Warum leiden wir an Schlaflosigkeit?

12 September, 2014
Um eine gute Schlafqualität zu erreichen, solltest du elektronische Geräte - wie Laptop oder Handy - zwei Stunden lang vor dem Schlafengehen abschalten, damit das Gehirn nicht aktiviert und gereizt wird.

Wenn der Schlaf so wichtig für unsere Gesundheit ist, warum brauchen wir dann manchmal so lange, um einzuschlafen? Schlaflosigkeit hat direkte Auswirkungen auf unseren Alltag und verschlechtert  nach und nach unsere Lebensqualität. Es gibt verschiedenste Gründe für Schlaflosigkeit. In diesem Beitrag werden Sie mehr darüber erfahren und auch, welche Strategien Sie für eine bessere Nachtruhe anwenden können.

Manchmal sind Arzneimittel die einzige Lösung. Doch es rentiert sich immer, die Ursache für Schlaflosigkeit zu kennen. Wenn die Auslöser bekämpft werden, ist es einfacher die Folgen zu bewältigen und so die langen schlaflosen Nächte, in denen wir keine Ruhe finden, zu vermeiden.

Welche Folgen hat Schlaflosigkeit?

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Schlaflosigkeit ist ein sehr ernsthaftes Problem, das unser Leben stark beeinflusst. Wenn wir drei oder vier Tage hintereinander oder sogar noch länger in der Nacht keine Erholung finden, schlägt sich dies direkt auf unsere Gesundheit nieder. Doch wie erkennt man, dass es sich tatsächlich um ein Problem handelt?

  • Sie haben jede Nacht Schwierigkeiten beim Einschlafen. Es handelt sich nicht um fünf bis sechs Tage im Monat, das Problem wiederholt sich ständig.
  • Sie wachen früh auf und werden auch während der Nacht öfters wach.
  • Sie sind müde wenn Sie morgens erwachen.
  • Sie sind reizbar, ängstlich und sogar traurig.
  • Sie haben den ganzen Tag lang das Gefühl von Müdigkeit und Langsamkeit.
  • Sie können sich nicht konzentrieren und vergessen Dinge.
  • Es kann zu kleinen Unfällen kommen.
  • Sie leiden an Magenbeschwerden
  • Ans Einschlafen denken macht Sie nervös.

Gründe für Schlaflosigkeit

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1. Emotionale Probleme

Manchmal stellt uns das Leben vor schwierige Aufgaben. Es können zum Teil kleine Ereignisse sein, die uns jedoch große Sorgen bereiten. Wenn das vorkommt und wir traurig, ängstlich oder besorgt sind kommt es in unserem Gehirn zu einem quemischen Ungleichgewicht, das uns immer aufmerksam und wach hält. Folglich können wir nicht zur Ruhe kommen.

Stress und Angst sind Feinde des Schlafs. Die täglichen Sorgen machen sich in der Nacht bemerkbar. In der Stille und Dunkelheit kommen diese Gefühle auf und halten uns wach.

2. Stimulierende Nahrungsmittel

Der Konsum von Kaffee, Tee, kohlensäurehaltigen Getränken, Alkohol und Tabak wirkt anregend und kann zu Einschlafproblemen führen. Manche denken, dass Alkohol wie ein Schlafmittel wirkt, das ist jedoch ein Irrtum. Diese Substanz verhindert nämlich den Tiefschlaf und bewirkt häufiges Erwachen. Vermeiden Sie stimulierende Nahrungsmittel oder konsumieren Sie diese mit Vorsicht.

3. Krankheiten

Arthritis, Diabetes, Herzkrankheiten, Parkinson, Schilddrüsenbeschwerden, Sodbrennen oder Alzheimer usw. haben verschiedene Auswirkungen auf unseren Organismus, die auch die Schlafqualität beeinflussen. Aufgrund von Schmerzen, Atemproblemen, Hormonveränderungen oder Veränderungen im Nervensystem können Schlafstörungen auftreten.

4. Medikamente

Arzneimittel wie Antidepressiva, Tabletten gegen Allergien oder erhöhten Blutdruck können ebenfalls Schlafstörungen verursachen. Manchmal beinhalten diese stimulierende Substanzen wie z.B. Kaffein, die den Schlaf beeinflussen können.

5. Äußere Einflüsse

Vielleicht sind Sie gewöhnt, den Computer oder Ihr Handy nachts zu verwenden. Die elektromagnetischen Wellen dieser Apparate können die Melaninproduktion beeinflussen und verschiedene Hirnregionen stimulieren, was sich auf unseren Schlaf auswirkt. Wenn Sie z.B. um Mitternacht eine Nachricht erhalten und diese lesen, werden Sie danach wahrscheinlich Einschlafprobleme haben. Die Bildschirme von Computern und Handys haben einen stimulierenden Effekt und beeinflussen unsere Nachtruhe.

6. Vorsicht bei einem üppigen Abendessen

Ein üppiges Abendessen stört unseren Schlaf. Der Verdauungsprozess braucht seine Zeit und wenn dieser noch nicht abgeschlossen ist, kann er unsere Nachtruhe negativ beeinflussen. Deshalb sollten sie immer mindestens 2 Stunden bevor Sie ins Bett gehen abendessen und am besten nur leichte, keine üppigen Gerichte.

Was kann man gegen Schlaflosigkeit machen?

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  • Managen Sie Ihre Probleme, Sorgen und Ängste. Vermeiden Sie, negative Gedanken mit ins Bett zu nehmen. Manchmal ist das sehr schwierig, da dies auch mit unserem Charakter zusammenhängt. Doch versuchen Sie, Sorgen und Ängste schon vor der Nachtruhe zu beschwichtigen, z.B. durch eine sportliche Betätigung.
  • Gehen Sie immer zur selben Zeit ins Bett.
  • Vermeiden Sie üppiges Abendessen. Trinken Sie nach dem Abendessen einen Kamillen- oder Passionsblumentee, beide wirken entspannend. Wenn Sie sich dies zur Gewohnheit machen, wird das Einschlafen mit der Zeit einfacher sein.
  • Nehmen Sie Computer oder Handy nicht mit ins Bett. Schalten Sie diese Geräte bereits zwei Stunden vor der Nachtruhe aus, damit sich Ihr Gehirn entspannen kann.
  • Nehmen Sie vor dem Schlafen ein entspannendes, heißes Bad oder eine Dusche.
  • Versuchen Sie, keinen Mittagsschlaf zu halten sondern stattdessen etwas Sport zu treiben. So werden Sie am Abend wirklich müde sein und besser schlafen.
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