Warum schlafen deine Hände nachts ein?

· 6 Mai, 2016
Wenn Druck auf bestimmte Zonen ausgeübt wird, gelangt das Blut manchmal nicht bis in die Hände, deshalb beginnen diese zu kribbeln oder sie schlafen ein.

Wirst du mitten in der Nacht wach, weil deine Hände oder Finger kribbeln oder hast du nach dem Aufwachen sogar das Gefühl, dass eine deiner Hände fehlt? Warum schlafen deine Hände nachts ein? In unserem heutigen Beitrag erfährst du mehr darüber.

Taubheitsgefühl in den Händen

Mann schläft auf Sofa Hände schlafen ein

Das unangenehme Kribbeln das entsteht, wenn die Hände einschlafen, kann prinzipiell zu jeder Tageszeit auftreten.

Wenn dies nur ab und zu vorkommt, besteht kein Grund zur Sorge. Schlafen deine Hände nachts ein und passiert das sogar öfter? Dann solltest du es von deinem Arzt untersuchen lassen!

Generell kann jedes Körperteil einschlafen, doch am häufigsten sind Hände, Füße, Arme oder Beine von den Symptomen betroffen.

Wenn die Hände einschlafen, verspürt man ein Kribbeln oder eine Art Stechen, als ob man in ein dichtes Nadelkissen greifen würde. Manche Menschen verspüren auch eine Art Brennen.

Schlafen deine Hände nachts ein? Die häufigsten Ursachen dafür sind:

  • Lange in der gleichen Position verweilen (im Schlaf die Liegeposition nicht verändern).
  • Eine leichte Handverletzung (beispielsweise ein Schlag auf die Hand).
  • Eine Halsverletzung, die ebenfalls zu dem Taubheitsgefühl in Fingern, Händen oder Armen führen kann.
  • Monotone Bewegungsabläufe, durch die das Handgelenk überlastet wird (Einsatz von Werkzeugen bei der Arbeit).
  • Flüssigkeitsretention (insbesondere in der Menopause, Schwangerschaft oder bei Übergewicht).
  • Vitamin-B12-Mangel.
  • Einnahme bestimmter Arzneimittel.
  • Eine Verletzung oder Druck auf einen Nerv der Hand oder im Handgelenk.

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Schmerzen im Handgelenk und Hände, die nachts einschlafen

Wenn deine Hände nachts regelmäßig einschlafen, solltest du zu deinem Arzt gehen.

Bei etwa 3 % der Bevölkerung schlafen mindestens einmal pro Woche eine oder beide Hände nachts ein.

Ein Teil der Betroffenen geht damit zum Arzt, der andere Teil betrachtet in der Nacht einschlafende Hände solange als normal, bis sich das Problem verschlimmert und doch ein Besuch beim Facharzt erforderlich wird.

Ist das Handgelenk verletzt, kann es nicht nur zu einem Taubheitsgefühl kommen, man kann dadurch auch Kraft in den Händen verlieren. Daraus resultieren Schwierigkeiten beim Greifen von Gegenständen oder große Schmerzen bei bestimmten Bewegungen.

Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass Betroffenen Dinge aus den Händen fallen oder Kraft fehlt, um alltägliche Aufgaben erledigen zu können. Wenn diese Beschwerden nicht zeitgerecht behandelt werden, können sie mit den Jahren zu einer Beeinträchtigung des Gefühls in den Händen führen.

Nur der Arzt kann herausfinden, ob es sich um ein Problem mit den Nerven handelt. Wichtig ist auch, die genaue Stelle des Schmerzes oder der Beschwerden zu lokalisieren.
In der Nacht werden Daumen, Zeige- und Mittelfinger am häufigsten von Kribbeln oder Taubheitsgefühlen heimgesucht. In diesem Fall, hat das Problem häufig einen Namen:

Karpaltunnelsyndrom

Karpaltunnelsyndrom (KTS) wird auch als „Sekretärinnenkrankheit“ bezeichnet. Hier sprechen Fachärzte von einer peripheren Neuropathie. Eine periphere Neurophathie entsteht, wenn der mittlere Nerv (der vom Arm bis in die Hand verläuft) durch Druck beeinträchtigt wird.

Der Nerv der durch das Handgelenk läuft, steuert Gefühl und Bewegung der Hand und der Finger. Wenn zu viel Druck auf diesen Nerv ausgeübt wird, kann es zu verschiedenen Symptomen kommen. Eines davon ist das Einschlafen der Hände und Finger.

Und warum passiert das so häufig im Schlaf? Die Symptome des Karpaltunnelsyndroms können zu jeder Tageszeit eintreten, doch nachts verschlimmern sie sich meist. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Nerv tagsüber mehrere Stunden lang gearbeitet hat und sich dann in der Entspannungsphase versteift.

Wenn deine Hände nachts einschlafen, kannst du mit speziellen Übungen dem Karpaltunnelsyndrom vorbeugen.

Wenn die Symptome am Ringfinger und am kleinen Finger auftreten, hängt dies mit dem Druck am Ellbogen auf den Ellennerv (Nervus ulnaris) zusammen, der dadurch stark beeinträchtigt wird.

Wenn du beispielsweise einen Unfall hattest oder gestürzt bist und dich mit dem Ellenbogen abgefangen hast, fühlst du häufig eine Art „Strom“ in diesem Bereich.

Der Ellennerv sorgt für die Bewegung von Handgelenk und Fingern. Auch die Blutgefäße sind hier beteiligt, weshalb es sich auf jeden Fall lohnt, den Symptomen auf den Grund zu gehen.

Häufig handelt es sich auch um ein angeborenes Problem. Andere Ursachen dafür können monotone Bewegungsabläufe (beispielsweise durch Tennisspielen) oder hängende Schultern sein.

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Schlafen deine Hände nachts ein? Das kannst du tun

Wenn deine Hände nachts einschlafen, kann das am Karpaltunnelsyndrom liegen.

Wenn du in der Nacht regelmäßig ein Taubheitsgefühl, Wärme oder ein Kribbeln spürst oder deine Hände sogar gar nicht mehr spürst, kann es sein, dass du am Karpaltunnelsyndrom oder einem anderen Problem mit dem Ulnarnerv leidest.

In beiden Fällen solltest du auf jeden Fall einen Facharzt aufsuchen, der eine eindeutige Diagnose stellen kann. Wenn das Problem nicht behandelt wird, können die Symptome nach einiger Zeit nämlich auch tagsüber auftreten.
Frauen sind häufiger betroffen, was darauf zurückgeführt werden könnte, dass sie häufiger monotone Bewegungsabläufe ausführen.
Wenn du Temperaturen mit den Händen nicht unterscheiden kannst oder das Daumengelenk nicht richtig bewegen kannst, sind dies bereits sehr ernste Folgen.

Übungen zur Vorbeugung

Damit es erst gar nicht so weit kommt, kann man spezielle Übungen durchführen. So verhindert man, dass der Karpaltunnel überlastet wird.
  • Für die Übungen benötigst du nur einen kleinen Gummiball, den du in einem Spielzeugladen oder Tierhandel kaufen kannst.
  • Nimm den Ball in die Hand, schließe sie und übe Druck aus.
  • Wiederhole diese Übung mehrmals und halte den Druck ein paar Sekunden lang, bevor du wieder in Ausgangsposition zurückgehst.
Wenn deine Hände nachts einschlafen, kannst du sie trainieren.

Führe die Übung mindestens einmal täglich durch.

Du kannst zum Beispiel den Arbeitsweg in Bus oder Bahn für die Übungen nutzen, die Zeit in der Warteschlange im Supermarkt oder wenn du nach der Schule auf deine Kinder wartest.

Auch beim Fernsehen, beim Lesen oder bei einem entspannenden Bad kannst du deine Hände trainieren. Wichtig ist, dass du die Übung konsequent täglich ein paar Minuten lang durchführst.

Dadurch wird der Nerv gestärkt und du wirst spüren, dass deine Hände in der nachts nicht mehr so häufig einschlafen.

REFERENZEN

http://meganotas.com/porque-se-duermen-las-manos/

http://www.medciencia.com/doctor-por-que-se-me-duermen-las-manos/

http://www.elpais.com.uy/vida-actual/manos-adormecidas-sindrome-tunel-carpiano.html