Bürste deine Haut, pflege deinen gesamten Körper

· 25 Dezember, 2015
Für diese Behandlung benötigen wir eine geeignete Bürste, die aus natürlichen Materialien hergestellt ist. Die Intensität der Reibung muss der Empfindlichkeit der Haut angepasst werden, was ein wenig Ausprobieren und Übung erfordert

Worin besteht die gewöhnliche Schönheitspflege? Aus Peeling, Feuchtigkeitscreme und Schutz für die Haut; und hauptsächlich wird mit diesen Mitteln die Gesichtshaut gepflegt, die auch den meisten Umweltfaktoren ausgesetzt ist.

Viele Menschen vergessen jedoch, dass auch die Haut in den übrigen Körperbereichen Aufmerksamkeit und Pflege verdient. Sie benötigt auch hier Nährstoffe, aber das ist noch nicht alles: Es handelt sich um ein Organ, das mit vielen anderen Organen und Organsystemen in einem engen physiologischen Zusammenhang steht. Eine gesunde Haut ist daher Zeichen eines gesunden Organismus.

Der Aufbau der Haut ist recht komplex, in ihr finden sich Blut- und Lymphgefäße, Rezeptoren für Schmerz, Temperatur und Bewegung, Nerven, Drüsen und viel mehr. Über diese Strukturen steht sie zum Beispiel in direktem Kontakt mit den Organen des Herz-Kreislauf-Systems und dem zentralen Nervensystem.

Die enge Verbindung der Organsysteme ermöglicht es erst, dass der Körper auf äußere Reize als Ganzes reagiert. Damit wird die Haut zu unserer Schaltstelle der Umwelt gegenüber. Wir verstehen, dass eine gesunde Haut auch zur Gesunderhaltung des Körpers wichtig ist, nicht nur zur Erfüllung von ästhetischen Vorstellungen.

Tatsächlich verrät uns der Zustand der Haut sehr viel über unsere Gesundheit. Sie schützt alles, was unter ihr liegt, und möchte selbst geschützt werden. Eine sehr sinnvolle Gewohnheit, um unsere Gesundheit zu fördern, ist deshalb das regelmäßige Bürsten der trockenen Haut.

Es handelt sich hier um eine sehr wertvolle Maßnahme, die nicht nur die Entfernung abgestorbener Zellen und Verunreinigungen ermöglicht, sondern auch die Durchblutung und damit den Abtransport von Stoffwechselendprodukten und Giftstoffen anregt.

Wir stellen nun die Vorzüge des Bürstens der trockenen Haut im Einzelnen vor und erklären auch, wie es richtig gemacht wird, um die Haut nicht zu schädigen.

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Das lymphatische System

Immunabwehr und Haut

Das lymphatische System ist dafür verantwortlich, Abbauprodukte, die sich aufgrund der biologischen Aktivität der Zellen im Gewebe ansammeln, zu drainieren.

Dazu sind die Gewebe des Körpers, auch die Haut, von kleinsten Lymphgefäßen durchzogen, die sich ähnlich den Blutgefäßen zu größeren Gefäßen zusammenfinden. Die größten Lymphgefäße münden als Lymphsammelstämme nahe des Herzens in den Blutkreislauf. Hier wird also die gesamte drainierte Flüssigkeit ins Blut geleitet, mit dem sie dann auch die Ausscheidungsorgane erreicht.

Ein Lymphstau kann daher vor allem für das nun nicht mehr drainierte Gewebe gefährliche Folgen haben.

Damit ist das Bürsten der trockenen Haut also eine ausgezeichnete Maßnahme, um die Entgiftung des Körpers zu fördern. Durchblutung und Lymphdrainage werden angeregt, was zu einer signifikanten Reduktion von Stoffwechselendprodukten und Giftstoffen in der Haut führt.

Wie ein Peeling…

Im Allgemeinen empfehlen wir zwar, Peelings mit natürlichen Substanzen durchzuführen, die uns gleichzeitig Nährstoffe und Feuchtigkeit liefern, aber auch das Bürsten der trockenen Haut hilft, abgestorbene Zellen, Schmutz und andere festsitzende Verunreinigungen zu entfernen.

Das regelmäßige Bürsten verbessert das Hautbild, trägt zur Tiefenreinigung der Poren bei und erlaubt der Haut, wieder frei zu atmen und sich zu regenerieren.

Bekämpfung der Cellulite

Cellulite durch Bürsten der Haut verbessern

Das Bürsten der trockenen Haut ist ein effektives Mittel gegen Cellulite, ganz gleich in welcher Region des Körpers diese auftritt. Verhärtete Fetteinlagerungen, die für die cellulitetypische Orangenhaut verantwortlich sind, werden weich massiert.

Die Durchblutung der peripheren Gewebe wird angeregt und Schadstoffe, die sich hier angesammelt haben, können abtransportiert werden. Dasselbe gilt übrigens für Flüssigkeitsretentionen im Gewebe.

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Stressreduktion und Entspannung

Nimm dir Zeit für das Bürsten deiner Haut. Setz dich dazu an einen ruhigen, warmen Ort und nutze Zeit und Massage zur Entspannung.

Die Blutspiegel der Stresshormone sinken während der Massage ab, Muskeln und Geist entspannen spürbar.

Verbesserung von Verdauung und Nierenfunktion

Die Massage der Lymphgefäße und Lymphknoten fördert den Rückfluss von Flüssigkeit und Stoffwechselendprodukten aus dem Gewebe ins Herz-Kreislauf-System. Hier werden sie dann für Leber und Nieren wieder zugänglich und können über den Darm oder die Harnwege ausgeschieden werden.

Von dieser Entgiftung profitiert der gesamte Organismus.

Wie wird die trockene Haut richtig gebürstet?

die Haut bürsten

Zuerst ist es sehr wichtig, eine hochwertige Trockenbürste zu erwerben. Vorzugsweise sollten die Borsten aus natürlichen Materialien gefertigt sein und der Griff sollte bequem in der Hand liegen und Massagen ermöglichen, auch dort, wo man nur mit etwas Mühe hinreicht.

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, muss die Haut jeden Tag gebürstet werden. Menschen, die unter trockener Haut leiden, sollten damit jedoch etwas vorsichtiger sein und das Bürsten nur zwei- bis dreimal wöchentlich durchführen.

Beginne mit den Fußsohlen, arbeite dich dann die Beine hinauf. Bürste in sanften, kreisförmigen Bewegungen in Richtung Herz. Wenn du beim Bauch angelangt bist, massierst du am besten gegen den Uhrzeigersinn. Auch die Brüste sollten gebürstet werden, nicht jedoch die Brustwarzen, die dafür zu empfindlich sind.

Es darf nicht zu stark und auch nicht zu lange gebürstet werden, die gesamte Behandlung sollte nicht länger als zehn Minuten dauern.

Diese einfache Technik erlaubt es uns innerhalb kurzer Zeit und mit wenig finanziellem Aufwand viel für die Gesundheit unseres Körpers zu tun. Gönne deiner Haut im Rahmen der täglichen Schönheitspflege daher in Zukunft ruhig ein paar Bürstenstriche.