Wissenswertes über Brustkrebs-Screenings

3 Juli, 2020
Brustkrebs ist eine der häufigsten Erkrankungen des 21. Jahrhunderts. Seine rechtzeitige Diagnose kann Leben retten. Finde heraus, welche Untersuchungsmethoden am häufigsten zum Einsatz kommen.

Wieso sind Brustkrebs-Screenings überhaupt wichtig? Zunächst sollte man sich vor Augen führen, dass das Weltkrebsobservatorium (GLOBOCAN) bis 2018 weltweit insgesamt mehr als 2 Millionen neue Brustkrebsfälle verzeichnete.

Im selben Jahr registrierte GLOBOCAN sogar mehr als 600.000 Todesfälle durch Brustkrebs. Damit ist Brustkrebs auf Platz 2 bei Krebsneuerkrankungen und auf Platz 6 bei Todesfällen durch Krebserkrankungen.

Die Brustkrebs-Screenings sind unterschiedlich und spielen eine entscheidende Rolle bei der Krankheitsprognose. Sie sollen insbesondere dazu dienen, Tumorerkrankungen frühzeitig und mit dem geringstmöglichen Gesundheitsrisiko zu erkennen.

Brustkrebs-Screenings

Informationen vom Nationalen Krebsinstitut zeigen, dass Brustkrebs-Screenings in erster Linie bei Frauen durchgeführt werden, die eine familiäre Vorgeschichte oder bestimmte Risikofaktoren aufweisen. Nachfolgend listen wir die häufigsten davon auf.

Das könnte dich auch interessieren: 9 Symptome von Brustkrebs, die jede Frau kennen sollte

Mammografie

Die Mammografie ist eine diagnostische Bildgebung, bei der Röntgenstrahlen eingesetzt werden, um durch Krebs hervorgerufene Veränderungen im Brustgewebe zu erkennen. Frauen unterziehen sich dieser Untersuchung zur frühzeitigen Erkennung von betroffenen Stellen, die häufig mit bösartigen Veränderungen von Krebs zusammenhängen können.

Es wird empfohlen, dass sich Frauen zwischen dem 30. und 35. Lebensjahr einer ersten Mammografie unterziehen und dies ab dem 45. Lebensjahr jedes Jahr tun. Die Mammografie selbst wird allerdings als unangenehm empfunden.

Jedoch dauert sie nur wenige Minuten und die Beschwerden verschwinden schnell wieder. Außerdem ist dies nur ein geringer Preis dafür, eine Erkrankung wie Krebs frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können.

Brustkrebs-Screenings
Viele beschreiben die Mammografie als unangenehm. Doch sie dauert nur wenige Minuten und das unangenehme Gefühl verschwindet schnell wieder.

Sonografie

Die Sonografie ist eine diagnostische Bildgebung, die Schallwellen nutzt, um Veränderungen im Brustgewebe sichtbar zu machen. Sie ist sehr hilfreich, um tastbare Stellen zu entdecken, die bei der Mammografie nicht sichtbar sind.

Diese diagnostische Bildgebung ist sehr nützlich, um Ärzte während einer Biopsie anzuleiten. Eine Biopsie wird durchgeführt, um  Zellen aus der betroffenen Stelle zu entnehmen und herauszufinden, ob Krebs vorhanden ist. Eine Sonografie ist völlig schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.

Brustbiopsie

Der Begriff Brustbiopsie umfasst eine Gruppe von Verfahren, die alle den Zweck haben, Gewebe aus der betroffenen Brust zu entnehmen. Dieses Gewebe wird dann später weiteren Tests zur Krebserkennung unterzogen.

Wenn wir von einer Brustbiopsie sprechen, meinen wir entweder eine Nadelbiopsie oder eine chirurgische Biopsie. Während der Nadelbiopsie verwendet der Arzt eine Hohlnadel, um Teile des Gewebes zu entfernen, das unter Krebsverdacht steht. Bei dem chirurgischen Eingriff hingegen entnimmt der Arzt einen Teil oder das gesamte Gewebe der betroffenen Brust.

Brustkrebs-Screenings
Die Biopsie dient der Entnahme von Gewebe aus der betroffenen Brust.

Vielleicht interessiert dich auch: Gehirntumore mittels Flüssigbiopsie frühzeitig entdecken

Magnetresonanz-Tomografie (MRT)

Eine Magnetresonanz-Tomografie verwendet Radiowellen und starke Magnete, um sehr detaillierte Bilder des Brustgewebes zu erzeugen. Es nimmt Bilder aus vielen verschiedenen Perspektiven auf und erstellt Abbildungen von Weichteilgeweben im Körper, die bei anderen bildgebenden Verfahren manchmal schwer zu erkennen sind.

Somit ist sie eine ergänzende Untersuchung zur Mammografie und zur Sonografie und wird in bestimmten Fällen zur detaillierteren Untersuchung des Gewebes angewendet. Der Grund dafür sind die hohen Kosten und das erhöhte Risiko von falschen Diagnosen der betroffenen Stellen. Eine MRT ist völlig schmerzfrei und gibt keine Strahlung an den Körper ab.

Was sollten wir über Brustkrebs-Screenings wissen?

Zusammenfassend kann man sagen, dass verschiedene Untersuchungen zur frühzeitigen Erkennung von Brustkrebs existieren. Davon ist die am weitesten verbreitete Methode die Mammografie, bei der mithilfe von Röntgenstrahlen Veränderungen im Brustgewebe erkannt werden können. Daher wird empfohlen, ab dem 45. Lebensjahr jedes Jahr eine Mammografie durchzuführen.

  • Bray, F., Ferlay, J., Soerjomataram, I., Siegel, R. L., Torre, L. A., & Jemal, A. (2018). Global cancer statistics 2018: GLOBOCAN estimates of incidence and mortality worldwide for 36 cancers in 185 countries. CA: A Cancer Journal for Clinicians, 68(6), 394–424. https://doi.org/10.3322/caac.21492
  • National Cancer Institute. (2017). Breast Cancer Screening (PDQ®): Patient Version.
  • NIH. (2010). Breast Cancer Screening ( PDQ ® ) Health Professional Version. Retrieved from http://www.cancer.gov/types/breast/hp/breast-screening-pdq#link/_7_toc