FDA bringt Medikament zur Vorbeugung von Migräne auf den Markt

8 August, 2018
Nur Menschen, die selbst unter Migräne leiden, wissen um die Intensität und Schmerzhaftigkeit der Symptome, die das Leben so plötzlich unterbrechen können. Nun könnte es eine neue Möglichkeit zur Vorbeugung dieses Leidens geben.

Vor kurzem wurde von der Food and Drug Administration der USA, bekannt als FDA, ein innovatives Medikament zugelassen. Dabei handelt es sich um ein Medikament zur Vorbeugung von Migräne, welches in Form von monatlichen Injektionen verabreicht wird. Der Name des Arzneimittels ist Aimovig, der CGRP-Antikörper ist unter dem Namen Erenumab bekannt.

Warum ist dieses Medikament zur Vorbeugung von Migräne wichtig?

Mehr Optionen zur Vorbeugung von Migräne bedeuten Lösungen für alle, die mit den schmerzhaften Folgen dieses Leidens zu kämpfen haben. Auch wenn das vielen unverständlich ist, ist Migräne ein sehr behinderndes und schmerzliches Leiden. Viele müssen sie sich in einem dunklen Zimmer einsperren und brauchen absolute Ruhe, um die unerträglichen Schmerzen auszuhalten.

Migräne kann so schlimm sein, dass die Weltgesundheitsorganisation sie im Jahr 2012 zu einer beeinträchtigenden Krankheit erklärt hat. Bis dahin hatten die Menschen, die darunter litten sich Anschuldigungen anhören müssen, dass sie ihren Verpflichtungen wegen „einfachen Kopfschmerzen“ nicht nachkommen können. Doch das ist weit gefehlt.

Diese Krankheit hat einen genetischen Ursprung; tatsächlich sind überwiegend Frauen davon betroffen. Das heißt, sie ist keinen bestimmten Lebensgewohnheiten oder Stress geschuldet, diese können jedoch Auslöser für einen Migräneanfall sein. Präventive Maßnahmen sind grundlegend, um das Leid vieler Menschen zu verhindern.

Wie wirkt Aimovig?

Die Ergebnisse der Wirkung dieses Medikaments wurden auf dem jährlichen Kongress der Amerikanischen Akademie für Neurologie vorgestellt. In der digitalen Fachzeitschrift IFL Science wurde ebenfalls über die Vorteile berichtet, Migräne bereits vorbeugend zu bekämpfen. 

Vorbeugung von Migräne und was die Krankheit ausmacht

Wie auf dieser Veranstaltung hervorgehoben wurde, hält die Wirkung so lange an, dass das Medikament einmal im Monat verabreicht werden kann und man dann keine weiteren Tabletten braucht. Eine monatliche Injektion von 70 bis 140 Milligramm ist ausreichend. Damit werden die Schmerzauslösung und neurogene Entzündungen verhindert.

Nebenwirkungen und Kosten

In medizinischen Fachzeitschriften wird berichtet, dass dieses Medikament kaum Nebenwirkungen hat. Allerdings wirken die Antikörper nicht bei jedem gleich.

In den vorliegenden Untersuchungen zeigte ein Drittel der medizinisch behandelten Personen deutliche Verbesserungen; nur einige wenige gaben an, dass die Symptome komplett verschwanden und wiederum andere behaupteten, dass die Symptome weniger stark waren.

Doch nicht alles ist so rosig, denn der Preis dieses Arzneimittels ist hoch und deshalb ist es nicht für jeden zugänglich. 

Amgen ist die Firma, die Erenumab in den USA unter dem Namen Aimovig auf den Markt bringen wird. Jede einzelne Injektion soll 575 USD kosten. In Europa muss noch auf die Zulassung des Medikaments gewartet werden.

In einer Pressemitteilung verteidigte die amerikanische Firma den hohen Preis und hob die positive Wirkung für Patienten und das Gesundheitssytem hervor. 

Weitere Medikamente zur Vorbeugung von Migräne

Natürlich ist diese Injektion nicht das einzige zur Verfügung stehende Medikament zur Vorbeugung von Migräne. Es gibt noch andere, von der FDA zugelassene Mittel, beispielsweise die Medikamente Metiisergide, Propanolol, Timolol und Divalproex Sodio.

Diese können Nebenwirkungen haben und sollten deshalb nur von einem Arzt verschrieben werden. Bei Bedarf kann er die richtige Menge anpassen oder das Medikament ganz absetzen.

Zahlen und Fakten über Migräne

Zu den Symptomen von Migräne gehören unter anderem Übelkeit, Lichtempfindlichkeit sowie stechende Kopfschmerzen. 10% der Bevölkerung sind davon betroffen. Bei über 1% dauern die Beschwerden sogar drei Tage lang an.

Viele Betroffene können die Symptome mit herkömmlichen Medikamenten oder auch mit Hausmitteln behandeln, doch manche sind durch die negativen Auswirkungen dieser Krankheit in ihrem Alltag sehr stark eingeschränkt.

Hausmittel und Medikamente zur Vorbeugung von Migräne

Migräne-Fakten:

  • 1 von 10 Personen leidet an dieser Krankheit.
  • Tritt meist nach dem 20. Lebensjahr auf, kann jedoch auch Kinder betreffen.
  • Es gibt verschiedene Arten, die unterschiedliche Gehirnregionen betreffen.
  • Am schlimmsten und stärksten ist die neuralgische Migräne.
  • Auch wenn die Ursache genetisch ist, können innere oder äußere Faktoren eine Krise auslösen. Mögliche Auslöser müssen überprüft und im Rahmen des Möglichen vermieden werden.

Da Millionen von Menschen auf der ganzen Welt an dieser Krankheit leiden, bringen neue Therapien große Hoffnung. Wenn noch weitere Alternativen zu Aimovig entwickelt werden, würde das für viele Menschen sicherlich eine deutlich bessere Lebensqualität bedeuten.

Auch interessant