Gesunde Luft in Innenräumen

· 10 Dezember, 2018
Die Luft in Innenräumen ist meist viel stärker belastet als die Außenluft in Städten. Trotz Diskussion um Feinstaub ist die Luft in Innenräumen wichtiger.

Die Schadstoffbelastung in Innenräumen ist oft wesentlich höher als in der Außenluft, denn in Gebäuden findet meist ein geringerer Luftaustausch statt, als gesund für die Bewohner wäre. Doch du kannst etwas tun, damit die Luft im Gebäude gesund ist!

Luft in Innenräumen ist schadstoffbelastet

Die Luft in Innenräumen wird tagtäglich belastet und viel zu selten ausgetauscht. Doch nicht nur in Hinblick auf die Gesundheit, auch in der Heizperiode kann regelmäßiges Lüften richtig Geld sparen!

In Innenräumen kommt es zu vielfältigen Belastungen der Atemluft durch

  • Feinstaub (aus Drucker etc.)
  • Chemikalien (Ausdünstungen von Möbeln und Textilien)
  • Feuchtigkeit (Atemluft, Badezimmer, Wäsche, …)
  • Lösungsmittel (Farben, Lacke, Anstriche, …)

Da wir mindestens 80% unserer Zeit in Innenräumen verbringen, sollten wir unser Hauptaugenmerk also darauf legen, die Luft in unseren vier Wänden gesund zu halten.

Das gilt für das Büro genauso wie für die eigene Wohnung. Denn durch schlechte Luft werden unsere Atemwege und unser Körper belastet: Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten und Atemwegsprobleme können die Folgen sein.

Die beste Strategie ist, es gar nicht erst zu einer Belastung der Atemwege kommen zu lassen, indem du dafür sorgst, dass die Atemluft sauber bleibt.

Auch in unseren eigenen vier Wänden – oder auf der Arbeit – gibt es viele Quellen, die Feinstaub verursachen und die du selbst abstellen oder verändern kannst! Folgende Beispiele sind einfach umzusetzen:

Saubere Büroluft

Computerdrucker produzieren viel Feinstaub, der unsere Lungen belastet. Stelle also den Drucker nicht direkt neben deinem Arbeitsplatz auf, sondern am besten in einem separaten Raum.

Wenn der Drucker in deinem Arbeitszimmer steht (oder in einem anderen Raum, in dem du dich viel aufhältst), sorge dafür, dass du gut lüftest, um den durch den Drucker entstehenden (und enstandenen) Feinstaub aus deiner Atemluft zu entfernen!

gesunde Luft in Innenräumen durch PflanzenGrünpflanzen als Luftfilter

Grünpflanzen reinigen die Luft und absorbieren Schadstoffe, die von Teppichboden, Wandfarbe oder Möbeln nach und nach an die Raumluft abgegeben werden.

Sie absorbieren Kohlendioxid oder Kohlenmonoxid aus der Luft, verringern die Staubbelastung und produzieren neuen Sauerstoff. Am besten können das folgende Zimmerpflanzen:

  • Drachenbaum,
  • Grünlilie,
  • Einblatt,
  • Efeutute,
  • Efeu
  • und Chrysanthemen.

Nicht nur zu Hause, auch im Büro ist das eine gute Idee, deine Lungen werden es dir danken! Achte nur bei Zimmerpflanzen darauf, dass ihre Erde immer pilz- und schimmelfrei ist und du ihre Blätter regelmäßig reinigst.

Schimmel- und Pilzsporen aus ungepflegter Blumenerde belasten die Luft in Innenräumen mehr, als eine Grünpflanze die Luft verbessern kann.

Es reicht also nicht, einfach nur einen „Blumentopf mit Grünzeug“ aufzustellen. Ein kleiner grüner Daumen und etwas Pflege gehören schon dazu, wenn du die Luft in Innenräumen mit Grünpflanzen verbessern möchtest.

So geht’s:

Blätter von Zimmerpflanzen reinigen

Lüften

Auch, wenn die Feinstaub- und Dieseldiskussion in allen Köpfen ist: die Außenluft ist meist viel weniger mit Feinstaub belastet als die Luft in Innenräumen.

Lüften reduziert die Feinstaubbelastung daher enorm und auch die Belastung durch weitere Luftschadstoffe sinkt während des Lüftens stark. Doch wie lüftet man richtig?

Grundsätzlich solltest du stoßlüften. Sorge für Durchzug, indem du alle möglichen Fenster und Türen weit öffnest, sodass sehr schnell ein sehr großer Luftaustausch stattfinden kann. Ein „auf Kipp“ stehendes Fenster kann das nicht leisten, du musst es schon ganz öffnen!

Lasse das Fenster maximal 10 Minuten offen, um zwar frische, kalte Luft in die Räume gelangen zu lassen, aber nicht Oberflächen und Wände zu sehr abkühlen zu lassen.

Die von außen einströmende Luft ist in der Regel trockener als die Raumluft. Trockene Luft wärmt sich schneller auf, sodass entgegen deiner Vorstellung ein regelmäßiges Lüften sogar Heizkosten spart.

Auch Putzmittel belasten die Atemluft

Saubere Küche ohne Chemie

Richte richtig ein

Wenn du schon beim Einichten die Augen offen hältst, kannst du vor dem Einzug darauf achten, die Luft in deinen Innenräumen gesund zu halten. Entscheide dich für Echtholzmöbel, welche nur mit natürlichen Ölen behandelt sind.

Achte auf Farben und Lacke mit dem blauen Engel und achte auch beim Bodenbelag darauf, dass er keine Chemikalien ausdünstet.

Je weniger Luftbelastung du mit der Einrichtung in deine vier Wände bringst, desto besser! Nichtsdestotrotz solltest du regelmäßig lüften, um entstehende Feinstaubbelastung und sich ansammelnde Luftfeuchtigkeit entweichen zu lassen. So hältst du die Luft in Innenräumen, egal wo, auf Dauer gesund!

  • Pietschmann, J. (2008). Feinstaub. Galvanotechnik.
  • BUWAL. (1993). Luftverschmutzung und Gesundheit III. Schriftenreihe Umwelt. https://doi.org/10.1145/2592798.2592814