Wissenswertes über die Präimplantationsdiagnostik

Die Präimplantationsdiagnostik umfasst verschiedene Untersuchungen der Eizellen und Embryonen, um Erbschäden auszuschließen.
Wissenswertes über die Präimplantationsdiagnostik

Geschrieben von Raquel Lemos Rodríguez

Letzte Aktualisierung: 18. Juli 2022

Als Präimplantationsdiagnostik (DGP) bezeichnet man ein Analyseverfahren, das die Untersuchung der Eizellen oder Embryonen für eine künstliche Befruchtung ermöglicht. Diese Diagnosetechnik wird dann durchgeführt, wenn eine Frau nicht natürlich schwanger wird oder mögliche Erbrkankheiten vorhanden sind.

Die Präiplantationsdiagnostik erfolgt im Rahmen einer IVF-Behandlung, wobei sie insbesondere dann eingesetzt wird, wenn die Gefahr für Erbrankheiten oder Chromosomenanomalien besteht.

Erfahre in unserem heutigen Artikel Wissenswertes über diese Diagnosetechnik und wann und wie sie erfolgreich durchgeführt wird.

Was ist die Präimplantationsdiagnostik?

Was ist die Präimplantationsdiagnostik?
Durch die Präimplantationsdiagnostik kann die Gesundheit der Eizellen und Embryonen untersucht werden, um Erbkrankheiten zu vermeiden.

Die Präimplantationsdiagnostik dient der Untersuchung der Eizellen und Embryonen, die im Rahmen einer In-Vitro-Behandlung in den Körper der Frau eingesetzt werden. Dadurch soll verhindert werden, Embryonen zu verwenden, die beschädigtes Erbgut enthalten oder zu einer Fehlgeburt führen könnten.

Diesen Vorteil gibt es nur bei der künstlichen Befruchtung. Wenn eine Frau natürlich schwanger wird, kann nicht der gesündeste Embryon ausgesucht werden. Durch die Präimplantationsdiagnostik wird allerdings bei einer In-Vitro-Befruchtung vermieden, dass das Kind beispielsweise am Down-Syndrom oder Turner-Syndrom leidet.

Hast du diesen Artikel bereits gelesen? Model mit Down Syndrom: Triumph in New York

Präimplantationsdiagnostik: Methode

Bevor die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter der Frau eingesetzt wird, führen die Ärzte im Labor die Präimplantationsdiagnose durch. Die in-vitro befruchteten Eizellen werden nach ungefähr 72 Stunden biopsiert, um genetische Probleme festzustellen. Dann werden bis zu 3 gesunde Embryonen ausgesucht und in die Gebärmutter der Frau eingesetzt.

Was passiert, wenn die Frau dadurch nicht schwanger wird? Muss sie den gesamten Prozess noch einmal durchlaufen? Die Antwort ist nein, denn auch wenn nur drei Embryonen eingesetzt wurden, können weitere gesunde Embryonen vorhanden sein, die in einem weiteren Versuch eingesetzt werden können.

Präimplantationsdiagnostik: nützliche Technik

Präimplantationsdiagnostik: nützliche Technik
Diese Methode ist insbesondere dann sehr nützlich, wenn mögliche Erbrkankheiten vorhanden sind.

Diese Technik kommt nicht nur dann zur Anwendung, wenn eine Frau nicht auf natürlichem Wege schwanger werden kann. Die Präimplantationsdiagnose wird auch verwendet, wenn mögliche ernste Erbrkankheiten vorhanden sind, die dem Kind erspart bleiben sollen. 

Auf diese Weise kann ein gesunder Embryo ausgesucht werden, der keine Erbschäden aufweist. In diesen Fällen wird diese Technik empfohlen, doch sie sorgt noch immer für Polemik.

Ethik in der Präimplantationsdiagnostik

Noch immer gibt es gewisse ethische Fragen und Zweifel darüber, ob es vertretbar ist, menschliche Embryonen in ihrer ersten Entwicklungsphase zu verwerfen. Es geht dabei um die Menschenwürde und das Lebensrecht von Embryonen, aber auch darum, wie weit der Mensch in die Natur eingreifen soll oder darf.

Die Präimplantationsdiagnostik stellt zwar einen Eingriff in die Natur dar, der es jedoch ermöglicht, bestimmte genetische Krankheiten des Kindes auszuschließen. Es stellt sich also auch die Frage, warum man sie nicht verwenden sollte, um es Eltern zu ermöglichen, ein gesundes Kind zu haben.

Es gibt verschiedene Techniken, die bei einer In-Vitro-Fertilisation oder wenn die Gefahr für Erbkrankheiten groß ist eingesetzt werden. Betroffene Eltern müssen jedoch selbst entscheiden, ob diese im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften für sie in Frage kommen oder nicht. 

Würdest du selbst nicht auch eine Präimplantationsdiagnostik erwägen, um deinem Kind eine Erbkrankheit zu ersparen? Zukünftige Eltern, die sich in dieser Lage befinden, haben die Möglichkeit, sich gut (auch ethisch) beraten zu lassen, um dann selbst die für sie richtige Entscheidung zu treffen. 

Das könnte dich ebenfalls interessieren...
Asthma bronchiale: Symptome, Auslöser und Diagnose
Besser Gesund Leben
Lies auch diesen Artikel bei Besser Gesund Leben
Asthma bronchiale: Symptome, Auslöser und Diagnose

Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung der Atemwege. Wenn bestimmte innere (endogene) und äußere (exogene) Einflüsse zusammentreffen, ver...



  • Alvarado Marambio, José Tomás, & Santos Alcántara, Manuel J.. (2018). Ethical Problems with the Preimplantation Genetic Diagnosis of Human Embryos. Acta bioethica, 24(1), 75-83. https://dx.doi.org/10.4067/S1726-569X2018000100075
  • López, Paul W., López, Rosmary, Noriega, Luis G., & Sepúlveda, Soledad. (2013). Diagnóstico genético preimplantacional: análisis de aneuploidías únicas. Anales de la Facultad de Medicina, 74(1), 11-14. Recuperado en 19 de abril de 2019, de http://www.scielo.org.pe/scielo.php?script=sci_arttext&pid=S1025-55832013000100003&lng=es&tlng=es.
  • Moya-González, Marina, & Ramón-Fernández, Francisca. (2018). El diagnóstico genético preimplantacional: aspectos jurídicos en el derecho español. Revista de Derecho Privado, (34), 87-121. https://dx.doi.org/10.18601/01234366.n34.04

Die Inhalte dieser Publikation dienen nur zu Informationszwecken. Sie können keinesfalls dazu dienen, die Diagnosen, Behandlungen oder Empfehlungen eines Fachmanns zu unterstützen oder zu ersetzen. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an einen Spezialisten Ihres Vertrauens und holen Sie dessen Zustimmung ein, bevor Sie mit irgendeinem Verfahren beginnen.