Verzicht aufs Frühstück macht dick!

Statistisch gesehen sind Personen, die NICHT frühstücken dicker als solche, die frühstücken.
Verzicht aufs Frühstück macht dick!

Geschrieben von Yamila Papa Pintor

Letzte Aktualisierung: 25. Mai 2022

Man könnte meinen, dass man dünner ist oder wird, wenn man die erste Mahlzeit des Tages auslässt. Denn man isst dann ja auch genau eine Mahlzeit weniger. Das ist allerdings ein Trugschluss! Warum der Verzicht aufs Frühstück dick macht. Wir erklären, warum!

Aufs Frühstück verzichten macht dick

„Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann“ besagt ein deutsches Sprichwort.

Doch leider haben dies viele in der Hektik unseres Alltags schon vergessen. Ein ausgewogenes Frühstück ist der wichtigste und beste Start in jeden neuen Tag. Denn statistisch gesehen sind Menschen, die regelmäßig frühstücken schlanker als solche, die auf das Frühstück verzichten.

Das liegt daran, dass der Körper ohne Frühstück gezwungen ist, im „Notlaufmodus“ zu laufen und eben nicht, wie oft behauptet, auf seine Fettreserven zurückgreift, sondern auf absoluter Sparflamme läuft.

Der dadurch über den Tag angesammelte Hunger durch verminderte Kalorienaufnahme wird durch kleine Snacks zwischendurch oder ein vor lauter Hunger zu üppiges Abendessen leider viel zu oft wieder „ausgeglichen“.

Die tägliche Kalorienzufuhr ist somit doch höher, trotz ausgelassenem Frühstück! Das gesündeste Frühstück? Es ist zunächst einmal das, was du isst, denn jedes „halbgesunde“ Frühstück ist besser als gar keins!

Was brauchen wir zum Frühstück?

Was ist denn nun aber gesund? Und was sollte unser Frühstück enthalten? Es ist das, was du dir persönlich aus unseren „Hauptzutaten“ zusammenstellst. Nach deinem persönlichen Geschmack. Nach dem Inhalt deines Brotkorbes. Je nach dem, was in deinem Kühlschrank ist.

Du selbst kannst frei wählen – es sollte nur eine Kohlenhydratquelle, etwas Eiweiß, Obst und Flüssigkeit enthalten sein. Und das mit möglichst wenig Fett. Klar, oder? Wir erklären, warum!

Wichtige Hauptzutat: Kohlenhydrate

Der wichtigste Brennstoff für unseren Muskelmotor sind und bleiben die Kohlenhydrate. Morgens ist „der Tank leer“ und es ist wichtig, diesen wieder zu füllen, bevor es mit dem Muskelmotor auf die „Autobahn“ des Alltags geht.

Die Kohlenhydrate, mit denen unser Muskelmotor am langfristigsten etwas anfangen kann sind natürlich nicht die aus Zucker, sondern die Kohlenhydrate, die in Getreideprodukten stecken: in Brot, Müsli, Frühstückscerealien, Getreidebreien und Mehlspeisen. Was davon schmeckt dir?

Zum Frühstück gehört Eiweiß

Der Körper benötigt Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett, um optimal mit allem versorgt zu sein, was er braucht. Um das Fett in der Nahrung müssen wir uns keine Sorgen machen, davon nimmt der deutsche Durchschnittsbürger zu viel mit der Nahrung auf.

Eiweiß ist aber wichtig und sollte beim Frühstück „nicht unter den Tisch fallen“. Ideal sind hier Milchprodukte, beispielsweise Milch oder Joghurt zum Müsli, ein fettarmer Kräuterquark aufs Brot oder magerer Käse oder Wurst und Schinken.

Wer keine tierischen Eiweißquellen möchte, greift hier zum Beispiel zu Sojamilchprodukten. Welche Eiweißquelle passt zu deiner Kohlenhydratquelle?

Frisches Obst (oder Gemüse) zum Frühstück

Es wäre natürlich einfach, sich die Frühstücksportion Obst und Gemüse in Form von industriell gefertigten Säften zu besorgen, aber es ist grundsätzlich immer besser, Obst und Gemüse in seiner natürlichsten Form zu essen.

Um sicher zu stellen, dass die darin enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe auch optimal vom Körper aufgenommen werden können.

Was liegt denn gerade so in deinem Obstkorb? Du hast keinen? Dann stelle einen auf und sorge dafür, dass er immer gefüllt ist! Du stehst nicht auf Obst? Dann nimm Gemüse! Knackige Gurke, pralle Tomaten oder frische Radieschen passen auch gut zum Frühstück!

Viel Trinken zum Frühstück!

Je nach Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit verliert der Körper über Nacht im Schlaf bis zu einem Liter Wasser über Schweiß und Atemluft.

Daher ist es nicht nur wichtig, Bett und Schlafzimmer am Morgen zu lüften, sondern auch, die verlorene Flüssigkeit beim Frühstück wieder aufzufüllen. Kaffee, Tee, Wasser oder Saft? Ein Glas Wasser als Start in den Tag ist immer empfehlenswert.

Das Glas Saft ersetzt nur die Portion Obst, die du ja nicht als Saft, sondern als ganze Frucht essen solltest.

Bleibt also nur noch die Entscheidung zu treffen: Kaffee oder Tee? Die Entscheidung ist einfach: das, was dir schmeckt! Hauptsache: genug davon! Ein Espresso deckt ganz sicher nicht deinen Flüssigkeitsbedarf!

Es empfiehlt sich, mindestens einen halben Liter zusätzlicher Flüssigkeit zum Frühstück zu sich zu nehmen. Ideal ist es, damit andere der fünf wichtigen Frühstückszutaten zu integrieren. Ein Smoothie zum Beispiel deckt gleich drei Zutaten ab: Obst, Flüssigkeit und Ballaststoffe.

Wird aus dem Smoothie mit Milch oder Joghurt ein Milchmixgetränk, ist auch schon die vierte Zutat „im Kasten“, beziehungsweise im Bauch. Fehlt nur noch etwas Toast oder ein Vollkornbrötchen dazu und das Frühstück ist schnell perfekt!


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