Was sind Filzläuse und wie erfolgt die Übertragung?

14 Januar, 2020
Filzläuse siedeln sich oft im Genitalbereich an, können jedoch auch in anderen Körperbereichen auftreten, zum Beispiel in den Achselhöhlen oder im Bauchbereich. Welche Symptome entstehen dadurch? Wie kann man sich infizieren? Erfahre mehr zu diesem Thema in unserem heutigen Beitrag. 

Filzläuse, auch Schamläuse genannt, sind blutsaugende Parasiten, die sich insbesondere gerne zwischen den Haaren im Intimbereich niederlassen. Sie befallen ausschließlich Menschen und werden als sexuell übertragbare Krankheit betrachtet, auch wenn es noch andere Übertragungsarten gibt.

Durch die Intimrasur ist der Läusebefall inzwischen seltener und lange nicht mehr so extrem verbreitet wie noch vor Jahren. Trotzdem ist es wichtig, Bescheid zu wissen, denn in selterenen Fällen könnte es trotzdem zu einer Übertragung kommen.

Der blutsaugende Parasit kann zu intensivem Juckreiz und unangenehmen Schmerzen im Intimbereich führen. Im Verlauf der Geschichte weisen verschiedenste Texte auf Filzläuse hin, sogar in der Bibel ist davon zu lesen. Zwar sind diese sehr ähnlich wie Kopfläuse, doch sie übertragen keine andere Krankheit.

Filzläuse können sehr unangenehm sein und das soziale Leben von Betroffenen sehr negativ beeinflussen. In unserem heutigen Artikel erfährst du Wissenswertes zu diesem Thema.

Wissenswertes über Filzläuse

Filzläuse: Wie kommt es zur Übertragung?
In den meisten Fällen erfolgt eine Übertragung durch sexuellen Kontakt. Doch es gibt auch andere Ansteckungsmöglichkeiten.

Wie bereits erwähnt, ernähren sich diese Parasiten ausschließlich von menschlichem Blut und lassen sich bevorzugt im Intimbereich nieder. Filzläuse sehen ähnlich aus wie kleine Meereskrebschen. 

Sie haften sich am Haaransatz mithilfe einer Substanz, die zementartig wirkt, an. Danach stechen sie in die Haut, was zu intensivem Juckreiz führen kann. Dies ist auf die Bestandteile des Speichels und der Ausscheidungen dieser Parasiten zurückzuführen.

Die Symptome treten meist eine Woche nach der Übertragung auf. Zusätzlich zu Juckreiz sind oft bläuliche Hautverfärbungen und Einstiche sichtbar. Darüber hinaus kann es durch Kratzen zu Verletzungen kommen.

Meist begrenzen sich die Parasiten auf den Intimbereich, doch sie können sich auch auf andere Bereiche ausbreiten. So können sie sich beispielsweise in den Brust-, Achsel- oder Bauchhaaren einisten. 

Wichtig zu wissen ist auch, dass sie sich sogar auf den Wimpern niederlassen können. Wenn Kinder an Filzläusen leiden, ist dies für Kinderärzte ein Hinweis auf einen möglichen Missbrauch des Kindes. 

Wir erfolgt die Übertragung der Filzläuse?

Wie bereits erwähnt, werden Filzläuse zu den sexuell übertragbaren Krankheiten gezählt. Zu einer Infektion kommt es in den meisten Fällen durch sexuellen Kontakt mit einer bereits infizierten Person. Doch es gibt auch andere Übertragungswege.

Selten kommt es zum Kontakt durch das Tragen infizierter Kleidungsstücke, Handtücher oder Bettlaken. Praktisch unmöglich ist eine Übertragung in einer Toilette. Denn dieser Parasit kann nicht lange außerhalb des menschlichen Körpers überleben. Der Plagegeist benötigt eine Temperatur von mindestens 28 Grad, um überleben zu können. Trotzdem ist bei einer vorhandenen Infektion eine besonders gute Hygiene grundlegend. Außerdem muss das Teilen von Kleidung oder Bettlaken verhindert werden.

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Wie werden Filzläuse diagnostiziert und behandelt?

Wie werden Filzläuse diagnostiziert und behandelt?
Für die Diagnose ist eine äußerliche Untersuchung ausreichend. Man kann die Parasiten auf den ersten Blick erkennen.

Die Diagnose von Filzläusen ist sehr einfach, denn es ist ausreichend, den Intimbereich zu sehen. Die Plagegeister sind normalerweise auf den ersten Blick zu erkennen. Das Krankheitsbild ist in der Regel eindeutig, deshalb sind keine weiteren Untersuchungen erforderlich.

Zur Behandlung kommen Salben, Shampoos und Lotionen zum Einsatz, welche die Insekten abtöten. Meist ist mehr als nur eine Verwendung notwendig, um damit erfolgreich zu sein. Wichtig ist auch, die Kleidung, Handtücher und Bettlaken gründlich zu reinigen.

Von besonders großer Bedeutung ist, sich darüber klar zu werden, wer die Filzläuse übertragen hat, um so eine neu Ansteckung zu vermeiden. Dabei kommen natürlich insbesondere Sexualpartner in Frage. Die Übertragung dieser Parasiten erfolgt schnell und einfach.

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Fazit

Filzläuse sind kleine blutsaugende Insekten, die sich zwischen den Haaren am menschlichen Körper ansiedeln, insbesondere im Intimbereich. Meist kommt es durch sexuelle Kontakte zur Übertragung, doch auch durch infizierte Kleidung, Bettlaken oder Handtücher könnte dieser Parasit übertragen werden.

Solltest du Zweifel über diese Infektion haben, lass dich unbedingt ärztlich untersuchen und beraten. Dein Arzt kann dir die richtige Behandlung verschreiben, um die Parasiten zu eliminieren.

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