Was solltest du über Fibromyalgie wissen?

· 31 Januar, 2017
Zur Behandlung von Fibromyalgie sollten verschiedene Therapieformen kombiniert werden, um sowohl die körperlichen, als auch die psychologischen Symptome zu lindern.

Fibromyalgie ist eine chronische Erkrankung, an der weltweit sehr viele Menschen leiden. Auch wenn in vielen Fällen die Symptome nicht sichtbar sind, erschweren sie den Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen sehr stark.

Es handelt sich um sehr vielseitige Beschwerden, die Muskeln, Gelenke und Knochen betreffen und meist mit Erschöpfung, Verdauungsstörungen und emotionalen Problemen einhergehen.

Es ist sehr schwer, mit Fibromyalgie umzugehen, da die Patienten gesund zu sein scheinen, doch innerlich intensiv leiden. Deshalb ist es so wichtig, diese Erkrankung genau zu kennen, um die Symptome zu identifizieren und behandeln zu können.

In unserem heutigen Beitrag zählen wir einige wichtige Daten auf, damit du dieses Leid besser verstehen kannst. Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren.

Was passiert im Körper bei Fibromyalgie?

Menschen, die an Fibromyalgie leiden, entwickeln Symptome, die durch ihre Erscheinungsform schwer zu verstehen sind.

In der Tat kann es vorkommen, dass Mitmenschen glauben, es sei nur Theater, weil die Person kerngesund zu sein scheint. Doch bei dieser Krankheit wird das System, das den Schmerz steuert,  gestört. In der Folge kommt es zu Beschwerden bei Kälte, Wärme oder Stress.

Der Schmerz entwickelt sich nicht direkt an den betroffenen Körperzonen, sondern im Gehirn.

Symptome von Fibromyalgie

Symptome von Fibromyalgie

Die Symptome sind sehr komplex und ähneln den Symptomen anderer Erkrankungen, weshalb Fibromyalgie schwer zu identifizieren ist.

Die häufigsten Symptome sind:

  • Schmerzen an Muskeln, Gelenken und Knochen.
  • Erschöpfung.
  • Reizdarm.
  • Angstzustände und Depression.
  • Hypersensibilität bei Schmerzen.
  • Kopfschmerzen und Migräne.
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen.
  • Taubheit an Händen und Füßen.

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Ursachen

Bis heute kann keine exakte Ursache für Fibromyalgie festgelegt werden. Doch man weiß, dass bestimmte Faktoren das Auftreten dieser Krankheit beeinflussen können:

  • Genetische Faktoren.
  • Emotionale Traumata.
  • Schlafstörungen.
  • Chronischer Stress.
  • Falsche Ernährung bzw. übermäßige Einnahme von Oxidantien, wie raffinierter Zucker.
  • Autoimmunerkrankungen.
  • Rheumatoide Arthritis.

Wer ist am meisten davon betroffen?

Frau hat Rueckenschmerzen ist es gleich Fibromyalgie?

Fibromyalgie kann sowohl bei Frauen als auch bei Männern in jedem Alter auftreten. Frauen ab dem 45. Lebensjahr sind dafür jedoch besonders anfällig. Außerdem erhöht sich bei Lupus oder Arthritis die Wahrscheinlichkeit, an dieser Erkrankung zu leiden.

Können kognitive Störungen auftreten?

Neben den körperlichen Beschwerden können auch kognitive Störungen, wie Gedächtnisverlust oder Konzentrationsstörungen auftreten.

Aus diesem Grund kann es vorkommen, dass Patienten Dinge verlieren oder Schwierigkeiten bei der Orientierung haben.

Warum muss Stress auf jeden Fall vermieden werden?

Kontinuierliche Stressphasen können sich direkt auf Fibromyalgie auswirken und die Symptome verstärken. 

Wenn Fibromyalgie-Patienten unter Stress stehen, verschlimmern sich Schmerzen, Erschöpfung und das allgemeine Unwohlsein.

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Gibt es eine Heilung?

Leider gibt es bis heute noch keine Heilung für diese Erkrankung, es handelt sich um ein chronisches Problem, das zu verschiedensten Schmerzen führt. Da die Symptome mit anderen Krankheiten verwechselt werden können, ist die Diagnose nicht immer präzise. Oft wird eine Behandlung mit herkömmlichen Arzneimitteln verschrieben.

Die Patienten erhalten häufig auch eine psychologische Behandlung, um mit dem, was in ihrem Körper geschieht, umgehen zu können. Lindernde Arzneimittel für diese Erkrankung sind Analgetikum, krampflösende und beruhigende Mittel und Antidepressiva.

Trotzdem erscheinen die Schmerzen nach einer Zeit wieder.

Wichtige Punkte, um mit dieser Erkrankung umgehen zu können

Frau isst Salat Fibromyalgie

Die Medikamente lindern zwar die Beschwerden, doch auch veränderte Lebensgewohnheiten sind sehr wichtig. Eine ausgewogene und nahrhafte Ernährung hilft, Muskeln, Gelenke und Knochen zu stärken.

Eine leichte sportliche Tätigkeit, die durch einen Experten oder Physiotherapeuten überwacht werden sollte, ist ebenso wichtig.

Auch psychologische Unterstützung darf nicht fehlen!

  • EGLE, Ulrich T., et al. Fibromyalgie als Störung der zentralen Schmerz-und Stressverarbeitung. PPmP-Psychotherapie· Psychosomatik· Medizinische Psychologie, 2004, 54. Jg., Nr. 03/04, S. 137-147.
  • EGLE, Ulrich T.; VAN HOUDENHOVE, B. fibromyalgie: eine Stress bedingte Schmerzerkrankung?. 2006.
  • CONRAD, I. diagnose und Klinik der Fibromyalgie. Der Schmerz, 2003, 17. Jg., Nr. 6, S. 464-474.
  • BRÜCKLE, W.; LAUTENSCHLÄGER, J. Die Therapie der Generalisierten Tendomyopathie (Fibromyalgie-Syndrom). Aktuelle Rheumatologie, 1995, 20. Jg., Nr. 01, S. 13-19.