Vorzüge der Petersilie für Gesundheit und Schönheit

· 4 Januar, 2016
Petersilie wird vor allem Frauen empfohlen. Sie hilft nicht nur, indem sie Regelschmerzen lindert, sondern bekämpft auch die Symptome der Menopause und hilft, einer Osteoporose vorzubeugen

Vielen unserer Gerichte verleihen wir mit Petersilie eine ganz besondere Note und dabei wissen wir oft gar nicht, welche tollen Eigenschaften diese grüne Pflanze aufweist.

Möchtest du wissen, wie Petersilie deine Gesundheit und Schönheit fördern kann? Dann bist du hier genau richtig. Und ab heute würzt du mit den kleinen, grünen Blättern, weil du weißt, was alles Gutes in ihnen steckt!

Eigenschaften der Petersilie

Die Petersilie gehört zur selben Familie wie Sellerie und Dill, weshalb sich auch ihre Blätter so ähnlich sehen. Seit Jahrhunderten wird sie in der Küche und als Heilmittel verwendet.

Ursprünglich stammt sie aus dem östlichen Mittelmeerraum, von wo aus sie mit den Griechen und später mit anderen Völkern die ganze Welt erobert hat.

Hippokrates und Galen erwähnen die Petersilie in ihren Werken. Von den Angelsachsen wurde sie zur Behandlung von Schädelverletzungen eingesetzt, die man sich im Kampf zuzog.

Beginnen wir gleich mit einer interessanten, aber wenig bekannten Kombination – Karotten-Orangen-Petersilien-Saft zum Abnehmen

Hoffen wir, dass Schädelfrakturen aus Zweikämpfen heute seltener auftreten. Die Petersilie wird dennoch weltweit angebaut, in erster Linie allerdings, um Speisen und Getränken ein interessantes Aroma zu verleihen.

Übrigens wird aus den Samen der Pflanze ein Öl gewonnen, das Einzug in die Kosmetikindustrie gehalten hat und in Seifen und Cremes verwendet wird.

Petersilie enthält:

  • Vitamin C. Eine knappe halbe Tasse voll Petersilie enthält mehr Vitamin C als eine Orange.
  • Vitamin K, das für die Blutgerinnung und die Gesunderhaltung der Knochen gebraucht wird.
  • Beta-Carotine, die das Immunsystem stärken und antioxidativ wirken.
  • Calcium. Petersilie enthält ebenso viel Calcium wie das gleiche Volumen an Milch.
  • Eisen, relativ gesehen sogar mehr als in rotem Fleisch.
  • Bor, ein Spurenelement, mit dem sich Symptome der Menopause lindern und einer Osteoporose vorbeugen lässt.
  • Fluor, ein weiteres Spurenelement, welches die Knochen stärkt.
  • Ballaststoffe, mit denen sich die Verdauung verbessern und einer Verstopfung vorbeugen lässt.
  • Cholorphyll, das der Petersilie auch ihre grüne Farbe verleiht, entschlackend und antispetisch wirkt.
Petersilie

Traditionelle Verwendung der Petersilie

Es ist interessant, zu wissen, dass alle Teile der Pflanze verwendet werden: ihre Wurzeln, ihre Stengel, ihre Blätter und ihre Samen. Petersilie wird in folgenden Anwendungsgebieten eingesetzt:

Diuretikum

Der Konsum von Petersilie erhöht die Harnproduktion durch die Nieren, was die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten fördert. Auch Nierensteinen wird so vorgebeugt, Harnwegsinfektionen heilen schneller ab. Außerdem wird ins Gewebe eingelagerte Flüssigkeit ausgespült.

Bereite dir doch einen Tee oder einen Saft zu, zum Beispiel so:

Zutaten

  • 1 Handvoll Petersilienblätter mit Stengeln
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Zubereitung

  • Bring das Wasser zum Kochen und gib die Petersilie hinein.
  • Lass sie einige Minuten auskochen, dann noch etwas ziehen, und gieß den Aufguss schließlich ab.
  • Du kannst diesen Petersilientee warm oder kalt trinken, wenn du möchtest, mit Honig gesüßt.

Welche Lebensmittel du bei Disposition zu Nierensteinen meiden solltest, erfährst du hier: Gibt es Lebensmittel, die Nierensteine provozieren können?

Blutdrucksenkung

Der recht hohe Kaliumgehalt ist nicht nur für den diuretischen Effekt, sondern auch für die blutdrucksenkende Wirkung verantwortlich. Trinke dazu jeden Tag Petersiliensaft oder -tee.

Anregung der Durchblutung von Unterleib und Becken

Petersilie ist ein ausgezeichnetes Heilmittel für Frauen, die an Regelschmerzen leiden. Sie lindert die Schmerzen und regt den menstrualen Blutfluss an.

Petersilie

Verdauungsförderung und Laxans

Da diese Pflanze die Sekretion von Verdauungssäften anregt, lässt sich durch ihren regelmäßigen Konsum die Verdauung regulieren. Blähungen wird vorgebeugt.

Entschlackung

Sie wird als hervorragendes und effektives Mittel zur Entgiftung des Organismus angesehen. Petersilie unterstützt die Reinigung des Darmes, aber auch die der Lungen. Weil sie harntreibend wirkt, werden auch über den Urin vermehrt und bei geringerer Organbelastung Schadstoffe ausgeschieden.

So werden alle Organe, die an der Entgiftung des Körpers beteiligt sind, neben Nieren und Darm vor allem Leber und Galle, entlastet.

Hormonelle Regulierung

Frauen, die sich in der Menopause befinden, wird Petersilienkonsum empfohlen: in Salaten, Soßen sowie Mischgetränken… Möglichkeiten gibt es viele. Der Hormonhaushalt wird ins Gleichgewicht gebracht, insbesondere was die Östrogene anbelangt,

Aphrodisiakum

Seit der Antike wird diese Pflanze eingesetzt, um die Libido zu steigern. Eine wissenschaftliche Erklärung dafür gibt es, sie ist allerdings nicht sehr anregend:

  • Stimuliert die Menstruation.
  • Regt die Produktion von Muttermilch an.
  • Tonisiert den Uterus.
  • Erleichtert die Geburt.
  • Steigert die Libido vor allem bei Frauen.
Petersilie

Petersilie für die Schönheit

Auch über die Eigenschaften als Heilmittel hinaus handelt es sich bei der Petersilie um eine ganz besondere Pflanze. Wenn sie äußerlich angewendet wird, ist sie ein guter Verbündeter in Sachen Schönheit. Insbesondere nutzt sie uns hierzu:

  • Elimination von kleinen, rötlich schimmernden Blutgefäßen im Gesicht (Couperose)
  • Minderung der überschüssigen Talgproduktion durch die Haut
  • Reduktion von braunen Hautflecken
  • Aufhellung des Teints
  • Beseitigung von Mitessern
  • Linderung von Akne
  • Beschleunigung der Wundheilung

Du kannst auf Petersilienbasis eine Gesichtsmaske zubereiten, um in den Genuss all dieser Wirkungen zu kommen.

Zutaten

  • 1 Handvoll frische Petersilie
  • etwas heißes Wasser
  • 1 TL Zitronensaft
  • 1 EL Honig

Zubereitung

  • Schneide die Petersilienblätter so klein wie möglich und zerstoße sie dann im heißen Wasser. Du solltest eine Paste erhalten, wozu du nicht allzu viel Wasser brauchst.
  • Vermische in einer weiteren Schüssel Zitronensaft und Honig und gib diese Mischung dann zur Petersilienpaste.
  • Wasche dein Gesicht mit warmem Wasser sowie neutraler Seife gut ab.
  • Trage die Gesichtsmaske auf und lass sie dann zehn bis 15 Minuten einwirken.
  • Spüle sie dann mit lauwarmem Wasser ab.
  • Danach gönnst du deiner Haut am besten noch etwas Feuchtigkeitscreme.

Denk daran, dass diese Behandlung abends durchgeführt werden sollte, weil die Petersilienmaske deine Haut der Sonne gegenüber empfindlich macht. Wiederhole die Behandlung einmal wöchentlich, um gute Ergebnisse zu erzielen.

Sollte deine Haut brennen, gibt es wahrscheinlich Entzündungsherde, z.B. aufgrund von Akne. Das Brennen sollte schnell nachlassen. Ist das nicht der Fall, spüle die Maske ab, auch wenn die angegebene Einwirkzeit noch nicht vergangen ist.

Eine weitere Möglichkeit, die Vorzüge der Petersilie für die Schönheitspflege zu nutzen, besteht in der Zubereitung eines Tees und dessen äußerlicher Anwendung als Gesichtswasser.

Zutaten

  • 1 Handvoll Petersilie, Blätter und Stengel
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Zubereitung

  • Koche das Wasser auf, gib die Petersilie hinzu und lass es dann abkühlen, bis es nur noch lauwarm ist.
  • Gieße den Tee durch ein Sieb und behalte die Flüssigkeit als Gesichtswasser.
  • Tauche einen Wattebausch in das Gesichtswasser ein und trage es dann damit auf deine saubere, trockene Haut auf.

Dieses Gesichtswasser hilft vor allem, um Hautflecken vorzubeugen.

Petersilie

 

  • Hinneburg, I., Damien Dorman, H. J., & Hiltunen, R. (2006). Antioxidant activities of extracts from selected culinary herbs and spices. Food Chemistry. https://doi.org/10.1016/j.foodchem.2005.03.028
  • Linde, G. A., Gazim, Z. C., Cardoso, B. K., Jorge, L. F., Tešević, V., Glamoćlija, J., … Colauto, N. B. (2016). Antifungal and antibacterial activities of Petroselinum crispum essential oil. Genetics and Molecular Research. https://doi.org/10.4238/gmr.15038538