10 Anzeichen für Hormonstörungen, die du beachten solltest

· 3 September, 2016
Wenn der Auslöser nicht klar ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Denn viele Erkrankungen werden durch Hormonstörungen ausgelöst.

Der Hormonhaushalt spielt für die Gesundheit eine bedeutende Rolle, denn viele Funktionen, wie u. a. Wachstum, Stoffwechsel oder Sexualfunktionen, werden damit geregelt. Manchmal haben wir Anzeichen für Hormonstörungen ohne diese zu erkennen.

Hormone sind für viele körperliche sowie psychologische Veränderungen zuständig, die wir in den verschiedenen Lebensetappen erfahren. Deshalb können Hormonstörungen zu verschiedenen Erkrankungen und Problemen führen, welche die Lebensqualität beeinträchtigen.

Um ernstere Folgen zu verhindern, sollte man auf Anzeichen des Körpers achten, die auf Hormonstörungen hinweisen. Nachfolgend nennen wir die 10 häufigsten Signale. Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren!

1. Gewichtszunahme aufgrund von Hormonstörungen

Waage

Eine kontinuierliche, unbegründete Gewichtszunahme ist nicht immer auf ein Übermaß an fett- und zuckerreichen Nahrungsmitteln zurückzuführen.

Manchmal kann man trotz Diät nicht abnehmen, da eine Hormonstörung vorliegt. Bei einem erhöhten Cortisolspiegel (Stresshormon) wird in bestimmten Körperbereichen mehr Fett eingelagert. 

Lesetipp: 11 Nahrungsmittel, die bei Stress helfen

2. Schlaflosigkeit

Schlaflosigkeit kann durch mehrere Faktoren und Gewohnheiten ausgelöst werden. Auch eine Hormonstörung sollte in Erwägung gezogen werden.

In diesem Fall sind strikte Maßnahmen einzuahlten, um die Melatonin- und Serotoninwerte zu erhöhen.

Viele Experten empfehlen Yoga und tryptophanreiche Nahrungsmittel, um einen erholsamen Schlaf zu erreichen.

3. Chronischer Stress

Hormonstörungen

Stimmungsänderungen und vor allem Stress erschöpfen die Nebennierenfunktionen, was zur Reduzierung des Progesteronspiegels und auch zur verminderten Produktion anderer Hormone führt. 

Eine tryptophanreiche Ernährung sowie Entspannungstechniken sind Hilfsmittel, um dieses Problem zu lindern.

4. Vermehrter Schweiß

Frauen während der Menopause leiden oft an Hitzewallungen und nächtlichen Schweißausbrüchen, weil die Produktion von Östrogenen reduziert wird.

Beide Probleme können auch vorzeitig auftreten, wenn ein Hormonungleichgewicht oder ein Nährstoffmangel vorhanden ist.

In diesen Fällen sollten Nahrungsmittel mit Phytoöstrogenen und Isoflavonen eingenommen werden, um den Unannehmlichkeiten entgegenzutreten.

5. Verringerung der LibidoPärchen

Androgene sind Sexualhormone, die sowohl beim Mann, als auch bei der Frau den sexuellen Appetit kontrollieren.

Wenn es zu einem Mangel an diesen Hormonen kommt, verliert man auch an Libido und es treten Symptome wie Scheidentrockenheit auf.

6. Erschöpfung

Nach einer schlaflosen Nacht oder durch eine mangelhafte Ernährung können plötzlich Erschöpfungssymptome auftreten.

Wenn sich diese jedoch kontinuierlich und grundlos zeigen, sollte den Ursachen auf den Grund gegangen werden. Es könnten erhöhte Cortisolwerte auftreten und an anderen Hormonen, die für den Energiehaushalt nötig sind, könnte es mangeln.

7. Ständige Heißhungerattacken

Frau-Nachts

Heißhunger auf Süßigkeiten und die ständige Notwendigkeit etwas zu essen, obwohl während der Hauptmahlzeiten ausreichend gegessen wurde, sind klare Signale für Hormonschwankungen.

Dies kann auf ein Problem der Schilddrüse sowie der Hormone, die für unseren Stoffwechsel zuständig sind, zurückzuführen sein.

Manchmal kann überdies eine reduzierte Einnahme von Milchprodukten, Zucker und anderen stimulierenden Substanzen wirksam sein.

Leseempfehlung: Wie du Probleme der Schilddrüse rechtzeitig bemerken kannst

8. Depression

Depressionen sollten ausführlich analysiert werden, da starke Hormonschwankungen dafür verantwortlich sein könnten.

In diesem Fall empfiehlt es sich, Nahrungsmittel einzunehmen, welche den Hormonhaushalt regulieren und den Gemütszustand verbessern.

9. Verdauungsstörungen

Bauchschmerzen

Drei verschiedene Hormone sind für die Aktivitäten des Magen-Darm-Trakts wichtig: Gastrin, Sekretin sowie Cholecystokinin.

Diese Hormone fördern die Verdauung, kontrollieren Entzündungen und sichern überdies eine korrekte Nahrungsabsorption.

Deshalb kann ein Ungleichgewicht Magenschmerzen, Entzündungen und andere allgemeine Darmtraktstörungen verursachen.

10. Haarausfall

Ein Ungleichgewicht von Testosteron, Dihydrotestosteron sowie der Schilddrüsenhormone kann u. a. übermäßigen Haarausfall auslösen.

Wenn keine Behandlung wirksam ist, solltest du einen Arzt konsultieren, um diese Hormone zu untersuchen.

Wie du siehst, sendet unser Körper wichtige Signale, um auf Störungen hinzuweisen. Man sollte diesen Anzeichen die notwendige Beachtung schenken und sich überdies untersuchen lassen, um ernstere Beschwerden auszuschließen.

  • Sturdee, D. W. (2016). Menopause. In International Encyclopedia of Public Health. https://doi.org/10.1016/B978-0-12-803678-5.00279-4
  • Möstl, E., & Palme, R. (2002). Hormones as indicators of stress. In Domestic Animal Endocrinology. https://doi.org/10.1016/S0739-7240(02)00146-7