Vermeidung von Muskelkrämpfen: Tipps & Ratschläge

· 1 Oktober, 2014
Flüssigkeitsmangel, schlechte physische Kondition oder Übergewicht können Krämpfe fördern. Wenn diese während des Schlafes auftreten, ist dies auf eine Durchblutungsstörung in den Muskeln zurückzuführen.

Was kann man zur Vermeidung von Muskelkrämpfen tun?

Meist stellen Muskelkrämpfe kein ernsthafte Risiko dar, denn sie treten zum Beispiel nach sportlicher Belastung auf. Erfahre in diesem Artikel, wie es dazu kommt und was man zur Vermeidung von Muskelkrämpfen tun kann.


Einige Daten zu Muskelkrämpfen

Die Gründe für Muskelkrämpfe sind verschieden: sie reichen von einer ungenügenden Sauerstoffversorgung in den Muskeln oder einem Mineralstoffmangel, bis zu einer schlechten Haltung oder einer lang andauernden Anstrengung, Kälte oder brüsken Bewegungen.

Auch wenn du dich nach dem Fitnesstraining nicht richtig dehnst, können Krämpfe entstehen. Dabei zieht sich der Muskel plötzlich zusammen und verursacht Schmerzen.

Auch im Schlaf kann es zu Muskelkrämpfen kommmen, da sich der Blutfluss in den Muskeln verändert. Wenn du direkt nach dem Essen ins Bett geht, wird das Blut im Verdauungsapparat (vor allem in den Magen) benötigt und reicht nicht mehr bis in alle anderen Muskeln.

Muskelkrämpfe nach dem Joggen

Auslöser von Muskelkrämpfen

Wenn die Muskelkrämpfe durch Sport und Bewegung entstehen, dann sagt man, dass diese durch eine Ansammlung und Überproduktion von Milchsäure verursacht werden.

Glukose oxidiert mit dem Sauerstoff in den Zellen, damit in normalem Zustand Energie produziert werden und unser Körper normal funktionieren kann. Wenn die physische Aktivität länger andauert, kann dieser Prozess beeinflusst werden.

Steht kein Sauerstoff zur Verfügung, wird die Glukose zu Milchsäure. Dies ist allerdings für den menschlichen Körper nicht schädlich.

Die Muskelkrämpfe sind meist harmlos und brauchen keine spezielle Behandlung. Ärzte sind meist der Meinung, dass man nichts zur Vermeidung von Muskelkrämpfen tun kann.

Allerdings sollte man nach dem essen keinen Sport treiben und nach dem Sport immer schön dehnen. Es gibt auch einige Hausmittel, um Muskelkrämpfen vorzubeugen.

Für Muskelkrämpfe gibt es auch andere Ursachen. Dazu gehören:

  • Hochheben eines Objekts,
  • weniger als zwei Liter Wasser täglich,
  • wenn wir nicht in Form sind oder an Übergewicht leiden,
  • viel Sodium über die Ernährung aufnehmen,
  • während der sportlichen Aktivitäten hohen Temperaturen ausgesetzt sind
  • oder die richtigen Techniken nicht kennen,
  • aufgrund von Kälte, oder wenn wir zu wenig dehnen.

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Muskelkrampf beim Fußball

Auch wenn jeder unser Muskeln an einem Krampf leiden kann, gibt es verschiedene Gruppen, die am meisten davon betroffen sind. Das sind die vierköpfigen Muskeln (an der Vorderseite der Oberschenkel); die Muskeln an Oberschenkeln und Waden.

Ratschläge zur Vermeidung von Muskelkrämpfen

Wenn du gerade an einem Muskelkrampf leidest, solltest du folgende Ratschläge beachten:

  • Höre mit der Bewegung oder mit dem Sport auf.
  • Dehne den Muskel sanft. Behalte die Position für einige Zeit bei, bis die Muskelkrämpfe von alleine zurückgehen.
  • Wenn die Krämpfe am Waden auftreten, dann lege am besten eine Hand auf den Muskel und drücke mit den Fingern nach oben, bis hin zum Knie.
  • Wenn die Krämpfe in den vierköpfigen Muskeln auftreten, dann erhebe den Knöchel bis zum Gesäß und bewege die Ferse. Auf diese Weise kannst du den betroffenen Muskel bewegen.
  • Wenn die Krämpfe an den Oberschenkelmuskeln auftreten, dann ist es wichtig, dass du dich setzt und den Muskel dehnst. Massiere danach den Muskel mit sanften Bewegungen.
  • Spaziere ein Stück in langsamen Schritten.
  • Trinke Wasser und Getränke mit Mineralien, damit die Zusammensetzung der Salze im Körper nach dem Flüssigkeitsverlust wieder ins Gleichgewicht bringst.
  • Wenn du starke Schmerzen verspürst, kannst du einen Eiswürfel auf die betroffene Stelle legen. Denke daran, das Eis in ein Tuch zu wickeln, damit du der Haut nicht schadest. Lasse das Eis einen Moment auf der Stelle und dehne dann den Muskel, damit das Blut wieder normal zirkulieren kann.

 

 

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Natürliche Hausmittel bei Muskelkrämpfen

Im Folgenden stellen wir dir einige natürliche Heilmittel vor, die helfen, Muskelkrämpfe zu lindern:

  • Binde den betroffenen Muskel mit einem Verband ein, damit der Muskel nicht anschwellen kann.
  • Trinke täglich Gingko Biloba Tee. Dafür gibst du drei Löffel dieses Tees für 10 Minuten in kochendes Wasser.
  • Massiere die betroffenen Stelle sanft mit ätherischen Ölen (Rosmarin-, Eukalyptus-, Pinienkern- oder Thymianöl) Die entstehende Hitze hilft, die Muskelkrämpfe zu lindern.
  • Mische etwas Essig und etwas Honig in einer Tasse mit heißem Wasser. Trinke die Mischung, damit das Kalzium sich im ganzen Körper verteilt.
  • Koche einen Liter Wasser für zehn Minuten mit etwas Senfsamen auf. Bade deine Beine für 20 Minuten in diesem Wasser.
  • Trinke zwei Mal am Tag ein Glas Wasser mit 10 Tropfen Lorbeertee.
  • Gib etwas Apfelessig und Arnika auf ein Tuch oder auf etwas Watte und lege diese für 5 Minuten auf die betroffene Stelle. Bei Bedarf wiederholen. Auf diese Weise verschwindet der Schmerz und die Durchblutung wird angeregt.
  • Mische einen Löffel Natron mit einer Tasse Wasser und trinke die Mischung. Dieses Hausmittel hilft ausgezeichnet bei Muskelkrämpfen. Bei Personen mit Wassereinlagerungen ist dieses Mittel allerdings nicht geeignet.
  • Bereite dir einen Shake aus einer Tasse Milch, einer halben Tasse Joghurt, einer halben Tasse Orangensaft und einer geschälten Banane zu. Trinke diesen Shake drei Tage lang auf den leeren Magen. Das Kalium der Banane hilft wunderbar, um Muskelkrämpfe zu verhindern.
  • Gib einen Löffel Kümmelsamen in einen halben Liter Wasser und lasse diese für eine Stunde ziehen. Tauche ein Tuch in die Flüssigkeit und gib diese auf die betroffene Stelle.

 

 

Bilder zur Verfügung gestellt von Jon Candy, Steffy Wonder, Phillip Capper, FatooM Qoughandoqa, Erin Koch.

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