Asthmatiker sollten diese 6 Lebensmittel auf jeden Fall meiden

Der Verzehr von Lebensmitteln, die reich an Magnesium und anderen Nährstoffen sind, kann zum Wohlbefinden von Patienten mit Asthma beitragen. Allerdings gibt es auch einige Lebensmittel, die Asthmatiker besser vermeiden sollten. Hier erfährst du mehr darüber!
Asthmatiker sollten diese 6 Lebensmittel auf jeden Fall meiden
José Gerardo Rosciano Paganelli

Geprüft und freigegeben von Dem Arzt José Gerardo Rosciano Paganelli.

Geschrieben von Yamila Papa Pintor

Letzte Aktualisierung: 04. August 2022

Es gibt einige Lebensmittel, die Asthmatikerinnen und Asthmatiker meiden sollten, um ihre Gesundheit nicht zu schädigen oder ihr Wohlbefinden zu beeinträchtigen. In diesem Artikel stellen wir dir sechs Lebensmittel vor, die sich nachteilig auf deine Gesundheit auswirken könnten, wenn du an Asthma leidest.

Du solltest beachten, dass die Liste der Lebensmittel, die wir besprechen, lediglich eine allgemeine Empfehlung darstellt. Sie sollte daher nicht als Ersatz für das verstanden werden, was dir dein Arzt oder deine Ärztin rät.

Asthmatiker sollten einige allgemeine, aber auch bestimmte spezifische Richtlinien befolgen. Dabei ist zu bedenken, dass die Indikationen von verschiedenen Faktoren abhängen und von Fall zu Fall variieren können, da nicht alle Patienten gleich sind.

Lebensmittel, die Asthmatiker meiden sollten

Obwohl die Ernährung nicht das einzige Mittel ist, um Asthma zu kontrollieren, ist klar, dass die Ernährung im täglichen Leben von Asthmapatienten eine wichtige Rolle spielt. In diesem Kontext hat man festgestellt, dass es möglich ist, durch die Einschränkung des Verzehrs bestimmter Lebensmittel und eine richtige Ernährung die Atmung zu verbessern, die Symptome zu minimieren und das Wohlbefinden zu steigern (und zu erhalten).

Sehen wir uns an, welche Lebensmittel Asthmatiker generell vermeiden sollten.

Gesättigte Fette

Asthmatiker sollten fettige Speisen und gesättigte Fette meiden

Quellen gesättigter Fette stehen ganz oben auf der Liste der Lebensmittel, die Asthmatiker meiden sollten. Den Experten der Mayo Clinic zufolge verstärken sie die Asthmasymptome. Der Grund dafür ist die Reaktion des Immunsystems auf die Aufnahme dieser Stoffe.

Gesättigte Fette sind auch in ultra-verarbeiteten Lebensmitteln,  Backwaren, rotem Fleisch und frittierten Lebensmitteln sowie in zahlreichen industriellen Lebensmitteln enthalten.

Stattdessen kannst du dich für andere Fettarten entscheiden. Gesundheits- und Ernährungsexperten empfehlen den Verzehr von Omega-3-Fettsäuren. Diese sind in öligem Fisch, Leinsamen und Walnüssen sowie in mageren Eiweißquellen wie Hühnerbrust enthalten.

Achte beim Einkauf darauf, dass die Lebensmittel keine gesättigten Fette enthalten. Darüber hinaus solltest du dich für gesunde Zubereitungsarten wie Dämpfen, Backen oder Grillen entscheiden.

Asthmatiker sollten auf Vollmilchprodukte verzichten

Milchprodukte enthalten viel Fett und daher empfiehlt es sich, ihren Verzehr zu mäßigen, um keine Asthmasymptome auszulösen.

Aber du musst nicht völlig auf sie verzichten. Iss Milchprodukte einfach mit Bedacht: Wähle entrahmte Produkte und versuche, sie von Zeit zu Zeit zu ersetzen.

Hast du zum Beispiel schon Mandelmilch oder Kartoffelkäse probiert?

Häufig verzehren wir viele Milchprodukte, ohne es überhaupt zu bemerken, denn sie sind in verschiedenen Rezepten und alltäglichen Lebensmitteln enthalten. Zum Beispiel in Cremesuppen, gefüllten Nudeln, Eiscreme, Milchkaffees, Milchshakes, Butter usw.

Als ob das nicht genug wäre, verschlimmern die Konsistenz und die Beschaffenheit von Milchprodukten die Schleimproduktion und damit die Verstopfung. Das erschwert bei einem Asthmaanfall das Atmen.

Rotes Fleisch

Auch hier müssen wir über gesättigte Fette sprechen, denn Fleisch enthält sie in großen Mengen. Es gibt zwar Ausnahmen wie Lammfleisch, das magerer ist, aber die Wahrheit ist, dass Rind- oder Schweinefleisch die Asthmasymptome verschlimmern.

Nach Untersuchungen, die in der Zeitschrift Nutrition veröffentlicht wurden, besteht bei den jenigen, die viel rotes Fleisch essen, eine höhere Wahrscheinlichkeit, Asthma zu entwickeln. Daher wäre es ratsam, den Konsum zu minimieren (z. B. auf einmal pro Woche) und häufiger Huhn, Pute und Fisch zu genießen.

Asthmatiker sollten Zitrusfrüchte und Tomaten vermeiden

Zitrusfrüchte

Weitere Lebensmittel, die Asthmatiker vermeiden sollten, sind Zitrusfrüchte und Tomaten. Sie enthalten zwar gesundheitsfördernde Nähr- und Ballaststoffe, haben aber auch einige Bestandteile, die bei manchen Asthmatikern die Symptome verschlimmern können.

Du musst nicht von heute auf morgen auf den Verzehr dieser Lebensmittel verzichten, aber versuche zumindest, deinen Konsum zu reduzieren. Um genau zu wissen, was du in dieser Hinsicht tun solltest, fragst du am besten deinen Arzt oder deine Ärztin.

Salzhaltige Lebensmittel

Zu viel Natrium im Körper verursacht Nierenprobleme, Übergewicht und Ödeme in den Beinen. Darüber hinaus kann es sich auch negativ auf Asthmapatienten auswirken. Dies geschieht, weil Salz die Reaktionen des Immunsystems verstärkt und Asthmasymptome auslöst.

Laut den Autoren Mickleborough und Fogarty kann eine natriumarme Ernährung über einen Zeitraum von 2 bis 5 Wochen die Lungenfunktion verbessern und die bronchiale Reaktivität bei Asthmapatienten verringern.

Daher solltest du sehr wenig Salz in deinen Gerichten verwenden, auf ultra-verarbeitete Lebensmittel wie Dosensuppen oder Instant-Kartoffelpüree, Chips und generell Snacks verzichten. Am besten ist es, den Salzstreuer nicht auf den Tisch zu stellen und die Verpackungen der Lebensmittel, die du auf dem Markt kaufst, genau durchzulesen, denn viele Produkte enthalten “verstecktes Natrium”(auch Süßigkeiten enthalten Salz).

Diesen Artikel solltest du ebenfalls lesen: Übermäßiger Salzkonsum: 6 Tatsachen

Transfette

Sie werden auch als hydrierte Fette bezeichnet und entstehen durch ein Verfahren, bei dem Wasserstoff zu Pflanzenöl hinzugefügt wird. Sie sind alles andere als gesund und erhöhen das Risiko für Herzkrankheiten oder Diabetes. Darüber hinaus verschlimmern sie die Symptome von Asthmatikern.

Daher solltest du alle Produkte vermeiden, die Transfette enthalten. Dazu gehören Margarine, frittierte Gerichte in Restaurants und teilweise hydrierte Öle. Diese Fette sind auch in industriell gefertigten Keksen und Backwaren, Kuchen und Teigen enthalten.

Wähle stattdessen Lebensmittel mit “guten Fetten” wie Oliven- und Rapsöl (Bio), Leinsamen und Nüsse wie Mandeln und Walnüsse. Auf diese Weise lassen sich nicht nur deine Asthmasymptome verringern, sondern auch viele andere Krankheiten verhindern.

Asthmatiker sollten auf Lebensmittel mit Sulfiten verzichten

Bei manchen Menschen kann der Verzehr großer Mengen von Produkten, die mit Sulfiten (einem in Lebensmitteln verwendeten Konservierungsmittel) behandelt wurden, Asthmasymptome auslösen. Aus diesem Grund ist es am besten, den Verzehr folgender Produkte zu vermeiden oder einzuschränken:

  • Getrocknetes Obst und Gemüse
  • Abgepackte Kartoffeln
  • Wein und Bier
  • Abgefüllter Limetten- und Zitronensaft
  • Frische und gefrorene Shrimps
  • Eingelegte Lebensmittel

Asthmatiker sollten viele magnesiumreiche Lebensmittel verzehren

Asthmatiker sollten magnesiumreiche Lebensmittel verzehren.

In der Ernährung von Asthmatikern dürfen magnesiumreiche Lebensmittel keinesfalls fehlen. Dieser Mineralstoff ist notwendig, um die Muskeln zu entspannen und die Gesundheit des Atmungssystems zu fördern. Magnesium wirkt entzündungshemmend und bronchienerweiternd.

Es ist in verschiedenen Lebensmitteln enthalten, z. B. in Haferflocken, Weizenkeimen, Nachtkerzenöl, Nüssen (Pistazien, Walnüssen), Samen, Hülsenfrüchten und natürlich in verschiedenen Obst- und Gemüsesorten.

Noch Fragen? Wende dich an deinen Arzt

Eine gesunde Ernährung ist eine hervorragende Möglichkeit, deinem Körper alles zu geben, was er benötigt, um langfristig gesund zu bleiben. Deshalb solltest du nicht nur versuchen, dich nach deinen individuellen Bedürfnissen zu ernähren, sondern auch wissen, was du je nach Gesundheitszustand meiden solltest, um dein Wohlbefinden nicht zu beeinträchtigen.

Denke immer daran, dass du deinen Arzt oder deine Ärztin konsultieren und seinen/ihren Empfehlungen folgen solltest, wenn du dir nicht sicher bist, wie du dich ausgewogen ernähren sollst. Außerdem kannst du einen Ernährungsberater konsultieren.

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