Verletzende Persönlichkeiten, die mit Schuldgefühlen spielen

Es ist wichtig, unterscheiden zu können, ob du tatsächlich selbst die Schuld hast oder ob dir diese jemand nur zuschieben möchte, auch wenn du gar nichts damit zu tun hast.

Personen, die mit Schuldgefühlen spielen, sind überall zu finden. Oft verstricken wir uns in verschiedenen Lebensabschnitten in ihren Machtspielen.

Es handelt sich um dominante Personen, die andere mit Schuldgefühlen peinigen und sie in negative Emotionen verstricken, die dazu führen, dass ihre Opfer denken, alles falsch zu machen und für nichts gut zu sein.

Ohne jeden Zweifel handelt es sich um eine gefährliche und destruktive Manipulation, um die eigenen Wünsche zu erfüllen.

Diese Dynamik ist auf allen Ebenen zu finden: in der Familie, in partnerschaftlichen Beziehungen und auch in der Arbeit.
Fast jeder kennt Personen, die die Fähigkeit haben, anderen ständig die eigene Schuld zuzuschieben, und ihre Opfer sehr negativ belasten und tief verletzen.
Es ist wichtig, diese Personen zu identifizieren und ihr Verhalten zu analysieren. Deshalb laden wir dich ein, mit uns über dieses Thema nachzudenken.

Das gefährliche Spiel mit Schuldgefühlen und seine Hauptdarsteller

Eines der schädlichsten Machtspiele, das innerhalb einer Freundschaft, der Familie oder im Arbeitsleben entstehen kann, ist zweifellos die Projektion der eigenen Schuld auf andere.

Es gibt verschiedenste Arten, dies zu erreichen. Wie andere für Dinge verantwortlich gemacht werden hängt immer von der Art der Manipulation ab, denn wer mit Schuldgefühlen spielt, kennt verschiedenste Strategien, um seine Ziele zu erreichen.

Ein Machtspiel innerhalb einer Beziehung oder innerhalb der Familie hat nichts zu tun mit dem Zuschieben von Schuldgefühlen am Arbeitsplatz.

Anschließend sehen wir uns die verletzenden Persönlichkeitstypen, die mit Schuldgefühlen handeln, etwas genauer an. 

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1. Wohltätige und zärtliche Persönlichkeit

Frau ohne Schuldgefühle

„Ich sage dir das, weil ich dich liebe und das Beste für dich will, doch was du tust, ist nicht gut für dich, außerdem vergisst du dabei die wichtigen Dinge und auch die Personen, die sich um dich sorgen.“

  • Hierbei handelt es sich um ein klares Beispiel für emotionalen Missbrauch.
  • Bei solchen Sätzen, die liebevoll und zärtlich gesagt werden, geht es dem Täter darum, sein Opfer zu erniedrigen, ihm Schuld für sein eigenes Unglück oder Unwohlsein mit seinen Mitmenschen zuzuschieben.
  • Diese Verhaltensweise ist innerhalb von Familien sehr häufig anzufinden.
  • Ein Beispiel: „Wenn du diese Arbeit annimmst und du weg musst, wirst du unglücklich sein und auch uns unglücklich machen. Das ist nicht gut für dich, Schatz.“

Die Schuld, die auf dich projiziert wird, wird in diesem Fall von Zärtlichkeit und Fürsorge begleitet und von jemandem, der für dich wichtig ist, ausgesprochen.

Da eine enge Beziehung zu dieser Person vorhanden ist, ist die Wirkung umso tiefer und größer.

2. Personen, die andere für alles schuldig machen

Wenn ein Teller auf den Boden fällt, bist du ein unverbesserlicher Tollpatsch. Wenn dein Partner das Essen verbrennt, hast du ihn vom Kochen abgelenkt. Wenn ein Reifen platzt, hast du vergessen, das Auto durchchecken zu lassen… die Schuld für alles wird immer dir zugeschrieben.

  • Manche Menschen haben diese Fähigkeit: Sie beschuldigen immer andere für alles Schlechte, das in ihrem Leben passiert – und es passiert immer irgendetwas. 

Es handelt sich um eine langsame und progressive Destruktion, die man jedoch erkennen und so schnell wie möglich bremsen muss.

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3. Personen, die ihr Selbstwertgefühl verwenden, um dich in eine tollpatschige Marionette zu verwandeln

Frau mit Schuldgefühlen

„Es ist ganz klar, dass du ohne mich nichts machen kannst. Hast du gesehen, dass jetzt alles kaputt ist, nur weil du es berührt hast?“ „Du machst immer alles kaputt und erreichst nie etwas. Jetzt werde ich mich darum kümmern. “

  • Dieses Beispiel zeigt eine toxische Beziehung und die Macht, die eine Person auf die andere ausübt.
  • Dabei wird die Schuld auf die andere Person übertragen, die sich dadurch als Mensch wertlos fühlt. 
  • Der Täter lässt sein Opfer minderwertig fühlen, beeinflusst seine Gedanken und kritisiert seine Persönlichkeit. Wenn sich das Opfer darüber nicht bewusst wird, wird sich die Situation zweifellos verschlimmern.

Der Täter lässt sein Opfer glauben, dass es wertlos ist und dass er selbst über allem steht.

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4. Personen, die keine Verantwortung über ihre eigenen Fehler übernehmen

Du kennst sicher auch mehr als eine Person dieser Art.

Sie machen Fehler, begehen Unverantwortlichkeiten, verursachen durch ihr Verhalten Probleme… doch sie sind unfähig, dafür Verantwortung zu übernehmen.

Anstatt die Schuld einzugestehen, sind sie Experten darin, diese anderen zuzuschieben.

„Du bist dafür verantwortlich, weil du mir geglaubt hast.“ „Die Schuld ist deine, da du so vertrauensvoll bist.“…

5. Personen, die behaupten, das Beste für dich zu wollen, um dir etwas beizubringen

Frau in rotem Zimmer hat Schuldgefühle

Anderen die Schuld zuzuschieben wird von vielen als Möglichkeit betrachtet, jemandem zu zeigen, was Verantwortung bedeutet, damit sich diese Person persönlich entwickeln kann.

Denken wir beispielsweise an eine Situation in einem Büro oder zu Hause:

  • Dein Chef macht dich für die Fehler anderer verantwortlich und besteht darauf, dass du diese löst.
  • Um sich zu rechtfertigen, weist er dich darauf hin, dass innerhalb einer Organisation im Falle eines Problems jeder Verantwortung zeigen muss, denn nur so kann das Unternehmen funktionieren.
  • Eine andere Situation ist beispielsweise, wenn Eltern das ältere Geschwister für die Fehler des jüngeren verantwortlich machen. Das ältere Geschwister wird mit der Schuld des jüngeren Bruders oder der jüngeren Schwester belastet.

Natürlich ist dies nicht korrekt. Innerhalb der Familie oder eines Unternehmens muss jede Person für ihre eigenen Handlungen verantwortlich sein.

Jemanden für die Fehler anderer zur Verantwortung zu ziehen, bewirkt ausschließlich, dass sich diese Person gestresst fühlt und ihr Selbstwertgefühl verloren geht.

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