15 wissenswerte Daten über Fibromyalgie

11 August, 2015
Auch wenn Fibromyalgie chronisch und unheilbar ist, muss diese Krankheit dein Leben nicht dominieren. Versuche, Dinge zu machen, die dir Spaß bereiten und jeden Augenblick zu genießen.

Weltweit leiden zahlreiche Personen an Fibromyalgie, insbesondere Frauen sind von dieser Krankheit betroffen. Chronische Muskel- und Knochenschmerzen sowie andere Symptome wie Erschöpfung, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Depression oder Gelenkssteife erschwerden dabei oft den Alltag.

Gibt es eine wirksame Behandlung dieser Krankheit? Leider nein, noch nicht. Die Symptome sind sehr breit gefächert, doch der genaue Ursprung ist noch unbekannt. Die Behandlungen reduzieren sich deshalb darauf, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Dabei spielt auch die psychologische Unterstützung eine bedeutende Rolle.

In diesem Beitrag zählen wir wissenswerte Aspekte auf, die die Symptome lindern können. Wenn man den „chronischen Feind“ etwas besser kennt, können auch neue Strategien gefunden werden, um diesen zu bekämpfen. Anschließend erfährst du mehr darüber.

Mögliche Ursachen für Fibromyalgie, die du kennen solltest

Das American College of Rheumatology (ACR) informiert, dass diese Krankheit bei jedem anders verläuft und unterschiedliche Symptome mit sich bringt. Es gibt kein einheitliches Krankheitsbild, manche leiden an Muskelschmerzen, andere nur an Gelenkschmerzen, bei manchen Patienten kommt es zu einem kognitiven Verfall oder zu schweren Depressionen. Deshalb ist die Diagnose und Behandlung von Fibromyalgie auch sehr schwierig. Das ACR weist jedoch auch darauf hin, dass verschiedene Aspekte auf den Ursprung der Fibromyalgie hinweisen und helfen können, dieses stark behindernde Leiden besser zu verstehen.

1. Schilddrüsenprobleme

Schilddrüsenstörungen können zu chronischer Müdigkeit und auch zu Gelenkschmerzen oder Schlafstörungen führen. Verschiedene Studien zeigen auf, dass viele Fibromyalgie-Patienten, bei denen Schilddrüsenstörungen korrekt behandelt werden, nicht mehr an Symptomen wie Müdigkeit, Depressionen oder Schlafstörungen leiden.

2. Vitaminmangel

Die Experten des ACR bestätigen, dass Fibromyalgie-Patienten meist einen sehr niedrigen Magnesiumspiegel aufweisen und oft auch an einem Mangel an Vitamin B12 und Vitamin D leiden.

3. Bakterien im Dünndarm

Bakterien

Wie du sicher weißt, ist unser Darm von gutartigen Bakterien besiedelt, die uns vor Krankheiten schützen. Viele Fibromyalgie-Patienten leiden jedoch an einem kranken Darm, genauer gesagt an einer Krankheit, die als Durchlässiger Darm Syndrom bezeichnet wird. Bei diesem Leiden befinden sich zu viele schädliche Bakterien im Darm, die in den Blutstrom geraten.

4. Glutenunverträglichkeit

Glutenunverträglichkeit wird mit 55 verschiedenen Krankheiten in Verbindung gebracht. Dazu gehören nicht nur Verdauungsstörungen, auch neurologische Beschwerden oder sogar Gedächtnisverlust, chronische Müdigkeit, Depression, Muskelschmerzen und Schlafstörungen können dadurch verursacht werden.

5. Kandidose

Der Pilz Candida albicans besiedelt den Darm und kann ebenfalls für verschiedenste Beschwerden verantwortlich sein. Wenn sich dieser nämlich übermäßig vermehrt, kann er in den Blutstrom gelangen und Gelenkschmerzen, Konfusion, Verdauungsprobleme, Müdigkeit u.a. verursachen.

6. Genmutation

Neueren Studien ist zu entnehmen, dass das Gen MTHFR ebenfalls Fibromyalgie auslösen könnte. Dieses Gen kann Probleme bei der Synthese von Blei und Merkur verursachen und beispielsweise bewirken, dass diese Schadstoffe nicht korrekt ausgeleitet werden. Es gibt ärztliche Proben, die das Vorhandensein dieses Gens nachweisen können.

Alternative Behandlungsmöglichkeiten, die du kennen solltest

yoga-meditation-natur-entspannung

Zusätzlich zur ärztlichen Behandlung solltest du in deinem Alltag verschiedene Veränderungen einführen, um die Lebensqualität zu verbessern. Die Fibromyalgie ist ein unangenehmer Begleiter, der sich bereits beim Aufwachen bemerkbar macht. Verschiedene Strategien können jedoch helfen, diesen zu kontrollieren, die Auswirkungen zu lindern und so für mehr Wohlbefinden zu sorgen.

Beachte folgende Empfehlungen:

1. Entspannungsübungen

Es ist wichtig, dass du dir täglich eine Stunde Zeit nimmst, um Entspannungstechniken zu lernen, an nichts zu denken und tief durchzuatmen. Das innerliche Gleichgewicht zwischen Körper und Geist wird dir helfen, die Schmerzen besser zu bekämpfen und zu ertragen.

2. Korrekte Ernährung

Auf folgende entzündungsfördernde Nahrungsmittel solltest du verzichten:

  • Zucker
  • Salz
  • Süßwaren
  • Vorgekochtes und Fertiggerichte
  • rotes Fleisch
  • Milchprodukte
  • kohlensäurehaltige Getränke
  • Wurstwaren

Folgende Nahrungsmittel sind zu empfehlen (basenbildende Diät)

  • Kaltwasserfisch
  • Avocado
  • Olivenöl
  • rohes Obst mit Schale (keine Fruchtsäfte), insbesondere Vitamin-C-reiches Obst
  • frisches Gemüse, am besten roh (Tomaten, Zwiebeln, Paprika, Brokkoli, Knoblauch…)
  • Hühlsenfrüchte
  • Leinsamen
  • Chia-Samen

3. Massagen und sanfte Bewegung

Massagen können die Schmerzen um bis zu 20 – 30% reduzieren. Drei Sitzungen in der Woche sind ausreichend, um gute Resultate zu erzielen. Du kannst dich dabei entspannen und wirst dich leichter fühlen. Deine Gelenke werden damit weniger steif sein. Auch sanfte Bewegung wie Yoga, das du zu Hause ausüben kannst, ist sehr hilfreich, um die Beweglichkeit zu verbessern.

Abschließende Aspekte, die du beachten solltest

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1. Führe ein Schmerztagebuch

Es empfiehlt sich, ein Tagebuch über die Schmerzen, Rückfälle und Verbesserungen zu führen. An manchen Tagen spürst du weniger Schmerzen, deshalb ist es wichtig, herauszufinden, was du an diesen Tagen gemacht oder nicht gemacht hast und was dir möglicherweise Erleichterung bringt. Vergiss nicht, dass jeder Patient unterschiedlich reagiert und du selbst deinen Körper am besten beobachten kannst.

2. Beachte alle Alternativen

Manche Patienten vertrauen nur in die konventionelle Medizin und weigern sich, alternative Therapien, wie beispielsweise Entspannungstechniken oder eventuell eine psychologische Behandlung gegen Depressionen oder emotionale Beschwerden, durchzuführen. Vergiss nicht, dass Fibromyalgie durch verschiedene physische und psychologische Faktoren ausgelöst werden kann, die unterschiedlich behandelt werden sollten.

3. Suche Hilfe bei deiner Familie, deinen Freunden und deinem Arzt

Soziale Unterstützung erleichtert den Alltag. Du wirst dich so besser fühlen und eine Isolierung verhindern, zu der es oft kommt, wenn die Patienten denken, dass niemand sie verstehen kann. Suche die beste Hilfe und Unterstützung für dich!

4. Erlaube nicht, dass die Fibromyalgie dein Leben dominiert

Schmerzen nehmen uns gefangen, doch wenn du nachgibst bleibt dir nichts als Leiden. Lass das nicht zu! Versuche, im Rahmen deiner Möglichkeiten ein normales Leben zu führen und dein Gück und und deine Motivation in Dingen, die dir Spaß machen zu finden. Stehe jeden Tag auf und versuche, die Krankheit in den Hintergrund zu stellen.

Jede Anstrengung und jede Hilfe lohnt sich!

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