Symptome einer gestörten Schilddrüsenfunktion

Wir erklären dir hier, welche Symptomen mit einer gestörten Schilddrüsenfunktion einhergehen!
Symptome einer gestörten Schilddrüsenfunktion

Geschrieben von Silke Neumann

Letzte Aktualisierung: 19. Dezember 2018

Unsere Schilddrüse ist ein wichtiges Organ, das in unserem Körper viele Dinge regelt. Es kann durch beispielsweise eine Entzündung oder andere Erkrankungen zu einer gestörten Schilddrüsenfunktion kommen.

Wir erklären dir hier, welche Symptomen mit einer gestörten Schilddrüsenfunktion einhergehen!

Symptome einer gestörten Schilddrüsenfunktion

Krankheiten wie Entzündungen, Tumore, Wucherungen sowie ähnliches können einer gestörten Schilddrüsenfunktion zu Grunde liegen. Es resultiert dann daraus entweder eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Schilddrüsenüberfunktion.

Schilddrüsenüberfunktion

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion wird der Körper dann mit zu vielen Schilddrüsenhormonen versorgt, die alle Organsysteme übermäßig ankurbeln. Dadurch läuft der gesamte Stoffwechsel auf Hochtouren. Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion sind:

  • verstärktes Schwitzen sowie warme Haut
  • Herzklopfen oder auch schneller und manchmal unregelmäßiger Puls
  • mäßiger Bluthochdruck
  • Nervosität und gesteigerte Unruhe
  • Zittrigkeit und körperliche Leistungsschwäche
  • Gewichtsverlust trotz guten Appetits
  • häufige sowie manchmal durchfallartige Stuhlentleerungen
  • gesteigerter Durst ohne gesteigerte körperliche Aktivität
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Regelstörungen durch Hormonschwankungen bei Frauen sowie
  • Potenzprobleme bei betroffenen Männern.

Da vor allem Herz und Kreislauf von einer Schilddrüsenüberfunktion betroffen sind, können langfristig Herzrhythmusstörungen und Vorhofflimmern auftreten, durch die ständige Überlastung kann es zu einer Herzschwäche kommen.

Es besteht also dringender Handlungsbedarf, wenn du solche Anzeichen bei dir beobachtest!

Schilddrüse

Schilddrüsenunterfunktion

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion werden in der Schilddrüse zu wenige Schilddrüsenhormone gebildet sowie der Körper ist unzureichend damit versorgt. Dieser Mangel führt zu einer Verlangsamung der Körperfunktionen – der gesamte Stoffwechsel läuft auf Sparflamme. Die Betroffenen..

  • frieren leicht, trotz gleichbleibender Umgebungstemperatur,
  • leiden unter dauernder Müdigkeit sowie Antriebsschwäche, sowie
  • Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten,
  • nachlassender Leistungsfähigkeit,
  • einem verlangsamten Puls und
  • Wassereinlagerungen an verschiedenen Stellen des Körpers.

Sie nehmen häufig an Gewicht zu, obwohl sie nicht anders essen als vorher. Weitere Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion können sein:

  • eine raue Stimme,
  • kalte, trockene, schuppende und blassgelbe Haut,
  • Verstopfung,
  • Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit bei betroffenen Frauen und
  • Libido- und Potenzstörungen bei betroffenen Männern.

Eine leichte Schilddrüsenunterfunktion ist besonders bei älteren Menschen ein häufiges Krankheitsbild und wird aufgrund der allgemeinen Beschwerden oft mit Alterserscheinungen oder bei Frauen als Wechseljahresbeschwerden fehlgedeutet und häufig zu spät behandelt.

Doch selbst wenn eine Schilddrüsenunterfunktion nur leicht ist, kann sie doch Folgen haben. Durch den verlangsamten Stoffwechsel steigen die Blutfettwerte und damit auch das Risiko von Gefäßablagerungen mit entsprechenden Folgeerkrankungen, wie z. B. Herzinfarkt.

Schilddrüse

Vorbeugung

Einer Erkrankung der Schilddrüse kann man mit einer ausreichend jodhaltigen Ernährung vorbeugen.

Dazu musst du keine Jodtabletten kaufen, sondern einfach nur darauf achten, dass du zum Kochen jodiertes Speisesalz verwendest. Gute Jodquellen sind außerdem zahlreiche (Meeres-) Fischsorten.

Es gilt, wie auch in allen anderen Bereichen, dass eine ausgewogene Ernährung die beste grundsätzliche Vorbeugung ist. Zu dieser Ernährung sollten viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und Fleisch, sowie regelmäßig Seefisch gehören.

Einseitige Ernährung oder „Ernährungsideen“ führen meist zu Mangelernährung und dadurch hervorgerufene Krankheiten. Versuche, möglichst wenig industriell verarbeitete Produkte zu essen und möglichst viel mit frischen Produkten zu kochen.

Fertiggerichte, „Fixgerichte aus der Tüte“, Tiefkühlgerichte oder Konservendosen haben mit einer gesunden Ernährung wenig zu tun.

Einzig Tiefkühlgemüse kann besser sein, als frisches Gemüse vom Gemüsehändler, da bei Tiefkühlgemüse der Vitamin- und Mineralstoffgehalt durch die kürzeren Wege vom Feld in die Tüte höher ist.

Achtung: Bei erblicher Veranlagung zu Krankheiten, die eine Schilddrüsenunterfunktion begünstigen, kann zu viel Jod die Krankheit begünstigen!

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