Ursachen von Zwischenblutungen

· 15 November, 2016
Zwischenblutungen haben meist eine harmlose Ursache, sollten aber beim Gynäkologen abgeklärt werden.

Zwischenblutungen sind beunruhigende Ereignisse, bei denen Frauen sich oft mehr Gedanken machen, als nötig.

Es ist aber wichtig, seinen weiblichen Körper zu kennen und sich über mögliche Ursachen zu informieren und besser den Frauenarzt aufzusuchen.

Wann spricht man von Zwischenblutungen?

Normalerweise erleben Frauen im gebärfähigen Alter eine Monatsblutung, regelmäßig alle 28 Tage.

Kommt es im Zeitraum zwischen zwei Monatsblutungen zu einer Schmierblutung oder größeren Blutung, so handelt es sich um eine Zwischenblutung, die auf diverse Ursachen zurückzuführen ist.

Ist die Zwischenblutung nur schwach, so spricht man von einer Schmierblutung. Diese erkennst du an bräunlichem oder etwas rötlich gefärbtem Ausfluss.

Meist gehen solche Zwischenblutungen ohne Schmerzen schnell wieder vorbei. Du solltest jedoch in jedem Fall mit deinem Arzt sprechen.

In selteneren Fällen sind Zwischenblutungen auch ausgeprägt und ähneln mit all ihren Symptomen einer normalen Monatsblutung.

Aber auch diese verschwindet meist nach einem kurzen Gastspiel von ein oder zwei Tagen wieder. Kläre dies trotzdem mit dem Frauenarzt ab!

Ist die Blutung ungewöhnlich stark oder mit heftigen Schmerzen verbunden oder in irgendeiner Art und Weise besonders besorgniserregend, dann handelt es sich um einen Notfall und du solltest dich sofort in einem Krankenhaus vorstellen.

Unklarer Blutverlust ist immer ein Warnsignal!

Tampons und Binden bei ZwischenblutungenUrsachen von Zwischenblutungen

Nicht immer deutet eine Zwischenblutung auf ein ernstes Gesundheitsproblem hin. Harmlose Ursachen können unter anderem sein:

  • Unregelmäßige oder durchgehende Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln („Pille“)
  • Emotionale / psychische Belastung
  • Hormonschwankungen
  • Kleinere Verletzungen nach sexuellem Kontakt
  • Probleme mit der Spirale

Selten, aber doch besorgniserregend oft sind Zwischenblutungen ein Symptom einer ernsthaften Erkrankung oder eines schwerwiegenderen Problems:

  • Wucherungen in der Gebärmutter (Myome)
  • Wucherungen außerhalb der Gebärmutter (Endometriose)
  • Polypen
  • Entzündungen an Gebärmutter / Eierstöcken
  • Erkrankung des Gewebes am Muttermund (Portioektopie)
  • Tumore
  • Eileiterschwangerschaft
  • Stoffwechselerkrankungen, z.B. Diabetes
  • Leber- und/oder Nierenerkrankungen
  • Schilddrüsenerkrankungen

Wie du siehst, sind Zwischenblutungen nicht immer harmlos, weswegen du jegliche Zwischenblutung immer beim Gynäkologen abklären lassen solltest.

Je eher die Ursache gefunden ist, desto größer die Heilungschancen!

gebaermutter und zwischenblutungenVorbeugung

Da die Ursachen so vielfältig sind, kann keine generelle Empfehlung ausgesprochen werden, was du vorbeugend tun kannst, um Zwischenblutungen zu vermeiden.

Einige grundlegende Tipps sind aber:

  • Vermeide Infektionen und Entzündungen, indem du deine Intimflora schützt.
  • Schütze dich vor Geschlechtskrankheiten, indem du ungeschützten Sex ablehnst.
  • Nimm hormonelle Verhütungsmittel regelmäßig und genau nach Anweisung.
  • Lerne, mit Stress und psychischen Belastungen besser umzugehen.

Dies sind allgemeingültige Hinweise, die generell für deine Intimgesundheit wichtig sind. Diese können aber eine Zwischenblutung nicht immer verhindern, denn dazu sind die Ursachen zu vielfältig.

Ärztin spricht über ZwischenblutungenTherapie von Zwischenblutungen

Je nach Ursache der Blutung ist auch die Therapie anzusetzen. Da du immer den Frauenarzt aufsuchen solltest, wenn du eine Blutung außerhalb der Regel an dir beobachtest, können wir hier keine wirklichen Therapievorschläge machen.

Was grundsätzlich hilft, ist zu lernen, mit Stress besser umzugehen, weil oft eine psychische Belastung der Grund für unregelmäßige oder zusätzliche Blutungen ist.

Lerne Entspannungstechniken wie zum Beispiel Yoga oder organisiere deinen Alltag so, dass du mehr Zeit für dich und zum Entspannen hast.

Grundsätzlich sorgt Sport für einen ausgeglicheneren Hormonhaushalt.

Negative Auswirkungen auf das Zusammenspiel deiner Hormone haben das Rauchen und Alkoholkonsum – ein Grund mehr, das Rauchen aufzugeben und deinen Alkoholkonsum zu reduzieren.