Tägliche Pflege der Kopfhaut

Viele von uns, vor allem die Frauen, träumen von schönem Haar. Es soll so aussehen, wie man es aus Zeitschriften und von Werbeplakaten kennt. Dazu wird dann häufig eine Vielzahl von Cremes und Kuren angewendet, ohne auf die Kopfhaut zu achten, aus der unsere Haare hervorgehen. Wir erklären dir hier, wie du deine Kopfhaut täglich pflegen kannst, wie du Schuppen vorbeugst und schöneres Haar erhältst.

Eine gesunde Kopfhaut = schönes Haar

Damit dein Haar immer so aussieht, als würdest du gerade aus einem Schönheitssalon kommen, musst du keine Unsummen für Pflegeprodukte und Behandlungen ausgeben. Es ist wichtig, dass du deine Kopfhaut pflegst. Du kannst zwar das beste Pflegemittel einsetzen, um wunderschöne Haare zu erhalten, wenn der Haarschaft allerdings einer geschädigten Kopfhaut entwachsen soll, wirst du keinen Erfolg haben.

Trockenheit, eine erhöhte Talgproduktion, Schmutz, Sonnenexposition und fehlende Pflege sind die Hauptursachen für Haarprobleme: Haarausfall und Glatzenbildung, Schuppenbildung, dünnes Haar, Juckreiz, seborrhoische Dermatitis etc. Wenn du wirklich schönes Haar haben möchtest, musst du deine Aufmerksamkeit zuerst deiner Kopfhaut widmen und die Probleme wortwörtlich bei der Wurzel angreifen.

Tipps zur Kopfhautpflege

Folgende grundlegende Hinweise für eine gesunde Kopfhaut werden dir sehr hilfreich sein. Pass gut auf und befolge sie genau.

Reinigung

Obwohl du es vielleicht noch nicht bemerkt hast, sammelt sich auf der Kopfhaut jede Menge Schmutz an (Staub, abgestorbene Hautzellen, Shampooreste und so weiter). Die Poren verstopfen und behindern die Versorgung der Haarfollikel, sodass das Haar förmlich erstickt. Es wird schwächer und brüchig. Das gesunde Mittelmaß für die Haarwäsche liegt zwischen täglich und einmal wöchentlich. Wenn du deine Haare täglich wäscht, kann sich das nachteilig auf die Gesundheit deiner Haare auswirken. Du wäscht wichtige Nährstoffe ab und lässt ein vollständiges Abtrocknen der Haarwurzel nicht zu. Im Idealfall wäscht du deine Haare alle drei Tage und wenn möglich mit natürlichem Shampoo und Spülung (wie zum Beispiel jene auf Basis von Hafer, Avocado oder Honig). So kann die Kopfhaut ihre eigenen Naturöle bilden.

Massagen

Nach einem stressigen Tag tut eine Massage wirklich gut und entspannt. Eine Kopfhautmassage beeinflusst darüber hinaus auch Gesundheit und Schönheit. Die Fingerkuppen, niemals aber die Fingernägel, massieren die Kopfhaut dafür täglich in kreisenden Bewegungen, so regen sie die Blutzirkulation und damit die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen an. Auch Staub, der sich im Haar ansammelt, wird so entfernt. Übe nur leichten Druck aus und verwende, wenn du magst, ein ätherisches Öl. Olivenöl eignet sich besonders, wenn du unter Schuppen leidest.

Masken

Haarmasken

Hausgemachte Pflegemasken sind für schönes Haar sehr zu empfehlen, die Anwendung von Masken sollte deshalb zur Routine in deiner Schönheitspflege werden. Trage dazu einmal wöchtenlich eine Mischung aus folgenden Zutaten auf die Kopfhaut auf:

  • 1 Naturjoghurt
  • 2 Esslöffel Bienenhonig (60 g)

Die Mischung ergibt eine Art Paste, die du über die gesamte Kopfhaut verteilen und 15 Minuten einwirken lassen solltest. Spüle dein Haar anschließend mit reichlich lauwarmem Wasser aus. Die Maske wirkt keimabtötend, revitalisierend und regenerierend. Wenn deine Kopfhaut sehr trocken ist, kannst du den Honig auch durch Aloe Vera Gel ersetzen.

Ernährung

Schönheit kommt von innen, daran musst du immer denken. Bei unangepasster Ernährung kannst du trotz Shampoos, Kuren und Masken kaum kräftiges, glänzendes Haar erzielen. Dein Speiseplan sollte vor allem Obst und Gemüse, Samen, Hülsenfrüchte, Trockenfrüchte und Vollkornmehle umfassen. Wenn deinem Körper die nötigen Nährstoffe fehlen, dann wird das an deinem Äußeren sichtbar. Vergiss deshalb in deiner täglichen Diät folgende Lebensmittel nicht:

  • Sellerie
  • Luzerne
  • Karotte
  • Meeresalgen
  • Fische, z.B. Lachs
  • Nüsse
  • Mandeln
  • Pflanzliche Milch und Öle
  • Avocado
  • Olivenöl

Häufige Kopfhautprobleme

Schuppenbildung

Schuppenbildung, Psoriasis und seborrhoische Dermatitis zählen zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen der Kopfhaut. In der Regel erkennt man diese Erkrankungen im Bereich der Ohren, der Stirn, des Nackens und des Scheitels am ehesten. Schuppen bilden sich, wenn sich eine große Menge abgestorbener Zellen ansammeln, und sehen wirklich nicht schön aus. Man kann gegen Schuppen zum Beispiel mit Shampoo aus Heilkräutern vorgehen.

Bei den Personen, die unter einer Psoriasis der Kopfhaut leiden, zeigen sich gewöhnlich neben einer noch stärkeren Schuppenbildung auch Symptome einer Hautentzündung. Falls du dich zu diesem Personenkreis zählst, dann kämme dein Haar nicht zu oft und verwende zum Kämmen generell eine Bürste mit weichen Borsten. Kratze dich nicht und versuche die Schuppen auch nicht zu entfernen, sei sowohl beim Waschen als auch beim Trocknen der Haare sehr vorsichtig. Verwende keinen Fön und trage niemals aggressive Produkte auf deine Kopfhaut auf.

Meide Stress und ähnlich belastende Situationen, da auch diese zu einer vermehrten Schuppenbildung beitragen können. Auch an ungeeignete Gewohnheiten beim Waschen der Haare oder an die Verwendung besonderer Pflegeprodukte muss gedacht werden. Falls du einen Zopf trägst, achte darauf, dein Haar nicht in feuchtem Zustand zusammenzubinden und generell nicht zu fest. Haarfärbemittel und Tönungen sollten so wenig wie möglich verwendet werden. Falls du die Möglichkeit dazu hast, sind Bäder in Meereswasser zur Regulation der Talgproduktion der Kopfhaut sehr zu empfehlen. Massagen mit Olivenöl oder Arnika ergänzen die tägliche Kopfhautpflege optimal.

Juckreiz

Achte darauf, was dir deine Kopfhaut mitteilt. Lege Gewohnheiten ab, die sich negativ auf die Gesundheit von Kopfhaut und Haar auswirken können. So wird dein Haar viel schöner, so wie du es dir immer erträumt hast.

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