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Arten der Psoriasis (Schuppenflechte)

Schuppenflechte ist nicht gefährlich, aber sehr unangenehm. Es handelt sich um eine Erbkrankheit, die sich zum Teil durch sehr starke Ausbrüche sichtbar machen kann, welche das Selbstwertgefühl beeinflussen können.

Psoriasis oder Schuppenflechte ist eine chronische Hautkrankheit, die zu roten Flecken und Juckreiz führt.

Darüber hinaus schuppt sich die Haut, wobei es zu einer weißlich-silbrigen Färbung je nach Ausprägung der Krankheit kommen kann.

Was ist Schuppenflechte?

Es handelt sich um eine Autoimmunkrankheit, bei der die weißen Blutkörperchen zu schnell agieren.

Dadurch regenerieren sich die Hautschichten schneller als normalerweise, was zu Schuppenbildung, Hautreizung und zu Juckreiz führt.

Meist wird diese Krankheit vererbt, wobei Männer häufiger davon betroffen sind als Frauen. Wenn es also in deiner Familie keine Betroffenen gibt, sind die Möglichkeiten, dass du daran leidest minimal.

Der Auslöser für Psoriasis ist häufig physische und psychologische Erschöpfung durch großen Stress und Überlastung von Körper und Geist.

Ein unsteter Lebensstil, Probleme in der Arbeit oder persönliche schwierige Situationen über einen längeren Zeitraum können diese Krankheit auslösen.

Lesetipp: Natürliche Mittel zur Linderung von Schuppenflechte

Welche Arten von Schuppenflechte gibt es?

Es gibt verschiedene Arten an Psoriasis. Um die richtige Behandlung anzuwenden ist es sehr wichtig zu wissen, um welche Art es sich genau handelt.

Plaque-Psoriasis

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Dies ist die am häufigsten auftretende Art der Schuppenflechte, bei der Plaques in unterschiedlicher Größe und Anzahl auftreten. Meist bilden sich die Hautläsionen an Knien, Ellbogen, im Gesicht, an den Ohren oder auf dem Rücken. 

Die klar abgegrenzten Plaques verschwinden mit gewöhnlichen Salben nicht. Sie haben am Rand eine stärkere Rotfärbung als in der Mitte.

Plaque-Psoriasis führt zu starkem Juckreiz und beim Kratzen können kleine Bluttropfen entstehen.

Wenn diese Art der Schuppenflechte die Kopfhaut angreift, kommt es zu weißen Schuppen.

Befallene Nägel spalten sich, manchmal trennt sich der Nagel sogar vom Nagelbett.

Psoriasis guttata

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Hier kommt es meist zu kleinen roten Flecken am Rumpf und den Extremitäten, diese bedecken jedoch keine große Fläche.

Auch die Ohren, das Gesicht oder die Kopfhaut können davon in geringerem Ausmaß betroffen sein. Diese Art ist bei Personen unter 30 Jahren häufiger vorzufinden.

Dabei kommt es zu weniger starken Läsionen wie bei Plaque-Psoriasis.

Personen mit Streptococcus sind gefährdeter, Schuppenflechte zu erben und entwickeln diese meist in kaltem Klima, das zu trockener Haut führt. 

Psoriasis pustulosa

Diese Form der Psoriasis ist vorwiegend bei Erwachsenen anzutreffen. Dabei kommt es zur Pustelbildung mit nicht infektiösem Eiter und auch zur Rötung der umliegenden Haut.

Die Haut wird meist schon vor der Bildung der Pusteln rot. Darüber hinaus treten Juckreiz und Schmerzen an den betroffenen Stellen auf.

Erythrodermische Psoriasis 

Hier handelt es sich um eine der gefährlichsten Arten der Psoriasis, da davon große Hautflächen betroffen sind. Diese Erkrankung führt zu roten Flecken, wobei gleichzeitig Psoriasis pustulosa auftritt.

Am häufigsten kommt es dazu bei Personen, die an unstabiler Plaque-Psoriasis leiden, wenn die Läsionen endlos andauern.

Psoriasis inversa

Diese tritt vorwiegend in Körperbeugen und Hautfalten, wie Achseln, Leistengegend und unter den Brüsten auf. Sie ist ganz besonders unangenehm, denn der Schweiß macht die Haut an diesen Stellen sehr sensibel.

Meist treten große Flecken ohne Schuppung auf. Diese Art der Schuppenflechte ist einfach zu spüren, sie betrifft große Flächen in den Körperbeugen oder Hautfalten.

Nagelpsoriasis 

Wenn es zu Juckreiz an den Nägeln, Krümelbildung oder Schuppenbildung kommt, ist dafür meist Nagelpsoriasis verantwortlich. Diese ist der Schuppenflechte auf der Kopfhaut sehr ähnlich.

Schuppenflechte am Kopf

Oft wird Schuppenflechte am Kopf mit starken Schuppen verwechselt, wobei normalerweise Personen davon betroffen sind, die auch an einer anderen Art von Psoriasis leiden.

Diese Psoriasis beginnt mit feinen Schuppen, die allmählich immer dichter und dicker werden und sich über die gesamte Kopfhaut und auch bis zu den Ohren, der Stirn und dem Hals ausbreiten können.

Artritis psoriatica (Schuppenflechtenarthritis)

Personen, die auch an einer anderen Form von Psoriasis leiden und sich meist in einem Alter zwischen 30 und 50 Jahren befinden, können auch an Schuppenflechtenarthritis erkranken.

Zu den häufigsten Symptomen zählen folgende:

  • Entzündung
  • Schmerzen an Gelenken und nahestehenden Stellen
  • Steife oder Blockade in den Gelenken
  • Müdigkeit und eingeschränkte Bewegungen
  • Rötung der Augen und Beeinträchtigung der Sehnen

In diesem Fall ist es sehr wichtig, die Krankheit frühzeitig zu diagnostizieren und richtig zu behandeln, damit die Gelenke keinen dauerhaften Schaden nehmen.

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Psoriasis und Depression

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Es kommt häufig vor, dass Personen mit Psoriasis auch eine Tendenz zu Depressionen aufweisen.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Hautbild wenig attraktiv ist und die Aufmerksamkeit der Mitmenschen auf sich zieht, was das Selbstwertgefühl stark beeinflussen kann. 

Aus diesem Grund ist es bei einer Erkrankung an Schuppenflechte sehr wichtig, Unterstützung in der Familie und bei Freunden zu suchen, die die Krankheit verstehen und den Patienten Mut machen.

Vergiss nicht, dass von Selbstmedikation auf jeden Fall abzuraten ist.

Dein Immunsystem ist anders als bei anderen Personen, deshalb sind zur Behandlung auch andere Arzneimittel notwendig, die individuell angepasst werden müssen.