Symptome einer gestörten Schilddrüsenfunktion

Unsere Schilddrüse ist ein wichtiges Organ, das in unserem Körper viele Dinge regelt. Es kann vorkommen, dass ihre Funktion durch beispielsweise eine Entzündung oder andere Erkrankungen gestört ist. Wir erklären dir hier, an welchen Symptomen du eine gestörte Schilddrüsenfunktion erkennst!

Symptome einer gestörten Schilddrüsenfunktion

Ist die Funktion der Schilddrüse durch Krankheiten wie Entzündungen, Tumore, Wucherungen und ähnliches gestört, resultiert daraus entweder eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Schilddrüsenüberfunktion.

Schilddrüsenüberfunktion

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion wird der Körper mit zu vielen Schilddrüsenhormonen versorgt, die alle Organsysteme übermäßig ankurbeln. Dadurch läuft der gesamte Stoffwechsel auf Hochtouren. Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion sind:

  • verstärktes Schwitzen und warme Haut
  • Herzklopfen oder auch schneller und manchmal unregelmäßiger Puls
  • mäßiger Bluthochdruck
  • Nervosität und gesteigerte Unruhe
  • Zittrigkeit und körperliche Leistungsschwäche
  • Gewichtsverlust trotz guten Appetits
  • häufige und manchmal durchfallartige Stuhlentleerungen
  • gesteigerter Durst ohne gesteigerte körperliche Aktivität
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Regelstörungen durch Hormonschwankungen bei Frauen und
  • Potenzprobleme bei betroffenen Männern.

Da vor allem Herz und Kreislauf von einer Schilddrüsenüberfunktion betroffen sind, können langfristig Herzrhythmusstörungen und Vorhofflimmern auftreten, durch die ständige Überlastung kann es zu einer Herzschwäche kommen. Es besteht also dringender Handlungsbedarf, wenn du solche Anzeichen bei dir beobachtest!

SchilddrüseSchilddrüsenunterfunktion

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion werden in der Schilddrüse zu wenige Schilddrüsenhormone gebildet und der Körper ist unzureichend damit versorgt. Dieser Mangel führt zu einer Verlangsamung der Körperfunktionen – der gesamte Stoffwechsel läuft auf Sparflamme. Die Betroffenen

  • frieren leicht, trotz gleichbleibender Umgebungstemperatur,
  • leiden unter dauernder Müdigkeit und Antriebsschwäche, sowie
  • Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten,
  • nachlassender Leistungsfähigkeit,
  • einem verlangsamten Puls und
  • Wassereinlagerungen an verschiedenen Stellen des Körpers.

Sie nehmen häufig an Gewicht zu, obwohl sie nicht anders essen als vorher. Weitere Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion können sein:

  • eine raue Stimme,
  • kalte, trockene, schuppende und blassgelbe Haut,
  • Verstopfung,
  • Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit bei betroffenen Frauen und
  • Libido- und Potenzstörungen bei betroffenen Männern.

Eine leichte Schilddrüsenunterfunktion ist besonders bei älteren Menschen ein häufiges Krankheitsbild und wird aufgrund der allgemeinen Beschwerden oft mit Alterserscheinungen oder bei Frauen als Wechseljahresbeschwerden fehlgedeutet und häufig zu spät behandelt. Doch selbst wenn eine Schilddrüsenunterfunktion nur leicht ist, kann sie doch Folgen haben: Durch den verlangsamten Stoffwechsel steigen die Blutfettwerte und damit auch das Risiko von Gefäßablagerungen mit entsprechenden Folgeerkrankungen, wie z. B. Herzinfarkt.

SchilddrüseVorbeugung

Einer Erkrankung der Schilddrüse kann man mit einer ausreichend jodhaltigen Ernährung vorbeugen. Dazu musst du keine Jodtabletten kaufen, sondern einfach nur darauf achten, dass du zum Kochen jodiertes Speisesalz verwendest. Gute Jodquellen sind außerdem zahlreiche (Meeres-) Fischsorten.

Es gilt, wie auch in allen anderen Bereichen, dass eine ausgewogene Ernährung die beste grundsätzliche Vorbeugung ist. Zu dieser Ernährung sollten viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte und Fleisch, sowie regelmäßig Seefisch gehören.

Einseitige Ernährung oder „Ernährungsideen“ führen meist zu Mangelernährung und dadurch hervorgerufene Krankheiten. Versuche, möglichst wenig industriell verarbeitete Produkte zu essen und möglichst viel mit frischen Produkten zu kochen. Fertiggerichte, „Fixgerichte aus der Tüte“, Tiefkühlgerichte oder Konservendosen haben mit einer gesunden Ernährung wenig zu tun. Einzig Tiefkühlgemüse kann besser sein, als frisches Gemüse vom Gemüsehändler, da bei Tiefkühlgemüse der Vitamin- und Mineralstoffgehalt durch die kürzeren Wege vom Feld in die Tüte höher ist.

Achtung: Bei erblicher Veranlagung zu Krankheiten, die eine Schilddrüsenunterfunktion begünstigen, kann zu viel Jod die Krankheit begünstigen!

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