Hautausschlag bei Neugeborenen und Babys: 5 häufig auftretende Arten

Die Haut von Babys ist extrem empfindlich. Daher kommen Hautauschläge bei ihnen in den ersten Lebensmonaten relativ häufig vor. In unserem heutigen Beitrag werden wir näher auf die fünf häufigsten Arten eingehen.
Hautausschlag bei Neugeborenen und Babys: 5 häufig auftretende Arten

Letzte Aktualisierung: 03. Juli 2021

Ein Hautausschlag bei Neugeborenen und Babys ist nichts Ungewöhnliches. Es gibt 5 Arten von Hautausschlägen, die relativ häufig auftreten und die du kennen solltest: Windelausschlag, Neugeborenenakne, Milchschorf, pädiatrische Neurodermitis und Hitzeausschlag.

In unserem heutigen Artikel werden wir dir diese 5 Hautausschläge genauer erläutern. Neben den jeweiligen Symptome werden wir dir außerdem die Ergebnisse einiger neuerer Studien vorstellen. Darüber hinaus findest du einige einfache und effektive Tipps, wie du einem Hautausschlag bei Neugeborenen und Babys vorbeugen kannst.

Die Babyhaut

Babyhaut zeichnet sich dadurch aus, dass sie dünner und anfälliger für Reizungen und Hautausschläge ist. Daher unterscheidet sich die zarte Babyhaut stark von der Haut eines Erwachsenen. Sie ist wesentlich dünner, hat weniger Haare, produziert weniger Schweiß und sondert weniger Talg ab. Darüber hinaus sind diese Unterschiede bei Frühgeborenen noch wesentlich ausgeprägter.

Wenn diese empfindliche Haut wechselndem Wetter oder Bakterien ausgesetzt wird oder kleine Verletzungen durch Reibung erleidet, ist sie insbesondere in den ersten Lebensmonaten extrem anfällig für verschiedene Erkrankungen. Daher bedarf sie jederzeit einer besonderen Pflege.

Hautausschlag bei Neugeborenen und Babys: 5 häufig auftretende Arten

In der Regel sind die meisten Hautausschläge bei Neugeborenen nicht weiter besorgniserregend. Dennoch versetzten sie die Eltern oft in Sorge und rufen Ängste hervor. Daher möchten wir dir heute die fünf häufigsten Hautausschläge näher beschreiben und erklären.

Dennoch solltest du stets einen Kinderarzt aufsuchen, wenn du bestimmte Symptome feststellst, denn einige schwerwiegende Krankheiten können sich durch Symptome auf der Haut manifestieren. Und in diesen Fällen ist eine frühzeitige Diagnose unerlässlich.

1. Hautausschlag bei Neugeborenen und Babys: Windelausschlag

Baby mit Windelausschlag

Obwohl das Material von Windeln in Bezug auf deren Saugfähigkeit kontinuierlich verbessert wird, kann eine Windel dennoch einen Hautausschlag bei Neugeborenen und Babys hervorrufen. Die Haut von Babys ist wesentlich empfindlicher für Reizstoffe, da sich noch in der Entwicklung befindet. Feuchtigkeit und der Kontakt mit Kot sind Faktoren, die das Auftreten von Windelausschlag begünstigen.

Diese kürzlich durchgeführte Studie zeigte eine Beziehung zwischen den meisten Fällen von Windelausschlag und einer Pilzinfektion mit Candida albicans auf. Darüber hinaus stellen die Forscher fest, dass die Anzahl der Fälle von Windelausschlag bei gestillten Babys geringer war. Daher wird das Stillen als vorbeugende Maßnahme empfohlen.

2. Neugeborenenakne

Neugeborenenakne tritt in der Regel im ersten Lebensmonat auf. In den meisten Fällen handelt es sich um eine gutartige und vorübergehende Hauterkrankung. Aber manchmal kann sich infolgedessen auch ein ernsthafteres hormonelles Ungleichgewicht manifestieren.

Diese Art der Akne tritt hauptsächlich auf der Stirn, der Nase und den Wangen auf und kann mit dem Pilz Malassezia in Verbindung gebracht werden. Zur Behandlung von Neugeborenenakne verschreiben Ärzte eine topische Lotion. Normalerweise klingt sie dann innerhalb weniger Wochen wieder ab.

3. Hautausschlag bei Neugeborenen und Babys: Milchschorf

Baby mit Milchschorf
Obwohl Milchschorf normalerweise nach den ersten Lebensmonaten verschwindet, kannst du eine Creme auftragen, um die Symptome zu lindern.

Milchschorf ist eine seborrhoische Dermatitis, von der Babys in den ersten drei Lebensmonaten betroffen sind. Diese Erkrankung verursacht fettigen und schuppigen Schorf an der Kopfhaut und gerötete Haut.

Milchschorf klingt meist von alleine wieder ab. Du kannst aber auch Olivenöl auf den betroffenen Bereich auftragen, um die Heilung der Haut zu unterstützen. Darüber hinaus ist in einigen Fällen eine medizinische Behandlung erforderlich.

Lies auch diesen Artikel: Haarpflege für Babys: 5 Tipps

4. Pädiatrische atopische Dermatitis

Eines von zehn gestillten Babys kann in den ersten drei Lebensmonaten an dieser Krankheit leiden. Diese Art der Dermatitis tritt normalerweise an den Wangen, dem Hals und den Armen auf.

Sie wird durch eine Veränderung der Hautlipide verursacht, wodurch die Schutzfunktion der Haut beeinträchtigt wird. Außerdem verursacht diese Veränderung Rötungen, Juckreiz und Hauttrockenheit, was wiederum dazu führen kann, dass sich die Babys kratzen und verletzen.

Experten empfehlen die Verwendung von milden und natürlichen Seifen sowie pflanzlichen Ölen, die dazu beitragen, die Schutzbarriere der Haut wiederherzustellen. In diesem Fall kannst du ebenfalls Oliven- oder Mandelöl verwenden.

5. Hautausschlag bei Neugeborenen und Babys: Hitzeausschlag

Von dieser Hauterkrankung sind ungefähr 40 % der Neugeborenen und Babys betroffen. In den meisten Fällen tritt der Hitzeausschlag im ersten Lebensmonat auf. Grundsätzlich kann er jedoch in jedem Alter auftreten, vor allem an Orten, an denen ein heißes und feuchtes Klima herrscht.

Der Hitzeausschlag tritt auf, wenn die Poren der Schweißdrüsen verstopfen. Diese Verstopfung führt zu kleinen roten oder weißen Pickeln oder sogar Blasen, die im Gesicht, am Hals oder auf dem Rücken erscheinen.

In der Regel klingt dieser Hautausschlag von alleine wieder ab, ohne dass eine spezielle Behandlung erforderlich ist. Du kannst die Heilung jedoch unterstützen, indem du übermäßig große Hitze vermeidest und Kleidung aus natürlichen Fasern, wie zum Beispiel Baumwolle, wählst.

Jetzt kennst du die häufigsten Hautausschläge, die bei Neugeborenen und Babys in den ersten Lebensmonaten auftreten können. Bei der Behandlung solltest du dich genau an die Anweisungen des Kinderarztes halten und ihn oder sie im Zweifelsfall erneut konsultieren.

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