10 kalziumreiche Lebensmittel ohne Milch

Wusstest du, dass es Nahrungsmittel gibt, die mehr Kalzium als Milch enthalten? Dazu zählen beispielsweise Mohn und die Wakame-Alge. Diese zeichnen sich durch bis zu 10 Mal mehr Kalzium aus.

Wenn wir an Kalzium denken, fallen uns sofort Milch, Joghurt, Käse etc. ein, doch es gibt viel bessere und weitaus gesündere Kalziumquellen. In diesem Beitrag werden wir einige davon nennen.  

Kalzium für jeden

Kalzium findet sich in zahlreichen Nahrungsmitteln, die auch für Vegetarier und Veganer sowie für Personen mit Laktoseintoleranz geeignet sind.

Folgende Nahrungsmittelgruppen enthalten viel Kalzium:

  • Getränke und Säfte aus Obst und Gemüse
  • grünes Blattgemüse
  • Trockenfrüchte
  • Mineralwasser

Kalzium 2

  • Grünes Blattgemüse ist eine der wichtigsten Kalziumquellen, die es gibt. Grünkohl enthält z.B. 135 mg Kalzium pro 100 Gramm (im Rohzustand). Zudem enthält er auch Provitamin A, sowie die Vitamine K und C. Er wird als „Superfood“ angesehen. Weitere gute Optionen aus dieser Gruppe sind Mangold und Spinat. Diese können gekocht und mit anderen Gemüsesorten, gegessen werden und eignen sich auch als Füllung, auf Pizzas, im Salat etc.
  • Trockenfrüchte: Am meisten Kalzium enthalten Mandeln (264 mg Kalzium pro 100 Gramm). Sie sind zudem reich an Magnesium, den Vitaminen E, B2 sowie Mangan und helfen bei der Senkung der Cholesterinwerte. Andere gute Alternativen sind Paranüsse (160 mg pro 100 Gramm), sowie Haselnüsse. Man kann diese Trockenfrüchte als Vorspeise oder als Snack zwischen den Mahlzeiten (etwa eine Handvoll) essen. Selbstverständlich sind sie auch dazu geeignet, Gebäck zu verzieren und können auch als Pflanzenmilch genossen werden.

Kalzium 3

  • Getrocknete Aromakräuter werden oft in kleinen Mengen angewendet, wir sollten uns jedoch angewöhnen, alle Gerichte damit anzureichern. Sie würzen das Essen nicht nur wunderbar, sondern enthalten auch viel Kalzium. Einige dieser Kräuter kann man als Aufguss trinken, so wie beispielsweise Dill, Majoran, Salbei, Oregano, Minze und getrockneter Basilikum.
  • Sesamsamen liefern im gerösteten Zustand viel Kalzium. Damit kann man auch Tahin zubereiten, eine Creme, die besonders in der arabischen Küche verwendet wird. Die Samen sind reich an den Vitaminen B1 und B6 sowie an Magnesium und Kupfer. Auch auf Kuchen, Brot oder in Säften schmecken sie ausgezeichnet.
  • Leinsamen haben einen ähnlichen Kalziumgehalt wie Sesamsamen. Leinsamenöl wirkt entzündungshemmend und kann Arteriosklerose bekämpfen. Leinsamenbrot kann auch zu Hause gebacken werden. Die Samen können ebenfalls in Säften, Gebäck, Salaten, Saucen und Cremes verzehrt werden.
  • Hülsenfrüchte sind eine sehr gute Kalziumquelle (sie bestehen aus 13% Kalzium). Insbesondere weiße und schwarze Bohnen sind sehr kalziumreich. Sie haben zudem auch andere Vorteile: Sie regulieren den Blutzuckerspiegel und den Blutdruck. Allerdings sollte man sie in Maßen genießen, weil man sonst Blähungen bekommt. Hülsenfrüchte können mit Gemüse z.B. in Eintöpfen und Aufläufen zubereitet werden.
  • Löwenzahn ist ein wahres Wundermittel für unseren Organismus, da er entwässert und gut für die Leber ist. Zudem wirkt er auch antioxidativ. Löwenzahnblätter können als Salat und prinzipiell wie Spinat verwendet werden. Sie bieten mehr Kalzium als Milch (187 mg pro 100 Gramm), die Wurzel kann ebenfalls gekocht verzehrt werden.
  • Orange: Es gibt nur wenige Früchte, die eine nennenswerte Menge an Kalzium aufweisen. Orangen enthalten 65 mg pro Stück und sind bekanntlich sehr reich an Vitamin C. Sie können in Shakes, Smoothies, Obstsalat, Torten und anderen Desserts verwendet werden.
  • Quinoa oder Amaranth: Auch als Pseudogetreide bekannt, sollten sie keinesfalls in einer vegetarischen oder veganen Ernährung fehlen. Amaranth ist die nährstoffreichste Pflanze die es gibt und enthält 18% Kalzium. Er kann z.B. in Reis, Suppen oder einer Gemüsepfanne verwendet werden.
  • Eierschale: Schon seit langer Zeit ist bekannt, dass dieser Teil des Eis sehr viel Kalzium enthält und den Stoffwechsel anregt. Dafür wird das Ei vorsichtig gewaschen, um die Schale nicht zu zerbrechen und in den Saft einer Zitrone gelegt. Nach zwölf Stunden das Ei mit einem Holzlöffel entnehmen und die Flüssigkeit in kleinen Schlucken trinken.

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Die Milchlüge

Viele glauben noch immer, dass Milchprodukte den höchsten Kalziumanteil enthalten und deshalb unentbehrlich ist um Krankheiten wie Osteoporose vorzubeugen. Doch das Gegenteil ist der Fall:

Am meisten Kalzium enthalten Sonnenblumensamen (1448 mg pro 100 Gramm), danach folgt die Alge Awake mit 1380 mg pro 100 Gramm. Kuhmilch hingegen besitzt nur 120 mg, genauso viel wie Joghurt. Weitere wichtige Kalziumquellen sind die Alge Kombu, Sesam, Sojabohnen, Mandeln sowie Grünkohl (mehr als 150 mg).

Kalzium 6

Außerdem wurde herausgefunden, dass das in algen enthaltene Kalzium am besten vom Körper aufgenommen wird, danach folgen grünes Blattgemüse, Nüsse, Ölsaaten, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Dann erst kommen Milch und Milchprodukte.

Aktuelle Erkenntnisse haben gezeigt, dass Milch, ganz im Gegensatz zum Volksglauben durchaus zu Osteoporose führen kann, wenn sie lebenslang getrunken wird. Die Länder, in denen besonders viel Milch konsumiert wird (Schweiz, Finnland, Schweden und Holland) weisen die höchsten Zahlen an Osteoporosekranken auf. In Ländern, in denen besonders wenig Milch konsumiert wird (Liberia, Kambodscha, Ghana, Kongo) ist die Krankheit kaum zu finden.

menschlicher fuß mit schmerzen

Bilder mit freundlicher Gnehmigung von Daniella Segura, Thoranin Tiriwit, Rune T, Jennifer, Jeanette Svensson, Judi, Mario Lopez Egusquiza.

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