöcheln? Dann ist es das Beste, nicht auf dem Boden zu sitzen. Denn das kann die Gelenke weiter schwächen. Außerdem wird es dir schwerfallen, wieder aufzustehen.

Wie du siehst, kann das Sitzen auf dem Boden gut für dich sein, wenn du weißt, wie man es richtig macht. Mache eine Gewohnheit daraus, um deinem Körper etwas Gutes zu tun.

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