Morgendliche Erschöpfung – Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Sind Sie schon öfters am Morgen bereits erschöpft und müde aufgewacht? Vielleicht sogar freudlos und ohne Lust, sich den täglichen Aufgaben zu stellen? Eine gute Nachtruhe ist natürlich eine wichtige Voraussetzung, um am nächsten Tag erholt und voller Energie aufzuwachen. Morgendliche Erschöpfung ist jedoch nicht immer auf Schlafprobleme zurückzuführen. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über dieses Thema.

Wenn Sie ausreichend geschlafen haben, ist es nicht normal am nächsten Tag müde aufzuwachen. Morgendliche Erschöpfung ist nach Expertenaussagen ein Symptom einer Krankheit und sollte deshalb ärztlich untersucht werden. Nachfolgend erfahren Sie mehr über Symptome und Ursachen.

Morgendliche Erschöpfung: Symptome

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  • Schwindel beim Aufstehen
  • Trockener Mund
  • Diffuse Muskelschmerzen
  • Magenbeschwerden
  • Schüttelfrost
  • Niederer Blutdruck am Morgen (Hypotonie)
  • Augentrockenheit
  • Extreme Müdigkeit, die im Laufe des Morgens abnimmt

Mögliche Ursachen für morgendliche Erschöpfung

Morgendliche Erschöpfung über einen längeren Zeitraum ist an sich keine Krankheit, doch ein Anzeichen dafür, dass Störungen im Organismus vorliegen. Die Betroffenen fühlen sich schlaff und nicht in der Lage die täglichen Verpflichtungen zu erfüllen. Schlafstörungen oder Schlafmangel sind die häufigste Ursache, doch in diesem Artikel werden wir andere Aspekte, Ursachen und Konsequenzen betrachten. Wir sprechen hier von morgendlicher Erschöpfung über einen längeren Zeitraum (mindestens zwei Wochen täglich). 

1. Herzprobleme

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Ärzte weisen meist darauf hin, dass die ersten Morgenstunden am gefährlichsten sind. Oft hört man von einem Kreislaufkollaps (Synkope) durch eine Minderdurchblutung des Gehirns.  Seien Sie wachsam, wenn sich morgendliche Erschöpfung jeden Tag wiederholt und Sie sich schwach und ohne Energie fühlen oder leichte Schwindelanfälle haben, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

2. Hormonstörungen: Hypothyreoidismus

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Wenn Sie an Hypothyreoidismus (Unterfunktion der Schilddrüse) leiden, wird durch Mangel an Schilddrüsenhormonen der ganze Organismus beeinflusst. Dieser Hormonmangel bewirkt, dass der Stoffwechsel langsamer funktioniert und unsere Leistungsfähigkeit deshalb abnimmt. Müdigkeit und Erschöpfung sind die Folge, wobei diese am Morgen verstärkt vorkommen.

3. Emotionale Probleme

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Der morgendliche Gefühlszustand ist Spiegel unserer körperlichen und emotionalen Gesundheit. In diesem Augenblick sehen wir die täglichen Aufgaben, Arbeit, Versorgung der Kinder, Pflichten… Wenn unsere seelische Verfassung nicht optimal ist, kann sich jede Anstrengung in ein großes Hindernis verwandeln. 

Depressionen gehen meist mit Muskelschmerzen und extremer Müdigkeit einher, mit Teilnahmslosigkeit und allgemeiner Traurigkeit. Einer der schierigsten Momente sind in diesen Fällen die ersten Morgenstunden.

4. Falsche Ernährung, extreme Diäten

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Seien Sie mit Diäten vorsichtig. Sehr strikte Abnehmdiäten können schwere gesundheitliche Folgen haben. Es kann zu Stoffwechselproblemen, Ohnmacht, Wasser-Elektrolyt-Störungen sowie zu Störungen des Natrium- und Kaliumhaushalts kommen und in der Folge auch zu Herzbeschwerden, Arrhythmien und sogar Herzstillstand.

Behandlungsmöglichkeiten bei morgendlicher Erschöpfung

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  • Wenn Sie mehr als zwei Wochen an morgendlicher Erschöpfung leiden, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Es ist möglich, dass Sie an einer der vorgenannten Erkrankungen leiden (Herzprobleme, niederer Blutdruck Arrhythmien…)
  • Kümmern Sie sich um Ihre emotionale Gesundheit. Wenn Sie am Morgen keine Lust haben, die täglichen Aufgaben anzugehen und Sie lieber im Bett bleiben würden, fragen Sie sich warum das so ist. Stellen Sie sich Ihren Problemen, suchen Sie emotionale Unterstützung bei Ihrer Familie oder Freunden. Freuen Sie sich auf jeden beginnenden Tag. Ruhe und Glücklichkeit sind die besten Energiequellen, um Müdigkeit zu bekämpfen.
  • Passen Sie bei Abnehmdiäten auf. Achten Sie darauf, dass Ihnen keine Nährstoffe fehlen, es sollte immer eine vielseitige Diät sein, bei der Sie Ihren Organismus auch mit ausreichend Flüssigkeit versorgen.
  • Verzichten Sie nie auf das Frühstück. Es ist einer der wichtigsten Momente des Tages. Durch das Frühstück wird Ihr Körper mit Energie versorgt, um Müdigkeit zu bekämpfen. Nehmen Sie Obst und Ballaststoffe wie z.B. Haferflocken zu sich. Verzichten Sie auf Kuhmilch und steigen Sie besser auf pflanzliche Milch um. Sehr empfehlenswert sind Äpfel mit Schale, Erdbeeren, Heidelbeeren und auch Nüsse, die Energie liefern und den Gemütszustand verbessern.
  • Legen Sie schon am Abend alles zurecht, damit Sie beim Aufstehen nicht mehr so lange brauchen, um sich und das Frühstück vorzubereiten. So können Sie sich in Ruhe an den Frühstückstisch setzen.
  • Trinken Sie Tees mit Ginseng, Ingwer oder Maca, mindestens drei Mal in der Woche zum Frühstück. Diese verleihen Ihnen mehr Vitalität und Energie und stärken den Körper.
  • Führen Sie einen geregelten Lebensrhythmus, essen Sie immer zur gleichen Zeit, schlafen Sie 8 Stunden lang, nehmen Sie sich Zeit für sich selbst, gehen Sie jeden Tag mindestens eine halbe Stunde lang spazieren, tanken Sie ein bisschen Sonne… und wie bereits erwähnt, sollten Sie bei Auftreten von Symptomen einen Arzt besuchen.
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