Blepharitis: Ursachen und Behandlung

· 31 März, 2019
Die sogenannte Blepharitis ist eine Entzündung der oberen Kante des Augenlides. Um Komplikationen zu vermeiden, muss sie angemessen behandelt werden.

Die sogenannte Blepharitis ist eine Entzündung der oberen Kante des Augenlides. Um Komplikationen zu vermeiden, muss sie angemessen behandelt werden.

Am Lidrand befinden sich zahlreiche Drüsen zum Absondern von Substanzen. Einige dieser Drüsen, auch als Meibom-Drüsen bezeichnet, produzieren Fette, deren Fehlfunktion die häufigste Ursache für Blepharitis ist.

Sind diese verstopft, kann keine ordnungsgemäße Absonderung der Sekrete erfolgen, wodurch sich Bakterien ausbreiten.

In der Regel befallen diese die Augenlider und insbesondere den Bereich der Wimpernwurzeln. Dies liegt daran, dass dort die meisten Meibom-Drüsen angesiedelt sind.

Die Blepharitis ist in der Aktualität die am häufigsten entstehende Sehstörung. Sie kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen und in jeder Lebensphase auftreten.

Welche Symptome treten bei der Blepharitis auf?

Geschwollenes Augenlid

Im Allgemeinen entwickeln Betroffene eine Reihe von typischen Symptomen. Zu den häufigsten zählen:

  • Es kommt zu einer allgemeinen Lichtempfindlichkeit.
  • Gerötete und tränende Augen: Möglich sind auch trockene Augen aufgrund von Veränderungen, um den Augapfel feucht zu halten.
  • Geschwollene Augenlider: häufig mit einem rötlichen Ton und einer fettigen Textur einhergehend.
  • Häufiges Blinzeln begleitet von Brennen und einem unangenehmen Gefühl, das meist wie Sand im Auge beschrieben wird.

Weitere Symptome, die oftmals auftreten können:

  • Veränderungen der Wimpern: In der Regel fallen die Wimpern aus oder sie wachsen in die falsche Richtung.
  • Trockene und schuppende Haut in den Bereichen um das Auge und die Lider: Wenn das Problem für längere Zeit besteht, können Narben entstehen.
  • Sogenannter Schlafsand entsteht am Morgen in Form einer Kruste.
  • Gerstenkorn: Hierbei handelt es sich um eine Schwellung am Wimpernansatz. Diese ist für gewöhnlich das Ergebnis einer Infektion.
  • Chalazion oder Hagelkorn: Entzünden sich die Talgdrüsen, bildet sich eine Schwellung, die sowohl denn äußeren als auch den inneren Teil des Augenlids umfasst. Das Hagelkorn hat meist einen rötlichen Ton.
  • Bindehautentzündung: Diese kann regelmäßig oder chronisch auftreten.
  • Es bestehen Probleme der Hornhaut aufgrund von Reizung oder anderen Verletzungen.

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Wodurch entsteht Blepharitis?

Augenentzündung

Derzeit ist sich die Medizin noch im Unklaren darüber, warum genau die Blepharitis auftritt. Jedoch bestätigen Ärzte, dass es verschiedene Gründe für ihre Entstehung gibt. Zu den häufigsten zählen demnach:

  • Verstopfung der Talgdrüsen an den Lidern: Diese kommt durch eine bakterielle Infektion zustande. Möglich ist außerdem, dass eine Fehlfunktion besteht, deren Ursachen noch nicht vollens erforscht sind.
  • Seborrhoische Dermatitis oder andere Hautstörungen wie Rosazea können auftreten.
  • Milben, Läuse und andere Lebewesen können sich auf den Wimpern ansiedeln und diesen Bereich schädigen.
  • Es werden allergische Reaktionen gegenüber Bestandteilen von Schminke, Medikamenten für das Auge etc. entwickelt.

Wie kann man Blepharitis behandeln?

Zunächst erstellt der behandelnde Arzt einen Befund, indem verschiedene Tests durchgeführt werden. Anschließend wählt er für jeden Patienten die geeignete Behandlungsmethode aus. Unter den am häufigsten angewendeten Methoden befinden sich die folgenden:

  • Es erfolgt eine Behandlung der zugrunde liegenden Folgen wie der Rosazea und der Seborrhoischen Dermatitis.
  • Antibiotika gegen bakterielle Infektionen der Talgdrüsen werden lokal mittels Tropfen oder einer Creme aufgetragen. Die Antibiotika können auch oral eingenommen werden.
  • Entzündungshemmende Medikamente schaffen Linderung bei Schwellungen der Augen. Sie werden als Tropfen oder als Salbe verabreicht.
  • Künstliche Tränen können bei trockenen Augen helfen.
  • Es werden Antihistaminika verschrieben, falls eine Allergie der Löser für die Blepharitis ist.

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Wichtig ist ebenfalls, selbst ein paar grundlegende Dinge zu befolgen. Sie sollten zwischen zwei- bis viermal pro Woche umgesetzt werden:

  • Lege für einige Minuten eine feuchte Kompresse oder Mullbinde auf die Augenlider. Dadurch lässt sich die Kruste mit einem weiteren feuchten Tuch einfach entfernen.
  • Säubere die Lidkante vorsichtig mithilfe einer in Wasser getränkten Kompresse.
  • Trage reichlich lauwarmes Wasser auf. Anschließend solltest du den jeweiligen Bereich mit einem sauberen Tuch vorsichtig trocken klopfen.