Um glücklich zu werden, musst du dich von manchen Menschen trennen

· 12 Januar, 2016
Es empfiehlt sich, sich von denjenigen zu trennen, die uns am Wachstum hindern und uns nicht glücklich werden lassen, die uns mit ihren Sorgen und Problemen belasten, die uns überhaupt nicht betreffen

Von bestimmten Personen Abstand zu nehmen fördert unsere geistige und körperliche Gesundheit. Man kann sogar noch weiter gehen und sagen, dass wir zu den Konflikten mit anderen Menschen Distanz aufbauen müssen, um glücklich zu werden.

Jene Konflikte kosten uns viel Energie und lassen uns das Leben nicht so genießen, wie es notwenig ist, um glücklich zu sein.

Um uns gut zu fühlen, frei zu sein, müssen wir uns von allem trennen, was uns emotional kaputt macht. 

Wir müssen uns von der Instabilität und der Unsicherheit, die jene Menschen in uns hervorrufen trennen. Und auch von denen, die unsere emotionale Kapazitäten einschränken und unsere Gefühle verzerren.

Der erste Schritt zu unserem Glück ist es daher, diese Personen zu erkennen, über diejenigen nachzudenken, von denen wir glaubten, dass wir sie kennen, während dies in Wirklichkeit nicht der Fall ist.

Wenn wir über unser Umfeld reflektieren, können wir herausfinden, wer uns für seine eigenen Bedürfnisse ausnutzt, wer über uns urteilt, wer uns vergiftet.

Und wenn das bedeutet, sich vom Partner zu trennen? – Glücklichsein ohne Partner?

Was die Anderen denken, ist deren Realität, nicht deine

Abschied

In diesem Zusammenhang müssen wir uns bewusst machen, dass wir in unserem Leben auf einige Menschen treffen, die weder unsere Vorstellungen und Ideen, noch unsere Gefühle wertschätzen.

Manchmal führen derartige Begegnungen dazu, dass wir uns wie Marionetten des schlechten Humors anderer fühlen. Wir fühlen uns als Zielscheibe, die die Frustration über innere und äußere Konflikte ertragen muss.

Es ist wahrscheinlich, dass solche Menschen „weder leben noch leben lassen“ und dass sie deshalb unsere persönliche Weiterentwicklung hemmen. Auch ihr eigenes Vorankommen wird so verlangsamt und es ist unmöglich, eine gesunde Beziehung zu ihnen aufzubauen.

Unter Umständen sind sich diese toxischen Personen gar nicht bewusst, welches Unwohlsein sie in anderen hervorrufen. Manchmal stellen sie sich die Frage, wie sich andere mit ihrem Verhalten fühlen, überhaupt nicht.

In der Regel sind heute toxische Personen in einer Spirale ihrer eigenen Probleme gefangen, die sich immer weiterzieht, weil sie selbst immer neue Probleme erschaffen.

Aus diesem Strom können sie sich nur schwer befreien und wenn, dann bedarf es großer Anstrengung und eines gewollten Bewusstwerdungsprozesses.

Emotionalen Abstand gewinnen um glücklich zu sein

Glücksvogel

Nicht immer ist es uns möglich, dass wir physischen Abstand zu diesen Menschen nehmen. Es ist schwieriger, zum Beispiel, wenn wir mit ihnen arbeiten müssen oder die toxische Beziehung gar in der Familie liegt.

Was den wahren Unterschied ausmacht, ist aber auch gar nicht die physische Distanz, sondern die emotionale. Wir müssen daran arbeiten, uns selbst so zu stärken, dass das Verhalten dieser Menschen unser Inneres nicht mehr erreicht. Wie können wir das schaffen?

Nutze den Vorteil, den dir die Voraussicht bietet

Spaziergang

Du weißt wahrscheinlich, welche Trigger das toxische Verhalten der betreffenden Person auslösen. Nutze dieses Wissen, um dich zu schützen.

Irgendwann kann man die Dinge nicht mehr durchgehen lassen

Wenn du weißt, dass bestimmte Kommentare niemandem nützen, sondern nur das Ziel haben, andere zu verletzen, dann gewähre dafür keinerlei Kredit mehr.

Um das umzusetzen, stellen wir dir an dieser Stelle eine klassische Lehre Sokrates vor, die dir helfen soll, sowohl deine eigenen Aussagen als auch die anderer zu filtern.

Der junge Schüler eines weisen Philosophen kehrt in dessen Haus ein und sagt ihm: „Meister, ein Freund hat schlecht von dir gesprochen.“ „Moment“, unterbricht ihn der Philosoph, „Hast du das, was du mir mitteilen möchtest, schon durch die drei Filter passiert?“

„Die drei Filter?“, fragt der Schüler nach. „Ja. Der erste ist die Wahrheit. Bist du dir sicher, dass das, was du mir erzählen möchtest, der Wahrheit entspricht?“ „Nein, ich habe ein paar Nachbarn darüber reden hören.“

Wenigstens wirst du aber den zweiten Filter, die gute Absicht, angewendet haben. Das was du mir sagen möchtest, nützt das jemandem?“ Der Schüler zweifelt: “ Nein, eigentlich nicht. Ganz im Gegenteil…“

„Ah, da haben wir es. Der letzte Filter ist die Notwendigkeit. Ist es notwendig, dass ich erfahre, was dich so sehr beunruhigt?“ „Wenn ich ehrlich bin, nein.“

„Dann“, schlussfolgert der Philosoph, „wenn es nicht wahr ist, nicht in guter Absicht gesagt wurde und nicht notwendig ist, vergessen wir es doch am besten.

Passe gegebenenfalls deine Erwartungen an

Manchmal erwarten wir so viel von anderen, dass wir die Realität gar nicht mehr akzeptieren können. In diesem Zusammenhang sollten wir also noch einmal gründlich über diejenigen nachdenken, von denen wir oft viel erwarten und die uns dauerhaft enttäuschen.

Dabei sollten wir unsere Erwartungen aber auch überprüfen. Vielleicht sind sie übertrieben, egoistisch oder von einem eigenen Problem vergiftet?

Werden unsere Erwartungen von vielen oder von einzelnen Menschen nicht erfüllt? Was erwarten die betroffenen Personen von uns? Besteht hier ein Gleichgewicht?

Sobald du in der Lage bist, unangepasstes Verhalten herauszufiltern, kannst du deine Aufmerksamkeit auch wieder deinem Wachstum widmen.

Du musst deine Kraft nicht in einem vergifteten Ambiente verschwenden, sondern kannst sie stattdessen dafür einsetzen, glücklich zu werden.

Glücklich werden ist gar nicht so schwer, wie der traurige Mensch annimmt – 10 Gewohnheiten, die glücklich machen

Traeume

Behalte die richtige Perspektive bei, um Indifferenz zu erzielen

Entspannung

Wenn du beginnst, dir bewusst zu werden, dass du die emotionale Achterbahn verlassen kannst, deine eigenen Probleme von denen der toxischen Personen in deinem Umfeld trennen kannst, dann hast du auf dem Weg zu deinem Glück schon eine weite Strecke zurückgelegt.

Befreie dich von der Unsicherheit, von deinen negativen Gefühlen, die die Konflikte mit diesen Menschen in dir hervorgerufen haben. Dein Geist wird fühlbar freier und lebendiger sein und du wirst besser in der Lage sein, deine eigenen Gefühle, Ängste und Hoffnungen mitzuteilen.

Diese Anstrengung wird schnell belohnt. Sobald wir uns klar machen, dass wir bestimmte Menschen in unserem Leben nicht mehr brauchen, können wir unser eigenes Glück verfolgen. Das Leben ist zu kurz, um sich mit unnötigen Konflikten zu beladen.

Widme deine Liebe denjenigen, die in dir positive Gefühle auslösen, mit denen es dir gut geht. Die übrigen haben sie nicht verdient.

Cohen, S. (2004). Social relationships and health. American Psychologist. https://doi.org/10.1037/0003-066X.59.8.676