So beugst du Flüssigkeitseinlagerungen vor!

Flüssigkeitseinlagerungen sind nicht nur im Sommer ein Problem, können aber oft einfach vorgebeugt werden.

Um Flüssigkeitseinlagerungen vorzubeugen, sind oft nur einfache Maßnahmen erforderlich, die aber nur ihre Wirkung zeigen und entfalten können, wenn du sie konsequent anwendest.

Es liegt, wie so oft, auch hier an dir und der Konsequenz deines Verhaltens.

Wodurch entstehen Flüssigkeitseinlagerungen?

Flüssigkeitseinlagerungen  können viele Ursachen haben. Das Wichtigste: Du solltest in erster Linie abklären, ob nicht ein Herzproblem hinter den Beschwerden liegt.

Auch eine Thrombose könnte dahinter stecken und diese ist lebensgefährlich und gehört in die Hände eines Arztes!

Herz-, Leber- und Nierenerkrankungen, sowie Allergien und Schilddrüsenfunktionsstörungen können ebenfalls Flüssigkeitseinlagerungen begünstigen und sind zum Teil lebensbedrohlich!

Daher kläre unklare Flüssigkeitseinlagerungen unbedingt beim Arzt ab, bevor du unsere Tipps verfolgst!

  • Sind deine Beine und Füße geschwollen, dann liegt das meist daran, dass du lange gestanden hast und die Venenpumpe nicht richtig funktioniert hat. Das ist normal. Versuche, während du stehst, auf und ab zu wippen, um die Venenpumpe in Gang zu halten.
  • Auch große Hitze führt zu Flüssigkeitseinlagerungen, da sich die Gefäße weiten und somit mehr Wasser einströmen kann.
  • Eine weitere Ursache könnte ein gestörter Abfluss der Gewebeflüssigkeit (Lymphe) sein, wenn du etwa zu enge Strümpfe oder Bekleidung trägst. 
  • Zyklusabhängige Hormonschwankungen können ebenfalls für Flüssigkeitseinlagerungen sorgen – der morgendliche Schreck auf der Waage kann also wirklich nur Wasser sein, kein Fett!

Nicht nur im Sommer, auch wenn du generell zu Flüssigkeitseinlagerungen neigst, solltest du folgende Ideen ausprobieren. Oft ist es auch eine Kombination von Hausmitteln und Heilkräutern, die zum Erfolg führt – probiere es aus!

Kühlen

Kalte Duschen sind nicht Jedermanns Sache, aber an den Beinen gut auszuhalten.

Durch das kalte Wasser ziehen sich die Gefäße zusammen und das eingelagerte Wasser wird abtransportiert. Wechselduschen halten die Gefäße elastisch und sind ebenfalls sinnvoll.

Generell gilt, dass bei kalten Temperaturen durch die sich verengenden Gefäße weniger Wasser eingelagert werden kann. Hast du die Möglichkeit, zum Beispiel im Sommer klimatisiert zu arbeiten (oder zu schlafen), dann nutze diese Gelegenheit!

Frau trinkt WasserTrinken

Viel trinken fördert einen guten Stoffwechsel und dieser wiederum sorgt dafür, dass der Körper ein ausgeglichenes Flüssigkeitsverhältnis hat.

Viel trinken bedeutet also nicht: viel Flüssigkeitseinlagerungen, sondern exakt das Gegenteil!

Bitte trinke nur kalorienfreie Getränke wie Wasser oder Kräutertees, um nicht an Gewicht zuzulegen oder mit Zucker wieder Wasser einzulagern!

Zum Entwässern oder Verhindern von Flüssigkeitseinlagerungen gibt es hervorragende Kräutertees.

Brennnesseltee wirkt entwässernd und hilft, Wassereinlagerungen vorzubeugen. Es gibt in der Apotheke oder im Reformhaus die Blätter in getrockneter Form zu kaufen. Da die Brennnessel aber fast überall wächst, kann man sie auch selber ernten und über Kopf hängend zu Hause trocknen.

Je stärker der Tee, desto intensiver die Wirkung! Zur Entwässerung werden außerdem 

  • Birkenblätter,
  • Löwenzahn, 
  • Schachtelhalmkraut und
  • Wacholderbeerenöl

angewendet.

Frau isst SalatRichtig essen

Um generell Flüssigkeitseinlagerungen zu verhindern, solltest du auf alle Lebensmittel verzichten, die Wasseransammlungen im Körper fördern. Dazu gehört nicht nur Salz, sondern auch Zucker.

Deine Ernährung sollte besonders viel Obst und Gemüse mit Kalium enthalten. Melonen und Reis sind zum Beispiel eine Gute Quelle dafür!

Reis und Kartoffeln, sowie Quinoa und Hirse wirken durch den hohen Kalium-Anteil entwässernd. Kombiniere Reis oder Kartoffeln mit Gemüse und Gewürzen, die den Stoffwechsel anregen und so ebenfalls entwässernd wirken können: Fenchel, Sellerie, Petersilie und Ingwer beispielsweise.

Achte darauf, kein stark salzig gewürztes Fleisch dazu zu essen. Wurst sollte tabu sein, denn sie enthält viel Salz!

Ein schön gepfeffertes oder mit Kräutern gewürztes Stück Geflügel oder Fleisch braucht kein Salz, um lecker zu sein! Lebensmittel, die dir nicht gut tun, weil sie Wassereinlagerungen fördern sind:

  • Fertiggerichte, weil sie viel Salz und Zucker enthalten.
  • Wurst, weil Wurstwaren und marinierte Fleischwaren sehr salzhaltig sind.
  • Räucherfisch oder Räucherfleisch (Schinken etc.), da diese auch viel Salz enthalten.
  • Süßigkeiten und Süßgetränke, wenn sie mit Zucker gesüßt sind.
  • Frühstücksflocken, auch süße, denn sie enthalten auch zu viel Salz!

Vermeide diese Lebensmittel oder streiche sie am besten gleich ganz von Einkaufszettel und Speiseplan, denn es gibt viele gesündere Alternativen!

Frau wird massiertLymphdrainage

Sind die Flüssigkeitseinlagerungen sehr hartnäckig, lasse dir Lymphdrainagen verschreiben. Ist die Lymphdrainage gut, solltest du schon nach der ersten Anwendung deutliche Ergebnisse sehen.

Nicht jeder, der Lymphdrainagen anbietet, ist auch ein Profi darin. Bleiben die deutlich sichtbaren Erfolge aus, wechsele den Therapeuten, bis du zufrieden bist.