Zimt – köstlich und sehr gesund!

· 3 März, 2015
Zimt wirkt nicht nur stark entzündungshemmend, dieses Gewürz hilft auch bei Muskelschmerzen, Kontrakturen und wirkt entspannend. Deshalb kann es auch bei Angstzuständen oder Reizbarkeit verwendet werden.

Der wissenschaftliche Name ist Cinnamomum verum, dieses Gewürz wird speziell für Desserts oder Kaffee verwendet. Viele alte Kulturen halten Zimt für ein Wundermittel und tatsächlich sind seine Wirkstoffe sehr gesundheitsfördernd. Er hat die Fähigkeit, Krankheiten zu bekämpfen und es werden immer wieder neue Wirkungen von Zimt entdeckt. Im folgenden Artikel erfährst du mehr darüber.

Nützliche, doch eher unbekannte Eigenschaften von Zimt

Sein unverwechselbares Aroma und sein einzigartiger Geschmack, der vor allem süße Lebensmittel gut ergänzt, machen Zimt zu einem der am häufigsten verwendeten Gewürze der Welt. Darüber hinaus hat er zahlreiche gesundheitliche Vorteile.

Erst vor relativ kurzer Zeit fand man heraus, dass Zimt die Fähigkeit hat, den Blutzuckerspiegel zu senken und vor Fettstoffwechselstörungen zu schützen. Dieses großartige Gewürz, das aus der Rinde des Zimt-Baumes gewonnen wird, fördert außerdem die Verdauung und lindert Darmbeschwerden, Blähungen und Bauchschmerzen.

Zimt wirkt aufgrund seiner Phenolverbindungen (die auch in Trauben und Rotwein vorhanden sind) stark antioxidativ. In der Zusammensetzung stechen wertvolle Flavonoide hervor, die in großen Mengen – ähnlich wie bei Heidelbeeren – auftreten.

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Zimtöl wirkt stark antibakteriell und kann deshalb die Ausbreitung von Pilzen verhindern. Dieser Vorteil wird vorrangig in der Kosmetikindustrie genutzt.

Gleichzeitig kommen in Zimt die Vitamine B1 und C, Phosphor, Kalzium und Kalium vor – Nährstoffe, die für unsere Gesundheit essentiell sind. Außerdem hat dieses Gewürz eine entspannende Wirkung, ist ein starkes Beruhigungsmittel für die Nerven, hilft gegen Stress, Reizbarkeit, Angst und sogar Depressionen.

Die entzündungshemmende Wirkung von Zimt hilft, Muskel- und Gelenkschmerzen zu lindern, wie beispielsweise rheumatoide Arthritis oder Verspannungen aufgrund einer schlechten Haltung. Dieses Gewürz hat sich auch als gutes Mittel gegen Husten, Erkältungen und Verstopfungen erwiesen. Er reduziert den Blutzuckerspiegel und Blutfette und ist daher perfekt für Menschen mit Diabetes oder hohem Cholesterinspiegel.

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Zimt verbessert auch die Verdauungsfunktionen. Neben den oben beschriebenen Eigenschaften wirkt er gegen Übelkeit und Erbrechen, regt den Appetit an (ideal für Patienten mit bestimmten Krankheiten) und ist ein starkes Mittel gegen Durchfall.

Auch Frauen können von der Baumrinde profitieren, denn er mindert Menstruationsbeschwerden und fördert die periphere Durchblutung. Man sollte allerdings wissen, dass Frauen, die versuchen schwanger zu werden, nicht zu viel Zimt verzehren sollten, da er auch eine empfängnisverhütende Wirkung hat. Schwangere sollten Zimt ebenfalls meiden, da er Fehlgeburten verursachen kann.

Zimt wird neuerdings auch als Schmerzmittel bei einer verbrannten Zunge verwendet, diese Anwendung ist jedoch noch nicht erprobt. Wer sich die Zunge verbrennt – was nicht selten vorkommt – kann einfach an einer Zimtstange lutschen.

Zimt-und-Honig

Wie kann man von Zimt profitieren?

Zimt ist als Pulver oder in Stangen erhältlich. Dabei sollte auf jeden Fall auf die Qualität geachtet werden: Empfehlenswert ist nur Ceylon-Zimt. Am besten ist es, organischen Zimt zu kaufen, der ohne den Gebrauch von Pestiziden oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen angebaut wurde und dessen Vitamin C- und Carotinoid-Gehalt nicht reduziert oder eliminiert wurden.

Dieser sollte in einem Glasbehälter mit luftdichtem Verschluss an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort gelagert werden. Zimt in Stangen hält ein Jahr lang frisch, als Pulver sechs Monate. Wenn das Gewürz in einem verschlossenen Behälter im Kühlschrank gelagert wird, kann die Haltbarkeit verlängert werden. Frischer Zimt zeichnet sich durch einen süßen Duft aus.

Um alle oben beschriebenen Vorteile des Zimts zu genießen, wird empfohlen pro Tag zwischen 1 und 6 Gramm zu konsumieren. Ein Teelöffel gemahlener Zimt entspricht ungefähr 4 Gramm. Man kann die köstliche Baumrinde für verschiedene Gerichte verwenden, auf Gebäck, über Essen gestreut oder in Kombination mit verschiedenen anderen Lebensmitteln. Es empfiehlt sich, Zimt mit heißen Getränken zu verzehren, da er von kalten Flüssigkeiten nicht gut aufgenommen wird und klumpig werden kann.

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In Tee oder Kaffee schmeckt Zimt ausgezeichnet! Gleichzeitig handelt es sich dabei um ein gutes Mittel bei Erkältungen oder Grippe. Ein Teelöffel pro Tasse grünem Tee reicht aus. Für den Kaffee kann man eineinhalb Teelöffel zum heißen Wasser geben.  Zimt ist auch köstlich in Suppen, besonders in Linsensuppe oder Suppe aus schwarzen Bohnen. Dieses Gewürz hat eine wärmende Wirkung und einen exotischen Geschmack.

Man kann Zimt auch perfekt als verdauungsförderndes Mittel nach dem Mittag- oder Abendessen verwenden. Das ist ideal für diejenigen, die unter Sodbrennen oder einer schweren Verdauung leiden. Ein Zimt-Tee vor dem Schlafengehen nimmt das unangenehme Völlegefühl.

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, um die Eigenschaften von Zimt zu nutzen. Eine Studie zeigte, dass der Duft dieses Gewürzes die Gehirnfunktion stimuliert und die kognitiven Fähigkeiten verbessert. Manche Menschen kauen auch an einer Zimtstange, um den gleichen Effekt hervorzurufen. Perfekt vor einer Prüfung oder wenn man die ganze Nacht über lernt.

Zimtöl oder andere Produkte mit Zimt sind auch als Schönheitsmittel beliebt. Besonders häufig wird Zimt für Nachspeisen und Süßes verwendet: So schmeckt dieses Gewürz köstlich und fördert gleichzeitig die Gesundheit. Wir empfehlen übrigens auch die Kombination von Zimt und Honig, Näheres darüber kannst du in diesem Beitrag erfahren.