Allergietest: wann er zum Einsatz kommt

24 März, 2019
Wie der Name bereits verrät, dient ein Allergietest zum Feststellen möglicher Allergien. Dabei gibt es verschiedene Typen der Allergenexposition.

Wie der Name bereits verrät, dient ein Allergietest zum Feststellen möglicher Allergien. Dabei gibt es verschiedene Typen der Allergenexposition.

Im Allgemeinen bezeichnet der Begriff ‚Allergietest‚ in der Medizin die Einheit aller Verfahren, mit denen beim Patienten Allergien identifiziert werden können. Diese können unterschiedlich erfolgen.

Zu den häufigsten zählen der Prick-, Haut- und Bluttest sowie die kontrollierte Anwendung eines problematischen Medikaments. Möglich sind weiterhin Epikutan- oder Patch-Tests.

Der Bluttest, der im Labor durchgeführt wird, lässt sich in gewisser Hinsicht von den anderen Methoden unterscheiden, da er bestimmte Substanzen in der Blutbahn nachweist, die eine allergische Reaktion auslösen.

Dabei handelt es sich normalerweise um die Antikörper des Typ IgE – Zellen, die unseren Körper vor Stoffen schützen, die als gefährlich eingestuft werden.

Die anderen Vorgehensweisen werden vielmehr direkt eingesetzt (Prick-, Patch-Test und kontrollierte Anwendung eines Medikaments). Hierbei wird festgestellt, ob eine allergische Reaktion auftritt.

Dafür untersucht der Arzt, ob der Patient Symptome aufweist, die den vorangegangenen ähneln. Im Falle der Medikamentenanwendung kann beispielsweise eine orale, nasale oder bronchiale Methode zum Einsatz kommen.

Wann wird ein Allergietest gegen Medikamente angewandt?

Identifizierung von Allergien

Im Allgemeinen wird ein Allergietest gegen Medikamente dann angewandt, wenn der Patient aufgrund unbekannter Umstände eine allergische Reaktion aufweist. Zudem können Arzneimittel unterschiedliche Symptome je nach ihrer Funktion hervorrufen.

Nach neuesten Studien kann jedes Medikament zu einer ungünstigen Reaktion beim Patienten führen. Jedoch gibt es Zusammensetzungen, die verstärkt eine Überempfindlichkeit zur Folge haben.

Zu den häufigsten Symptomen einer allergischen Reaktion zählen:

  • Nesselsucht
  • allgemeiner Juckreiz oder Juckreiz an den Stellen, an denen das Medikament angewandt wurde
  • Hautausschlag
  • Fieber mit unterschiedlicher Intensität
  • Tränenfluss und Brennen in den Augen
  • Entzündungen an den Stellen, an denen das Arzneimittel aufgetragen wurde
  • Anaphylaxie in Extremfällen

Bei Allergietests lassen sich verschiedene Arten von Medikamenten untersuchen, darunter Narkosemittel, Antibiotika usw. In jedem Fall muss der Arzt nachweisen, ob eine Allergie oder Empfindlichkeit besteht. Somit kann er den Patienten angemessene Medikamente verabreichen.

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Wie wendet man einen Prick- oder Hauttest an?

Allergietest je nach Patient

Normalerweise desinfiziert der Arzt die Haut am Unterarm des Patienten mit Alkohol. Anschließend injiziert er ihm eine geringe Menge des Medikaments. Danach markiert er die Einstichstellen und säubert die restlichen.

Nach 15 Minuten kann er überprüfen, ob es zu einer allergischen Reaktion kam. Während dieser Zeit darf an den entsprechenden Stellen nicht gekratzt oder anderweitig etwas getan werden.

Wie ist das Vorgehen bei einem Patch- oder Epikutantest?

In diesem Fall wird der Rücken des Patienten desinfiziert und Pflaster aufgetragen, die zuvor mit der zu untersuchenden Substanz imprägniert wurden. Auf diese Weise kann sich das Medikament innerhalb von 48 Stunden langsam in seiner Wirkungsweise ausbreiten.

Nach Ablauf der Zeit entfernt der behandelnde Arzt die Pflaster. Er überprüft anschließend, ob es an den jeweiligen Stellen zu einer allergischen Reaktion kam.

In diesem Zusammenhang empfiehlt er, an die Stellen mit den Pflastern kein Wasser zu lassen, sich nicht zu kratzen und keinen Sport zu treiben, um Schweißbildung zu vermeiden. Außerdem sollte der Patient davon absehen, andere Medikamente zu sich zu nehmen und weitere Pflaster zu benutzen.

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Kontrollierte Medikamentenanwendung als Allergietest

Eine kontrollierte Medikamentenanwendung ist ebenfalls möglich, um direkt eine Allergie oder die Unverträglichkeit gegenüber ähnlichen Substanzen nachzuweisen.

Hierbei besteht das Problem darin, dass diese Art von Test risikoreicher ist als die übrigen. Daher muss der Arzt abwägen, ob sich diese Methode aufgrund ihrer Vorteile lohnt.

Hin und wieder ist es notwendig, das Vorgehen zu wiederholen, weil das Ergebnis negativ ausfällt, obwohl der Patient tatsächlich eine Allergie hat. Der Arzt entscheidet, welcher Test im individuellen Fall zum Einsatz kommen soll.

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