Natürliche Heilmethoden gegen rheumatoide Arthritis

12 Dezember, 2014
Um bei rheumatoider Arthritis die Schmerzen zu lindern, kannst du sanfte Übungen machen und Kälte- und Wärmebehandlungen anwenden.

Rheumatoide Arthritis ist eine chronische und degenerative Erkrankung, bei der sich die Entzündung gegen das körpereigene Gelenkgewebe richtet. Zuerst kommt es zu einer Schleimhautschwellung, danach zur Zerstörung von Knorpel und Knochen.  Diese Erkrankung verursacht große Schmerzen, vor allem Frauen ab 40 leiden darunter. In unserem heutigen Artikel erklären wir Näheres über verschiedene Behandlungsmethoden

Symptome

Hauptsymptom und leider auch sehr sichtbar bei Arthritis ist die Anschwellung der Gelenke, was starke Schmerzen verursacht. Die betroffenen Zonen sind Handgelenk, Ellebogen, Finger oder Zehen, Becken, Knöchel und Knie. Es kommt oft vor, dass Patienten, die unter dieser Krankheit leiden, eine gewisse Starrheit verspüren, vor allem morgens, kurz nach dem Aufstehen.

Es können Knoten, Beulen (vor allem an Händen und Füssen) an der Hautoberfläche aber auch im Körperinneren entstehen. Die Anschwellungen bewirken bei einer fortgeschrittenen Erkrankung Entstellungen der Gelenke.

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Betroffene erleiden nicht nur Schmerzen. Es können Fieber, Müdigkeit, Schleimhauttrockenheit (im Mund, Augen usw.), Nackenschmerzen und Kribbelgefühl an Händen und Füßen auftreten.

Ratschläge zur natürlichen Behandlung von rheumatoider Arthritis

Borretschöl sollte täglich als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Dieses Öl enthält Omega-6-Fettsäuren und hat sich als wirksames Mittel zur Linderung von Arthritisschmerzen erwiesen.

Eine leichte Sportart ist auch sehr empfehlenswert, wobei beeinträchtigende Bewegungen vermieden werden sollten. Ratsam sind aerobische Übungen, welche die Gelenke nicht belasten, wie z. B. Schwimmen, Gehen oder Streckungen. Es kann gut möglich sein, dass am Anfang nach den Übungen Schmerzen auftreten. Dies ist jedoch normal, nicht aufgeben. Der Körper wird sich daran gewöhnen und die Schmerzen werden nachlassen.

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Eine gründliche ärtzliche Untersuchung bzw. ein Test, ob eine mögliche Milch- oder Weizenallergie besteht, wäre angebracht. Es hat sich nämlich herausgestellt, dass viele Patienten mit einer selektiven Auswahl der Lebensmittel die Symptome lindern bzw. verhindern können.

Es wird empfohlen, bestimmte schmerzlindernde Nahrungsmittel  zu konsumieren. Blaufisch (Forelle, Lachs oder Sardinen) beinhalten Omega-3-Fettsäuren. Pflanzenöle ((Oliven-, Nuss-, Raps- oder Leinöl) sind ebenfalls reich an diesen Fettsäuren. Letztere sollten vor allem roh konsumiert werden, so dass sie die positiven Eigenschaften beibehalten. Nüsse (Walnuss, Mandel, Haselnuss, Pistazien, Datteln) sind auch geeignet, wobei diese mit Vorsicht gegessen werden sollten, da sie sehr kalorienreich sind. Grünes Gemüse, wie z. B. Mangold, Kopfsalat, Brokkoli, Kohl, Gurke, Rosenkohl oder Spinat sind reich an Antioxidantien und hemmen die sogenannten freien Radikalen; Vitamin-C-reiches Obst, also Orangen, Mandarinen, Kiwis, Mangos und Erdbeeren ebenso.

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Natürliche Behandlungsmethoden für rheumatoide Arthritis

  • Kalte Kompressen: Diese wirken gegen Schwellungen und Entzündungen der Gelenke. Hierbei sind Eisbeutel angebracht, die direkt auf die schmerzende Zone gelegt werden können. Die Eisbeutel sollten höchstens 15 Minuten auf den Gelenken ruhen. Jedoch ist Vorsicht geboten, da die Haut an der Kälte leiden kann. Um dies zu vermeiden, sollte der Eisbeutel in ein Tuch oder Handtuch eingewickelt werden.
  • Wärme entspannt die Muskeln: Ein Wärmekissen oder ein mit sehr heißem Wasser befeuchtetes Handtuch können Erleichterung bringen. Viele Patienten erwärmen ein Tuch mit heißsem Wasserdampf oder nehmen ein heißes Hand- oder Fußbad. Wenn Schmerzen an verschiedenen Körperstellen verspürt werden, kann ein heißes Bad helfen. Empfohlen wird, im Wasser zu bleiben, bis dieses kalt ist. 
  • Therapien für Körper und Geist: Durch die Kombination einer herkömmlichen Arthritistherapie mit anderen alternativen Therapien zur Stressreduzierung, Schmerz- oder Schlafkontrolle werden die Symptome deutlich gelindert.
  • Korrekte Atmung: Eine korrekte, langsame und tiefe Bauchatmung kann helfen, den Gemütszustand zu verbessern, so dass die Arthritissymptome gelindert werden. Stress, Druck und Machtlosigkeit in schwierigen Situationen werden so ebenfalls abgebaut.

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  • Proggresive Muskelentspannung: Hierfür ist eine hohe Konzentration erforderlich, um alle Muskelgruppen des Körpers zu entspannen. Vom Kopf bis zum Hals, Nacken und den Armen werden allmählich alle Muskeln gelockert. Danach geht es weiter mit dem Rücken, Brust, dem Magen und dem Becken, bis zu den Beinen und Füßen. Diese Methode wird im Sitzen oder Liegen durchgeführt. Jedoch nicht einschlafen und dabei tief und langsam durchatmen.
  • Meditation: Durch Meditation kann die Herzfrequenz reduziert und Schmerzen, Depression, Angstgefühle und Stress abgebaut werden. Gleichzeitig werden Konzentration und Selbsterkenntnis gefördert. Der Lotussitz ermöglicht bestimmte Muskeln und Gelenke zu entspannen (z. B. die Handgelenke, die auf den Knien ruhen oder die Schultern, die unter dem Hals hängen).
  • Wie wäre es mit Tai Chi oder Yoga?  Beide orientalische Methoden sind sehr wirksam und sicher für Patienten mit rheumatoider Arthritis. Diese werden ebenfalls älteren Menschen angeraten, da die Bewegungen sanft und einfach sind. Sie helfen die gesamte Körperkraft zu stärken, verbessern die Elastizität sowie die Bewegungsfähigkeit. Wichtig ist hierbei das spirituelle Training, so dass auch die Seele von Schmerzen befreit wird.

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