Osteoporose durch knochenfreundliche Ernährung vorbeugen

· 13 April, 2019
Osteoporose kann schon im jungen Alter vorgebeugt werden, wenn die Ernährung stimmt. Erfahre, worauf es ankommt.

An Osteoporose erkranken eher Frauen, aber auch Männer können darunter leiden. Egal, ob Mann oder Frau, eine knochenfreundliche Ernährung kann die Knochendichte erhöhen und vor Knochenbrüchen schützen. Erfahre, worauf es ankommt, wenn du dich mit deiner Ernährung vor Osteoporose schützen möchtest.

Wie entsteht Osteoporose eigentlich?

Osteoporose ist eine Erkrankung der Knochen, die sich langsam in deinen Körper schleicht und oft erst dann bemerkt wird, wenn es zu spät ist, der erste Knochen gebrochen ist und die Knochensubstanz schon irreversibel geschädigt.

Im Volksmund wird Osteoporose auch „Knochenschwund“ genannt, was im Namen trägt, was passiert: dem Knochen fehlt immer mehr Substanz, er wird porös.

Bei Osteoporose verändern sich die Zusammensetzung und die Struktur des Knochengewebes, sodass der Knochen mehr und mehr an Stabilität und auch Flexibilität verliert.

Dadurch können bei gelegentlich höheren Alltagsbelastungen oder schon leichten Stürzen Knochenbrüche entstehen. Es kann durchaus passieren, dass das Heben eines schweren Gegenstandes zu einem Bruch der Wirbelsäule führt! Was kannst du also tun, um Osteoporose vorzubeugen?

Osteoporose langfristig vorbeugen durch knochenfreundliche ErnährungKnochenfreundliche Ernährung

Knochen bestehen nicht nur aus Kalk, wie man denken könnte, das würde sie sehr spröde machen und wir würden uns wesentlich häufiger die Knochen brechen! Bestandteile, die wir über unsere Ernährung beeinflussen können sind unter anderem: Kollagen, Calcium und Magnesium.

Sind diese Bestandteile in der richtigen Menge im Knochen enthalten, ist er stabil, aber gleichzeitig flexibel und kann unseren Körper als „Gerüst“ stützen.

Knochenfreundliche Ernährung mit Gelatine

Osteoporose ist die häufigste Alterserkrankung des Knochengerüstes und betrifft viele. Knochenbrüche sind die Folge der durch die Krankheit porös gewordenen Knochen. Gelatine kann bei Osteoporose dafür sorgen, dass die Knochen elastischer bleiben, das Risiko für einen Knochenbruch senken und dazu beitragen, Schmerzen zu reduzieren.

Wissenswert:

Wie Gelatine deinen Gelenken hilft

Knochenfreundliche Ernährung mit Calcium

Dass Calcium für einen gesunden Knochenaufbau wichtig ist, hat uns schon unsere Mutter erzählt, um uns zu überzeugen, Milch zu trinken. Die Milch allein kann aber keine Knochen stärken, Calcium kann nur in unser Knochengerüst mit eingebaut werden, wenn Vitamin D3 als „Einbauhelfer“ zur Verfügung steht.

In manchen Milchprodukten ist es künstlich zugesetzt, aber dein Körper kann es selbst herstellen, wenn du ihm UV Licht, zum Beispiel bei einem Mittagsspaziergang an der frischen Luft oder einem Cafe auf dem Balkon zur Verfügung stellst.

Du musst auch keine Kuhmilchprodukte essen, um Calcium zu dir zu nehmen! Vollkornprodukte, Brokkoli, Grünkohl oder Mandeln sind gesunde, leckere Calcium – Lieferanten! Wenn du Mineralwasser kaufst, achte dort ebenfalls auf einen hohen Calcium – Wert!

knochenfreundliche Ernährung und Sonne Raus an die Sonne!

Bist du ein „chronischer Stubenhocker“ und schaffst es nicht, jeden Tag mindestens 20 Minuten Gesicht und Arme in die Sonne zu halten, solltest du zusammen mit deinem Arzt über eine zusätzliche Dosis von Vitamin D in Form von Tabletten nachdenken.

Er wird durch eine Blutuntersuchung auch feststellen, wie es um deine Versorgung mit dem „Sonnenvitamin“ steht.

Nicht nur für die Knochen wichtig:

Vitamin D und seine Wirkung auf die Muskulatur

Bewege dich

Regelmäßige Bewegung schützt vor Degeneration von Muskeln, Knochen und Gelenken. Leichte Belastung durch Druck fördert eine stabile Knochenmasse. Bewegung erhält die Muskulatur (oder baut sie auf) und erhält Gelenke beweglich. Also: nach dem knochengesunden Essen auf zu einem Verdauungsspaziergang!

Achte auf Medikamente

Im Hinblick auf das Osteoporose-Risiko solltest du alle Medikamente, die du über einen langen Zeitraum einnehmen musst, zusammen mit deinem Arzt kritisch betrachten, denn viele Medikamente erhöhen das Risiko, an Osteoporose zu erkranken! Dazu gehören insbesondere Mittel, die langfristig eingenommen werden müssen, wie manche:

Besprich mit deinem Arzt, ob es alternative Medikamente gibt oder du mit einer anderen Therapie zum Behandlungserfolg kommen kannst. Ist Osteoporose einmal bei dir eingezogen, hat sie den Mietvertrag deines Lebens abgeschlossen, sie ist nämlich nicht heilbar!

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