Buttersäure: Nutzen und Wirkungen

Wir erklären dir, was Buttersäure ist und warum du auf ihre Entstehung achten solltest, um die Entwicklung von entzündlichen Darmerkrankungen zu vermeiden. Lies einfach weiter, um mehr zu erfahren!
Buttersäure: Nutzen und Wirkungen
Saúl Sánchez Arias

Geschrieben und geprüft von dem Ernährungsberater Saúl Sánchez Arias.

Letzte Aktualisierung: 22. Dezember 2022

Buttersäure gehört zu den kurzkettigen Fettsäuren, die ein entzündungshemmendes Potenzial haben und als energetisches Substrat für die im Verdauungstrakt lebenden Bakterien dienen können. Diesen Verbindungen wird große Bedeutung beigemessen. Es gibt Hinweise darauf, dass die Aufrechterhaltung einer gesunden Mikrobiota mittelfristig einen Unterschied für die Gesundheit machen kann.

Vorab sei darauf hingewiesen, dass für einen reibungslosen Ablauf der Verdauungsprozesse die Vielfalt und Dichte der im Darm lebenden Mikroorganismen gewährleistet sein muss. Andernfalls kann es zu einer Dysbiose kommen, bei der es zu verstärkter Gärung und dem Auftreten von Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall kommt.

Was ist Buttersäure?

Buttersäure ist eine kurzkettige Fettsäure, die bei der Fermentation von löslichen Ballaststoffen im Darm entsteht. Sie ist das wichtigste Energiesubstrat im Dickdarm und regt dort die Aufnahme von Natrium und Wasser an.

Außerdem fördert sie die Vermehrung der dort lebenden Bakterien. Laut einer in der Zeitschrift Nutrients veröffentlichten Studie könnte sie ein Eckpfeiler bei der Vorbeugung von Krankheiten wie Dickdarmkrebs sein.

Warum ist Buttersäure für die Gesundheit relevant?

Du solltest wissen, dass diese Verbindung eine entscheidende entzündungshemmende Wirkung hat. Daher geht man davon aus, dass ihr Vorhandensein in ausreichender Menge bei der Behandlung von Krankheiten wie dem Reizdarmsyndrom oder Morbus Crohn von entscheidender Bedeutung ist.

Dies geht aus einer in der Zeitschrift Current Pharmaceutical Design veröffentlichten Studie hervor. Tatsächlich wird die Supplementierung mit diesem Element zur Vorbeugung und Behandlung dieser Pathologien getestet.

Darüber hinaus könnte Buttersäure sogar eine positive Wirkung auf die Immunfunktion haben. Denn die Mikroorganismen im Verdauungstrakt sind eine der ersten Barrieren für den Eintritt von Toxinen und Krankheitserregern in den Blutkreislauf. Wenn eine gute Bakteriendichte gewährleistet ist, ist es weniger wahrscheinlich, dass unerwünschte Bestandteile das Darmepithel passieren.

Buttersäure - Darmmikrobiota
Die Vitalität der Mikrobiota steht in direktem Zusammenhang mit der allgemeinen menschlichen Gesundheit.

Ballaststoffe und ihre Rolle

Der Verzehr von löslichen Ballaststoffen ist wichtig, um die Bildung von Buttersäure im Darm zu fördern. Eine in der Zeitschrift Nature Reviews veröffentlichte Studie bestätigt die positiven Auswirkungen auf die Funktion des Verdauungssystems.

Generell ist der Verzehr von Hafer und Äpfeln besonders empfehlenswert, da sie zwei positive Substanzen enthalten: Beta-Glucane und Pektine. Diese Stoffe tragen dazu bei, eine Dysbiose zu verhindern.

Man darf nicht vergessen, dass Ballaststoffe nicht nur vor Störungen der Mikrobiota schützen, sondern auch eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Eintritts von Glukose in das Blut spielen. Dies beugt komplexen Stoffwechselkrankheiten wie Typ-2-Diabetes vor.

Darüber hinaus ist die Wirkung von Ballaststoffen auf den Appetit und das Sättigungsgefühl erwähnenswert. Durch ihren Verzehr lässt sich eine Hyperphagie oder ein übermäßiger Heißhunger vermeiden, der zu einem Energieungleichgewicht zugunsten der Aufnahme führen könnte.

Auch die kurzkettigen Fettsäuren selbst schützen vor all diesen Phänomenen. Insbesondere gegen Stoffwechselstörungen.

Buttersäure - Haferflocken
Die Aufnahme von Ballaststoffen in die Ernährung hat viele Vorteile. Einer davon ist die richtige Stimulierung des Stoffwechsels der Mikrobiota.

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Buttersäure ist eine nützliche Verbindung

Buttersäure ist eines der wichtigsten Energiesubstrate für die Mikroorganismen, aus denen die Mikrobiota besteht. Sie hat entzündungshemmende Eigenschaften und trägt dazu bei, die Entwicklung verschiedener chronischer und komplexer Krankheiten zu verhindern.

Daher ist es wichtig, für eine korrekte Synthese zu sorgen, indem man ausreichend lösliche Ballaststoffe in die Ernährung aufnimmt. Dafür gibt es nichts Besseres als den Verzehr von reichlich Gemüse.

In manchen Situationen kann es notwendig sein, ein probiotisches Präparat einzunehmen oder mehr fermentierte Lebensmittel in den Speiseplan zu integrieren. Dies trägt dazu bei, die Verdauungsprozesse und die Nährstoffaufnahme zu optimieren.

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