10 Gründe, warum wir jeden Tag umarmen sollten

· 5 April, 2016
Damit Körper und Geist die positiven Effekte einer Umarmung maximal ausnutzen können, sollte diese mindestens 20 Sekunden andauern. Am besten ist es, wenn sie von einem geliebten Menschen kommt, aber auch die Umarmung durch andere Personen vermittelt viel Gutes

Die Definition einer Umarmung liest sich recht nüchtern, handelt es sich hierbei doch lediglich um den Akt, einen anderen Menschen mit den Armen zu umschließen. Dies geschieht aus verschiedenen Gründen, in der Regel aber aus Zuneigung und Mitgefühl.

Inzwischen ist uns jedoch bekannt, dass wir auf vielfältige Weise davon profitieren, jemanden zu umarmen bzw. umarmt zu werden. Regelmäßige Umarmungen kommen der Gesundheit von Körper und Geist zugute.

Auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind, so verfügen wir hier doch über ein effektives Gegenmittel gegen Anspannung und Stress. Unzählige negative Emotionen werden vermindert, wenn wir einen geliebten Menschen umarmen können.

Eine gute Umarmung dauert länger als 20 Sekunden an. Ihre Wirkung ist umso effektiver, wenn sie von einem geliebten Menschen stammt oder doch mindestens von jemandem, dem wir vertrauen. Ein gesteigertes Wohlbefinden kann die Folge einer täglichen Praxis des Umarmens sein.

Und am besten findet diese Praxis gleich mehrmals täglich statt. Warum das so ist, erfährst du in diesem Artikel. Wir haben eine Liste von Gründen zusammengestellt, die es so lohnenswert machen, sich täglich zu umarmen.

1. Eine Umarmung hebt die Stimmung

gute Laune und den Tag umarmen

Die Umarmung fördert die Ausschüttung von Endorphinen und dem Hormon Oxytocin, die in der Lage sind, die Stimmung zu heben.

Eine Umarmung seitens eines geliebten Menschen kann daher aus einem grauen, trüben Moment einen Tag machen, dem wir voll positiver Energie gegenüberstehen. Beim Umarmen werden positive Emotionen geteilt und wir können unsere Energiespeicher beim Anderen förmlich aufladen.

2. Sie lindert den Schmerz

Diese einfache Form der Bezeugung von Zuneigung und Mitgefühl zählt zu den effektivsten Mitteln, um seelischen und sogar körperlichen Schmerz zu lindern. Das alte Sprichwort „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ kommt nicht von ungefähr.

Auch für diese Wirkung ist die Freisetzung von Hormonen wie Oxytocin verantwortlich, denn sie bewirkt, dass sich der Umarmte auf den Moment konzentriert, und nimmt dem Schmerz seine Dominanz.

3. Sie gibt ein Gefühl von Sicherheit

glueckliche Kinder umarmen sich

Das sichere Gefühl, das wir in den Armen eines Menschen verspüren, dem wir vertrauen, lindert potenzielle Angst vor Einsamkeit.

Tatsächlich kann eine Umarmung einen Schalter in unserem Kopf umlegen, sodass uns bewusst wird, dass wir zwischenmenschliche Beziehungen führen, auf die wir aufbauen können. So lassen sich auch viele Verhaltensprobleme lindern.

Beim Lesen dieses Artikels denkt bitte daran, dass in uns allen auch etwas Kind steckt – Kinder brauchen deine Umarmungen, um sich als Teil der Welt zu fühlen

4. Umarmungen steigern das Selbstwertgefühl

Jeden Tag mehrere Umarmungen zu geben und zu erhalten führt mittelfristig zu einer Steigerung des Selbstwertgefühls. Das ständige Bedürfnis danach, von anderen anerkannt zu werden, um sich dann erst selbst zu lieben, rückt beim Umarmen in den Hintergrund. Ängste vor fehlender Akzeptanz vergehen.

Diese Wirkung ist darauf zurückzuführen, dass beim Umarmen positive Energien übertragen werden, die zur Freisetzung der bereits erwähnten Hormone führen, die für unser Wohlbefinden verantwortlich sind.

Es ist jedoch gar nicht notwending, diesen wissenschaftlichen Hintergrund zu kennen, um die Vorteile einer Umarmung zu spüren: Schließlich umarmen schon Kleinkinder ihre liebsten Kuscheltiere, um sich zu beruhigen und (selbst-)sicherer zu fühlen.

5. Sie helfen, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern

Paar mit Herz

Eine Dosis Umarmungen pro Tag hilft, das Herz zu schützen, indem der Herzrhythmus reguliert und die Durchblutung der Gewebe angeregt wird. So erreicht alle Zellen der notwendige Sauerstoff und die einzelnen Gewebe können ihre Funktion optimal erfüllen.

Menschen, die kaum umarmen oder anderweitig physischen Kontakt zu Dritten suchen, weisen ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf. Dieses hängt mit einer erhöhten Herzfrequenz und einem gesteigerten Stresspegel zusammen.

6. Für ein gestärktes Nervensystem

Vom beruhigenden Effekt einer Umarmung profitiert nicht nur das Herz-Kreislauf-System, sondern auch das Nervensystem. Wir haben bereits auf den Zusammenhang zwischen regelmäßigen Umarmungen und Stress hingewiesen und möchten an dieser Stelle noch einmal betonen, wie entspannend es ist, zu umarmen.

Nervosität, Anspannung und Stress vergehen, wenn wir umarmen, und machen uns das Leben nicht mehr unnötig schwer.

7. …und eine stärkere Immunabwehr

Immunsystem durch Umarmen stärken

Auch dieser Punkt kann nicht unabhängig von der Oxytocinfreisetzung und der Stressreduktion betrachtet werden, die dazu beitragen, die Abwehrkräfte zu stärken und das Infektionsrisiko zu vermindern.

Es wurde nachgewiesen, dass die Antikörpertiter steigen und der Kampf gegen Krankheitserreger so effektiver wird.

8. Umarmen fördert die Entwicklung

Die Zuneigung, die über eine Umarmung vermittelt wird, trägt entscheidend zur neuronalen Entwicklung in den ersten Lebensjahren bei. Fehlende physische Kontakte hingegen verzögern die Entwicklung des Nervensystems und damit das Erlernen geistiger und motorischer Fähigkeiten.

Einer Studie zufolge, die an der Duke University (North Carolina, USA) durchgeführt wurde, ist das Gehirn von Babys, die zu wenige Umarmungen erhalten, um bis zu 20% kleiner als das ihrer Altersgenossen.

9. Es stärkt zwischenmenschliche Beziehungen

Die Körpersprache ist eines der Standbeine einer glücklichen Beziehung. Ein Paar, das sich auch nach langen Jahren der Beziehung noch gern und häufig umarmt, schafft so eine kräftige emotionale Bindung. So fühlen sich beide Partner sicher und geliebt.

Und es sind eben jene zwischenmenschlichen Beziehungen, die uns einen Anker im Sturm bieten – Eine kräftige Umarmung fügt zerbrochene Teile wieder zusammen

10. Natürliche Blutdrucksenkung

Umarmen senkt den Blutdruck

Der Kontakt zu anderen Personen über eine Umarmung führt zu einer Senkung des Blutdrucks. Dafür sind bestimmte Hautrezeptoren verantwortlich, die beim Umarmen aktiviert werden und entsprechende Signale ins Gehirn leiten. Wer umarmt wird, fühlt sich sicher. Der Körper kann einen möglichen Alarm aufheben und neben dem Blutdruck sinkt auch die Herzfrequenz.

Und du, erhältst du täglich deine Dosis Umarmungen? Und verteilst sie auch an andere? Sie sind kostenlos und ein hervorragendes Heilmittel gegen vielerlei Schlechtes im Leben.

Zögere nicht länger und umarme die, die dir nahestehen. Genieße die Gefühle, die die Umarmungen in dir auslösen und lass dir keine Gelegenheiten auf weitere Umarmungen entgehen.