Welche Organe leiden am stärksten unter Stress?

27 August, 2015
Die Belastung des Körpers durch Stress kann sowohl zu einer Erhöhung des Cholesterinspiegels als auch des Blutdruckes führen, was schließlich Herzprobleme verursachen kann

Stress ist ein Gefühl körperlicher und seelischer Belastung, mit dem der Organismus auf eine Vielzahl von Situationen und Gedanken reagiert. In der Regel sind Frustration, Wut oder Nervosität der Auslöser für Stress.

Wenn Stress auf einem geringen Niveau wirkt, hat er einen positiven Effekt und hilft uns, in einer bestimmten Situation Risiken und Gefahren zu vermeiden. Viele Menschen leiden jedoch unter hohem Stress, unter dem sie nicht entspannen können und der ernsthafte physische und emotionale Gesundheitsprobleme zur Folge haben kann.

Der moderne, hektische Lebensstil führt zu einer steigenden Anzahl an Personen, die an dem Stress, dem sie ausgesetzt sind, erkranken. Die Probleme, unter denen die Betroffenen leiden, werden zudem immer schwerwiegender und es ist daher schwierig, sie unter Kontrolle zu bringen.

Am besorgniserregendsten ist es allerdings, dass der Mehrzahl der Betroffenen das Problem nicht bewusst ist und dem Stress erst dann Aufmerksamkeit gewidmet wird, wenn gesundheitliche Probleme auftreten.

In einer kürzlich durchgeführten Studie der Amerikanischen Gesellschaft für Psychologie (APA) wurde festgestellt, dass 40% aller Erwachsenen, die unter Stress leiden, gleichzeitig über Schlafstörungen klagen.

Wusstest du aber auch, dass sich ein hohes Stressniveau direkt auf einige Organe deines Körpers auswirken und so deine Lebensqualität merklich mindern kann?

Damit du in Zukunft besser darüber informiert bist, wie sich Stress auf dein Leben auswirkt, erklären wir dir im Folgenden, welche 8 Organe durch Stress beeinträchtigt werden.

Haut

Hautprobleme

Die durch den Stress ausgelöste Anspannung provoziert eine Entzündungsreaktion, die zu verstopften Poren führt. In den Poren sammeln sich Talg, abgestorbene Zellen und sogar Eiter, es kommt zu Hautrötungen.

Einer der Auslöser von Akne kann daher zu viel Stress sein.

Lunge

Mit der eingeatmeten Luft setzen wir unsere Lunge ständig äußeren Einflüssen aus, auf die sie dank ihrer Abwehrkräfte aber reagieren kann. Unter Stress ist die Immunabwehr geschwächt und diese Funktion der Lunge beeinträchtigt.

An der Universität von Sao Paulo, Brasilien, wurden Studien durchgeführt, deren Ergebnisse auf einen Zusammenhang zwischen Asthma und Stress schließen lassen.

Für kräftige Lungen ist auch dieser Artikel relevant: Natürliche Mittel zur Reinigung und Stärkung der Lungen

Herz

Stress, Anspannung und Druck stehen auch im gesundheitlichen Sinne in engem Zusammenhang. Bei anhaltend hohem Stresspegel steigt der Spiegel an Blutfetten und Cholesterin und auch der arterielle Blutdruck.

In einem Artikel, der in der Nationalbibliothek für Medizin der Vereinigten Staaten zu finden ist, wird davon berichtet, dass chronischer Stress Herzrhythmusstörungen auslösen kann.

Augen

Auge

Die Clínica Baviera, ein europaweit anerkanntes, spanisches Institut für Augenheilkunde, rät zu Vermeidung hoher Stresslevel, da diese zur Anspannung eines kleinen Augenmuskels führen, der für das Heben des Lides zuständig ist. So kommt es zu einem Zittern der Augen, meinen Experten.

Stress wird zudem mit entzündlichen Prozessen und verschwommener Sicht in Verbindung gebracht.

Leber

Wenn der Organismus über längere Zeit Stress ausgesetzt ist, sind auch die Blutspiegel an Stresshormononen beständig erhöht. Dies hat direkte Auswirkungen auf bestimmte Abwehrzellen in der Leber, sogenannte natürliche Killerzellen, die sich dann gegen körpereigene Zellen, in diesem Fall Leberzellen, wenden. So können Lebererkrankungen ausgelöst und bestehende Leiden verschlimmert werden.

Gehirn

Wer unter Stress leidet, produziert große Mengen des Hormons Cortisol. Ein erhöhter Cortisolspiegel wirkt sich negativ auf den präfrontalen Cortex aus, jenen Hirnbereich, in dem Entscheidungen getroffen und Erinnerungen bewahrt werden.

Nieren

Nieren

Durch die zuvor beschriebene Erhöhung des Cortisolspiegels im Blut wird auch die Ausscheidung von Mineralstoffen in der Niere beeinflusst. Unter Stress wird verstärkt Phosphat ausgeschieden, was wiederum zu Muskelschwäche und Knochenproblemen wie Rachitis führen kann.

Darm

Die Gesundheit des Darms hat einen großen Einfluss auf unser allgemeines Wohlbefinden, weshalb wir unseren Verdauungstrakt und insbesondere den Dickdarm gut pflegen sollten.

Wenn wir verstärkt Stress ausgesetzt sind, kommt es zu Problemen im Dickdarm, die mit Symptomen wie Blähungen, Bauchschmerzen und Entzündungen einhergehen können.

Und was tun gegen zu viel Stress?

Barfusslaufen

Wenn du merkst, dass der Stress Teil deiner täglichen Routine wird, solltest du etwas unternehmen. Die folgenden Ratschläge helfen dir bei der Stressreduktion und sollen verhindern, dass deine Gesundheit unter dem Stress leidet.

Zum Thema Ernährung bei Stress gibt es einen eigenen Artikel: 11 Nahrungsmittel, die bei Stress helfen

Falls du zu den tausenden Menschen gehörst, die unter Stress leiden, können dir diese Hinweise sehr nützlich sein:

  • Praktiziere Entspannungstechniken, Meditation zum Beispiel, oder auch Yoga, schalte beim Tanzen ab, bei einem Entspannungsbad oder während der Aromatherapie.
  • Plane jeden Tag ein wenig körperliche Bewegung ein.
  • Plane Aktivitäten und Termine entsprechend der Zeit, die dir tatsächlich zur Verfügung steht.
  • Lege während der Arbeit regelmäßige Pausen ein, dehne und strecke dich, und wenn du die Möglichkeit dazu hast, schnappe auch frische Luft.
  • Räume Zeit ein, in der du dich um dich kümmerst, genießt, was dir Spaß macht.
  • Meide Kontakt zu negativ eingestellten Menschen.
  • Lege schlechte Gewohnheiten wie das Rauchen und den Konsum von Alkohol ab.
  • Trinke mehr Wasser und verbessere deine Ernährung.
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