Ohrensausen natürlich behandeln – 6 Hausmittel

· 7 Januar, 2019
Diese natürlichen Hausmittel können zwar sehr wirksam gegen Ohrensausen sein, du solltest sie jedoch nicht miteinander kombinieren, um ungewünschte Reaktionen zu vermeiden. 

Mit verschiedenen Hausmitteln kann man Ohrensausen natürlich behandeln. Es handelt sich um ein sehr unangenehmes Leiden, das auch unter dem medizinischen Fachausdruck Tinnitus bekannt ist.

Die Ohrgeräusche können kontinuierlich oder zeitweise auftreten, sie können sehr leise oder auch störend laut sein, in einem oder in beiden Ohren vorkommen. Darüber hinaus kann es bei dieser Krankheit zu Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder Lernstörungen kommen. 

Häufige Ursachen dafür sind Infektionen oder ein altersbedingter Gehörsturz, doch auch die Ansammlung von Zerumen oder Verletzungen im Innenohr können dafür verantwortlich sein.

Anfangs ist man sich vielleicht nicht über das Ausmaß der Störung bewusst, doch wenn diese nicht rechtzeitig behandelt wird, kann es zu unangenehmen Schwierigkeiten kommen, wobei es immer schwieriger wird, zu hören und sich auf alltägliche Aufgaben zu konzentrieren.

Aus diesem Grund ist es von großer Wichtigkeit, baldmöglichst einen Arzt aufzusuchen, um eine Diagnose stellen zu lassen.

Darüber hinaus solltest du dich vor Lärm schützen! Mit folgenden Hausmitteln kannst du Ohrensausen natürlich behandeln, um Erleichterung zu finden.

Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren.

1. Ohrensausen natürlich behandeln mit Ginkgo Biloba

Ginkgo-Biloba

Ginkgo biloba zählt zu den besten natürlichen Mitteln gegen Ohrensausen und -entzündungen.

Diese Pflanze wirkt gerinnungs- und entzündungshemmend. Damit kann die Durchblutung verbessert und das unangnehme Gefühl des Ohrensausens reduziert werden.

Da Ginkgo biloba auch antimykotisch und antibakteriell wirkt, können damit auch Infektionen gelindert werden, die bei diesem Leiden ebenfalls eine Rolle spielen.

Zutaten

  • 1 Tasse Wasser (250 ml)
  • 1 Esslöffel Ginkgo biloba (10 g)

Verwendung

  • Ginkgo biloba mit kochendem Wasser überbrühen und den daraus resultierenden Tee dann zweimal täglich trinken.
  • Du kannst auch ein Pflanzenextrakt kaufen und davon dann zwischen 120 und 240 g pro Woche einnehmen.

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2. Basilikum

Basilikum zeichnet sich durch antibakterielle Eigenschaften aus, die auch in der Behandlung von Ohrenschmerzen- sowie Ohrgeräuschen nützlich sein können.

Die natürlichen Wirkstoffe dieses Krautes helfen im Kampf gegen Infektionen und gleichzeitig bei der Entfernung überschüssigen Ohrenschmalzes.

Wie wird Basilikum verwendet?

  • Mehrere Blätter Basilikum zerstoßen bis du dann eine zähflüssige Paste erhältst.
  • Danach wird diese Paste durch ein Sieb gedrückt, um den Saft davon zu erhalten.
  • Den Saft aufwärmen bis er eine ertragbare Temperatur erreicht und danach 2 bis 3 Tropfen in das betroffene Ohr träufeln.
  • Wiederhole diese Behandlung dann 2 Mal täglich 3 Wochen lang.

3. Apfelessig

Ohrensausen-Apfelessig

Die natürlichen Säuren des Apfelessigs wirken stark antimykotisch sowie entzündungshemmend. Deshalb ist dieses Naturprodukt ausgezeichnet gegen Infektionen, die zu Ohrensausen führen können.

Apfelessig gleicht auch den Säure-Basen-Haushalt im Körper aus, was dann die Abwehrreaktion gegen Krankheitserreger verbessert.

Zutaten

  • 1 Esslöffel Apfelessig (10 ml)
  • 1 Glas Wasser (200 ml)

Wie wird der Apfelessig verwendet?

  • Einen Esslöffel Apfelessig mit lauwarmem Wasser vermischen und dieses Getränk dann zweimal täglich einnehmen.
  • Zusätzlich kannst du nach Wunsch Essig und Wasser in gleichen Teilen mischen und dann davon 3 Tropfen in das betroffene Ohr träufeln.

Apfelessig ist sehr vielseitig einsetzbar: 7 nützliche Anwendungen von Apfelessig im Haushalt

4. Knoblauch

Auch mit Knoblauch kann man Ohrensausen natürlich behandeln, wenn diese beispielsweise durch Kälte oder abrupte Höhenveränderungen verursacht werden.

Damit können Entzündungen gelindert sowie die Durchblutung in diesem Bereich verbessert werden.

Darüber hinaus besitzt die weiße Knolle antibiotische Eigenschaften, die vorbeugend gegen Infektionen wirken sowie den Gehörgang reinigen. 

Zutaten

  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Esslöffel Sesamöl (15 g)

Wie wird Knoblauch verwendet?

  • Den Knoblauch zerstoßen und dann in Sesamöl kurz anbraten. Danach den Knoblauch entfernen und das Öl etwas abkühlen lassen.
  • Träufle 2 Tropfen des Öls in den Gehörgang und neige den Kopf dann ein paar Minuten lang oder lege dich hin, damit das Öl gut wirken kann.
  • Wiederhole diese Behandlung dann eine Woche lang jeden Tag.

5. Ingwer

Ingwer

Die medizinischen Eigenschaften des dieser scharfen Wurzel helfen ebenfalls gegen Ohrengeräusche, da sie die Durchblutung verbessern und Krankheitserreger bekämpfen. 

Die entzündungshemmenden Wirkstoffe des Ingwers wirken gegen Ohrinfektionen und beruhigen Schmerzen und Spannung.

Zutaten

  • ½ Esslöffel geriebener Ingwer (5 g)
  • 1 Tasse Wasser (250 ml)

Anwendung

  • Den geriebenen Ingwer mit kochendem Wasser überbrühen und diesen Tee dann 2 bis 3 Mal täglich trinken.
  • Zusätzlich kannst du dann nach Wunsch eine rohe Ingwerscheibe mehrere Minuten lang kauen. Damit kannst du den Druck im Ohr kontrollieren sowie Ohrgeräusche ebenfalls reduzieren.

6. Mit Senföl Ohrensausen natürlich behandeln

Die antimykotischen sowie antioxidativen Eigenschaften dieses Öls kann man nutzen, um Infektionen zu lindern und Ohrensausen zu behandeln.

Gleichzeitig kann man damit überschüssiges Ohrenschmalz entfernen sowie eine Schutzbarriere im Gehörgang aufbauen, um Entzündungen vorzubeugen und schädliche Bakterien fernzuhalten.

Wie wird Senföl verwendet?

  • Etwas Senföl in der Mikrowelle aufwärmen und davon dann 3 Tropfen in das betroffene Ohr träufeln.
  • Den Kopf neigen und dann überschüssiges Ohrenschmalz entfernen.
  • Du kannst diese Behandlung dann dreimal in der Woche anwenden.

Du leidest an unangenehmen Geräuschen in den Ohren? Dann empfehlen wir dir diese Hausmittel, mit denen du Ohrensausen natürlich behandeln kannst.

Verwende jedoch nicht mehrere Behandlungen gleichzeitig, um gegenteilige Wirkungen zu verhindern. Wenn die Beschwerden anhalten, solltest du auf jeden Fall eine ärztliche Diagnose stellen lassen! 

  • Benkeblia, N. (2004). Antimicrobial activity of essential oil extracts of various onions (Allium cepa) and garlic (Allium sativum). LWT – Food Science and Technology. https://doi.org/10.1016/j.lwt.2003.09.001
  • Grzanna, R., Lindmark, L., & Frondoza, C. G. (2005). Ginger—An Herbal Medicinal Product with Broad Anti-Inflammatory Actions. Journal of Medicinal Food. https://doi.org/10.1089/jmf.2005.8.125