Die richtige Ernährung bei Reflux

· 1 Juli, 2015
Refluxösophagitis ist keine schwerwiegende Krankheit, kann jedoch sehr störend sein. Hier empfehlen wir dir Nahrungsmittel und zusätzliche Tipps, um die Beschwerden zu lindern.

sollDer gastroösophageale Reflux ist ein weitverbreitetes Leiden. Der Schließmuskel verhindert normalerweise, dass Magensäure wieder zurück in die Speiseröhre gelangt. Wenn jedoch Teile des Mageninhalts wieder in die Speiseröhre zurückgepresst werden, spricht man von Reflux, was sehr unangenehm sein kann. Hier erfährst du, wie die richtige Ernährung bei Reflux aussehen sollte.

Wissenswertes die richtige Ernährung bei Reflux

Bei Reflux-Krankheiten kommt es zu folgenden Symptomen: Sodbrennen, bitteren oder sauren Geschmack im Mund und Brustschmerzen. Diese Störung wird auch als „Speiseröhrenreflux“ bezeichnet.

Es gibt viele Faktoren, die diese sehr unangenehme Krankheit fördern können. Auch bestimmte Nahrungsmittel gehören zu den Auslösern. Aus diesem Grund ist es wichtig, auf die richtige Ernährung bei Reflux zu achten.

Eine Reflux-Diät ist einfach einzuhalten, da die Betroffenen von allen Lebensmittelgruppen essen können und nur einige Ausnahmen berücksichtigen müssen. Auch höhere Dosen an Vitamin C werden empfohlen, falls nötig als Nahrungsergänzungsmittel (wenn der Betroffene beispielsweise keine Tomaten, Orangen oder Paprika verträgt).

Die richtige Ernährung bei Reflux beinhaltet viel Vitamin C

Der Speiseröhrenmuskel kann aus verschiedenen Gründen geschwächt werden. In diesem Artikel findest du verschiedene Tipps zur Ernährung bei Reflux. Durch folgende Maßnahmen kannst du die Beschwerden lindern: 

  • Tabak meiden, da Nikotin den Muskel entspannt und schwächt.
  • Auch auf Kaugummis und zu harte Bonbons solltest du lieber verzichten. Dadurch wird nämlich mehr Luft geschluckt, was zu Reflux führen kann. 
  • Nach dem Essen solltest du dich abends nicht sofort hinlegen. Am besten wartest du drei Stunden lang, um die Verdauung abzuschließen.
  • Zu enge Kleidung, Bücken und Anstrengungen sollten nach den Mahlzeiten vermieden werden. 
  • Über den Tag verteilt mehrere kleinere Portionen essen.
Ernährung bei Reflux: Mehrere Portionen über den Tag verteilt essen

  • Bei Übergewicht solltest du versuchen, etwas abzunehmen. Überschüssige Kilos können Reflux verschlimmern. 
  • Das Kopfteil des Bettes um gut 15 cm erhöhen oder dickere Kissen verwenden.
  • Auf Pommes Frites, Vollmilchprodukte, Schokolade, Pfeffer, Sahne und Fast Food lieber verzichten. 
  • Saft aus Zitrusfrüchten, Kaffee, Tee sowie kohlensäurehaltige Getränke reizen die Speiseröhre, deshalb solltest du diese Getränke meiden.
  • Auch saure und scharfe Speisen gehören nicht auf den Speiseplan.
  • Ein bis zwei Stunden nach dem Essen solltest du ein paar leichte Sportübungen machen.
  • Auf keinen Fall mehr als zwei Gläser Alkohol trinken oder am besten ganz darauf verzichten. 
  • Am besten in Seitenlage auf der linken Seite schlafen, da sich der Magen auf dieser Seite befindet.

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Erlaubte Lebensmittelgruppen bei Reflux

Die Ernährung bei Reflux sollte folgendermaßen aussehen:

  • Milchprodukte: Empfehlenswert sind laktosefreie Milch, Joghurt und Magermilch. Auf jeden Fall gemieden werden sollten Schokolademilch oder Vollmilch.
  • Gemüse: Hier ist alles erlaubt, außer Tomaten.
Ernährung bei Reflux: Was ist erlaubt?

  • Früchte: Am besten sind Apfel, Melone, Erdbeere, Banane, Pfirsich und Birne.  Zitrusfrüchte (Trauben, Ananas, Orange, Grapefruit, Zitrone) besser vermeiden.
  • Brote und Körner: Brote, die fettarme Milch enthalten, kannst bedenkenlos genießen. Auf Brote mit Vollmilch solltest du hingegen verzichten.
  • Fleisch: Gut ist fettarmes Fleisch, Fisch, Truthahn und Hähnchen. Speck, Hühnerhaut, sowie Wurst, Salami oder fettiges Fleisch lieber meiden.
  • Fette und Öle: Vor allem tierische Fette solltest du vom Speiseplan streichen.
  • Nachspeisen und Süßigkeiten: Erlaubt sind jene, die weniger als drei Gramm Fett enthalten. Schokolade und Süßes mit viel Öl oder Fett sollten gemieden werden.
  • Getränke: Koffeinfreie Getränke sind zu bevorzugen, auch Tee (außer Pfefferminztee), Säfte (außer Zitrussäfte) und Wasser sind erlaubt. Abzuraten ist von Alkohol, Pfefferminztee, Kaffee und kohlensäurehaltigen Getränken.
  • Suppen: Nur fettarme Suppen werden empfohlen. Gemieden werden sollten Hühnersuppen, Cremesuppen oder Suppen, die mit Milch zubereitet werden.
Ernährung bei Reflux: Suppen

Natürliche Nahrungsergänzungsmittel beiReflux

Anschließend listen wir verschiedene natürliche Heilmittel gegen Reflux auf:

  • Apfelessig: 2 Teelöffel (10 ml) mit einer Tasse Wasser mischen und drei Mal am Tag trinken.
  • Kohl- oder Karottensaft: Eine Tasse täglich trinken.
  • Verdauungsfördernde Pflanzen: Rosmarin, Lorbeer, Salbei oder Thymian sind verdauungsfördernd. Du kannst damit Speisen würzen und ihnen so ein ganz besonderes Aroma verleihen.
  • Papaya: Diese Frucht solltest du vor allem morgens zu dir nehmen und das wenn möglich jeden Tag. Sie hilft bei der Aufspaltung von Proteinen.

Ernährung bei Reflux: Papaya

  • Natron: 1 Esslöffel (5 ml) in einem Glas Wasser aufgelöst lindert die Symptome.
  • Ingwer: Ein paar Scheiben Ingwer kurz in Wasser kochen. Diesen Tee bei Bedarf mit etwas Honig süßen.
Ernährung bei Reflux: Honig

  • Mandeln: Diese solltest du am besten roh verzehren, um den pH-Wert des Magens auszugleichen und den Organismus mit Kalzium zu versorgen. Insbesondere, wenn du keine Milch verträgst, sind Mandeln eine gute Alternative.
  • Aloe Vera: Jeden Tag 60 ml Aloe-Vera-Saft trinken.
  • Lauwarmes Wasser mit Zitrone: Zitronenwasser auf leeren Magen, trinken, am besten 15 Minuten vor dem Frühstück. So kannst du die Säurewerte im Verdauungstrakt ausgleichen.
  • Kamillentee: Auch dieser lindert die Symptome der Reflux-Krankheit.

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In die tägliche Ernährung bei Reflux kannst du auch rote Äpfel, Ingwer, Basilikum, Kräutertee, Fenchelsamen, gelber Senf und Gurken integrieren.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von I am, Emilian Robert Vicol, IRRI Photos, Mike Haller, Koon, Miheco, Siona Karen.