Die häufigsten Hautkrankheiten

· 20 Juli, 2016
Die Haut ist das größte Organ des Menschen und ein wahres Wunderwerk. Sie hält Krankheitserreger durch spezielle Immunzellen fern, reguliert die Körpertemperatur, sendet Botschaften, schützt vor UV-Strahlung und Chemikalien und hat verschiedenste andere Aufgaben. 

Hautkrankheiten belasten nicht nur den Körper, sondern häufig auch das Selbstwertgefühl. Denn oft sind sie auf den ersten Blick erkennbar und beeinträchtigen das Erscheinungsbild.

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und ein wahres Wunderwerk. Sie hält Krankheitserreger durch spezielle Immunzellen fern, reguliert die Körpertemperatur, sendet Botschaften, schützt vor UV-Strahlung und Chemikalien und hat verschiedenste andere Aufgaben.

Die richtige Pflege ist deshalb grundlegend für die Allgemeingesundheit und das Wohlbefinden. Doch nicht immer ist die Vorsorge ausreichend oder wirksam. 

Wir gehen heute näher auf die häufigsten Hautrkankheiten ein. Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren.

Die häufigsten Hautkrankheiten

Hautkrebs

Die häufigsten Hautkrankheiten: Hautkrebs

Als Hautkrebs bezeichnet man bösartige Veränderungen der Haut, wobei es verschiedene Arten gibt.

Die bösartigen Zellen vermehren sich in der obersten Hautschicht, der Epidermis. Dies ist an Hautveränderungen erkennbar. Deshalb sollte man sich regelmäßig selbst untersuchen und beim kleinsten Verdacht zum Arzt gehen.

Häufig ist vermehrte Sonnenexposition der Grund für Hautkrebs. Denn dadurch wird die DNA der Zellen verändert, was mit der Zeit zu bösartigen Wucherungen führen kann. 

Besonders gefährdet sind deshalb Gesicht, Hals, Hände und Arme. Es gibt drei verschiedene Behandlungsmöglichkeiten: Chirurgie, Chemotherapie und Strahlentherapie. 

Vorsorge ist der beste Schutz! Setze dich nicht zu lange intensiver Sonnenstrahlung aus und schütze dich mit Sonnencreme.

Atopische Dermatitis (Ekzem)

Hauterkrankungen an den Armen

Es handelt sich um eine chronische Hautkrankheit, bei der das Immunsystem überreagiert, was zu verschiedenen Symptomen führt: Rötungen, Bläschen Schwellungen…

Oft liegt eine genetische Veranlagung vor. Durch eine gestörte Hautbarriere können auch Bakterien, Pilze, Viren oder Allergene einfacher eindringen. Stress und psychische Belastungen können die Beschwerden verschlimmern.

Der starke Juckreiz führt oft zu Schlafstörungen, was sich natürlich auch auf die Leistung und Konzentration auswirkt.

Bei dieser Krankheit benötigt die Haut spezielle Pflege. Verwende möglichst natürliche, sanfte Pflegeprodukte und lass dich von deinem Hautarzt beraten.

Alopecia areata

Hauterkrankungen am Kopf

Hier geht es um eine Krankheit der Haarfollikel, die zu Haarausfall und kahlen Stellen auf der Kopfhaut führt. Die Diagnose erfolgt durch eine Hautpiopsie.

Genetische Faktoren spielen in diesem Fall eine wichtige Rolle. Meist sind mehrere Familienmitglieder von dieser Hautkrankheit betroffen.

Wenn es sich um eine Autoimmunschwäche handelt, werden Antikörper produziert, auf die das Immunsystem nicht angemessen reagieren kann. Behandelt wird oft mit Foto-Chemotherapie. Es gibt jedoch auch andere Alternativen.

Akne

Hauterkrankungen diagnostizieren

Auch Akne gehört auf die Liste der häufigsten Hautkrankheiten. Wenn sich die mikroskopisch kleinen Poren der Haut verstopfen, entstehen Mitesser und Pickel.

Von Mitessern (oder Komedos) spricht man, wenn ein schwarzer Propf eine Talgdrüse verstopft. Als Whitehead bezeichnet man den kleinen weißen Punkt, der sich meist in der Mitte eines Pickels bildet.

Die Ursachen für Pickel sind vielfältig. Auch hier spielen oft genetische Faktoren eine Rolle. Doch auch die Ernährung ist grundlegend.

Hormonelle Veränderungen produzieren in der Pubertät häufig Akne, was auch zu einem verminderten Selbstwertgefühl führen kann.

Starke Akne muss auf jeden Fall ärztlich behandelt werden, um die Narbenbildung zu verhindern. Darüber hinaus ist die regelmäßige und gründliche Reinigung des Gesichtes sehr wichtig. Auch hier kann dich dein Hautarzt beraten.

Scabies (Krätze)

Hauterkrankungen

In diesem Fall handelt es sich um eine parasitäre Hautkrankheit: Milben siedeln sich in der Haut an und legen hier ihre Eier. Diese Krankheit kann übertragen werden und führt zu Ausschlägen, Juckreiz und Hautrötungen.

Hygienemaßnahmen sind in diesem Fall grundlegend: So sollte zum Beispiel die Kleidung gründlichst gewaschen werden, um zu verhindern, dass sich darin Milben ansammeln.

Darüber hinaus wird dir dein Hautarzt eine Salbe verschreiben, um die Krankheit zu heilen.

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Psoriasis

Hauterkrankungen behandeln

Psoriasis oder Schuppenflechte zählt ebenfalls zu den häufigsten Hautkrankheiten. Es bilden sich vermehrt Schuppen auf der Haut, die auch gerötet ist und Juckreiz verursacht.

Der Zellerneuerungsprozess verläuft bei dieser entzündlichen Hautkrankheit schneller als normal. Sehr oft entsteht Schuppenflechte auf der Kopfhaut, an den Ellbogen und den Knien.

Die genauen Ursachen sind nicht abschließend geklärt. Dein Hautarzt wird dich genau untersuchen und dir mögliche Behandlungen empfehlen. 

Warzen

Hauterrkankungen erkennen

Warzen sind meist gutartige Geschwulste, die durch humane Papillomviren verursacht werden. Hygiene ist sehr wichtig, damit nicht andere Bereiche oder Personen durch Kontakt- oder Schmierinfektion nicht auch damit infiziert werden. 

Die Krankheit ist in den meisten Fälle harmlos, doch sobald man mit dem Virus infiziert ist, bleibt dieser latent im Körper vorhanden. Er kann jederzeit wieder aktiv werden. 

Dein Hautarzt wird die Warze je nach Körperbereich und Art behandeln. Dafür gibt es verschiedene Alternativen: Chirurgie, Kryotherapie, Kauterisation usw.

Rosazea

Hauterkrankungen behandeln

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Diese Hautkrankehit tritt meist im mittleren Gesichtsbereich auf. Sie äußert sich durch Rötungen und Schwellung. Auch Papeln und Pusteln können auftreten.

Die Ursachen sind noch nicht ausreichend geklärt. Vermutlich spielen dabei verschiedene Faktoren zusammen. So kann zum Beispiel eine Regulationsstörung der Gefäßversorgung Auslöser sein.

Diese Krankheit ist vererbbar, kann jedoch auch durch äußere Faktoren ausgelöst werden. So zum Beispiel durch sehr hohe oder niedrige Temperaturen, körperliche Anstrengungen. Auch die Wechseljahre können dabei eine Rolle spielen.

In der Regel behandelt man Rosazea mit Antibiotika, die äußerlich oder innerlich effektiv wirken können.

Pflege deine Haut so gut wie möglich, um im Rahmen des Möglichen diesen Hautkrankheiten vorzubeugen.

  • Werfel, T., Schwerk, N., Hansen, G., & Kapp, A. (2014). Diagnostik und stufentherapie der neurodermitis. Deutsches Arzteblatt International. https://doi.org/10.3238/arztebl.2014.0509
  • Lehmann, P. (2017). Rosazea. Aktuelle Dermatologie. https://doi.org/10.1055/s-0042-118939
  • Blum, A., & Volkenandt, M. (2002). Hautkrebs. Deutsche Medizinische Wochenschrift. https://doi.org/10.1055/s-2002-33376