Häufig gestellte Fragen zu Lupus

Obwohl Lupusschübe in der Regel mit Fieber, Gelenkschmerzen und Müdigkeit einhergehen, ist das bekannteste Symptom ein schmetterlingsförmiger Ausschlag, der im Gesicht auftritt.
Häufig gestellte Fragen zu Lupus

Letzte Aktualisierung: 27. September 2021

Lupus ist eine komplexe und chronische Autoimmunerkrankung. Sie führt dazu, dass das Immunsystem das körpereigene Gewebe angreift. Die Krankheit kann verschiedene Bereiche wie die Haut, die Gelenke und die Nieren betreffen. Lies weiter, um die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu Lupus zu erfahren.

Experten beschrieben diese Krankheit erstmals im Mittelalter. Die Bezeichnung Lupus ist auf das lateinische Wort für “Wolf” zurückzuführen. Diese Erkrankung wurde so genannt, weil eine der möglichen Erscheinungsformen dieser Krankheit ein schmetterlingsförmiges Erythem im Gesicht ist, das dem zerkratzten Gesicht eines Wolfes ähnelt.

Lupus ist eine der häufigsten rheumatischen Krankheiten. Tatsächlich nimmt ihre Häufigkeit zu. Experten schätzen, dass weltweit fast 5 Millionen Menschen daran leiden. Im Folgenden beantworten wir die am häufigsten gestellten Fragen zu Lupus.

Was ist Lupus?

Wie wir bereits erwähnt haben, ist Lupus eine Autoimmunerkrankung. Sie veranlasst das Immunsystem, Antikörper zu produzieren, die das eigene Gewebe angreifen, weil es dieses als Fremdkörper wahrnimmt.

Diese Reaktion verursacht eine anhaltende oder chronische Entzündung, die Gewebe und Organe schädigt. Deshalb bezeichnen Experten Lupus auch als chronische Entzündungskrankheit. Tatsächlich äußert sie sich jedoch in Form von Schüben und symptomfreien Phasen.

Fragen zu Lupus - Brille über einem Papier mit dem Schriftzug "Lupus"

Es gibt verschiedene Arten von Lupus:

  • Kutaner Lupus. Hier ist nur die Haut betroffen.
  • Neonataler Lupus. Eine an Lupus erkrankte Mutter kann die Antikörper an ihr Baby weitergeben, so dass auch dieses die Krankheit entwickelt.
  • Medikamenteninduzierter Lupus.

Was verursacht Lupus? Ist er ansteckend?

Trotz aller Forschungen kennen die Experten noch immer nicht die genaue Ursache dieser Krankheit. Sie wissen jedoch, dass sie weder ansteckend noch kanzerogen ist, wie manche Menschen glauben. Aber Menschen, die eine bestimmte genetische Veranlagung haben, können sie aufgrund von äußeren Faktoren entwickeln.

Es ist zum Beispiel bekannt, dass bestimmte Faktoren einen Ausbruch der Krankheit auslösen können. Sonneneinstrahlung, bestimmte Infektionen und einige Medikamente gehören zu den häufigsten Faktoren.

Häufig gestellte Fragen zu Lupus: Was sind die typischen Symptome dieser Erkrankung?

Lupus ist eine klinisch heterogene Krankheit und ihre Symptome unterscheiden sich von Mensch zu Mensch. Außerdem kann diese Pathologie praktisch jedes Organ befallen und tritt in Schüben auf, weshalb sie schwer zu beschreiben ist.

Die häufigsten Symptome eines Schubs sind Fieber, Gewichtsverlust, Müdigkeit und Gelenkschmerzen. Tatsächlich berichten 95 % der Menschen mit Lupus von symmetrischen Gelenk- oder Muskelschmerzen in kleinen Gelenken, wie beispielsweise den Fingern.

Bei kutanem oder Haut-Lupus ist die häufigste Erscheinungsform ein schmetterlingsförmiger Ausschlag im Gesicht. Er kann aber auch an anderen Stellen des Körpers auftreten. Sonneneinstrahlung verschlimmert in der Regel die Symptome.

Fragen zu Lupus - erkrankte Frau
Eines der charakteristischen Symptome von Lupus ist ein schmetterlingsförmiger Ausschlag im Gesicht.

Darüber hinaus treten in Zusammenhang mit Lupus noch weitere Symptome auf:

  • Raynaud-Syndrom
  • Trockene Augen
  • Kopfschmerzen und Beeinträchtigung von Gedächtnis und Orientierung
  • Kurzatmigkeit

Eine der häufigsten Fragen zu Lupus: Gibt es ein Heilmittel oder eine Behandlung?

Die Wahrheit ist, dass es keine Heilung für diese Krankheit gibt. Experten haben jedoch zahlreiche Behandlungen entwickelt, um die durch die Krankheit und ihre Symptome verursachten Schäden zu verhindern oder zu verringern.

So werden beispielsweise nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Kortikosteroide und biologische Arzneimittel eingesetzt. Allerdings muss die Behandlung je nach Art des Lupus und der Situation des Patienten individuell angepasst werden.

Du darfst nicht vergessen, dass es sich um eine sehr komplexe, heterogene Krankheit handelt. Deshalb ist es sehr wichtig, dass du dich bei Fragen an einen Spezialisten wendest und deinen Arzt aufsuchst, wenn du Symptome hast.

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