Falschmeldungen über Coronavirus

20 März, 2020
Leider zirkulieren im Netz sehr viele Mythen und Falschmeldungen zum Thema Coronavirus. Wir müssen uns einer sehr schwierigen Situation stellen und deshalb ist es wichtig, nicht allen Informationen zu glauben und zwischen seriösen und unseriösen Informationsquellen zu unterscheiden. 

Zusammen mit dem COVID-19 haben sich viele Falschmeldungen über diesen Virus verbreitet. Insbesondere in sozialen Netzwerken herrscht Hochsaison für Fake-News. Vor allem werden viele unsinnige Dinge über mögliche Heilmittel und die Gefährlichkeit dieser ernsten Pandemie geteilt.

All diese Fake-News sorgen für Verwirrung und Unsicherheit. Sie können außerdem Menschen dazu bringen, falsch zu handeln und Risiken einzugehen. Deshalb ist es maßgeblich, immer ernste Informationsquellen zu konsultieren, um Irrtümer zu verhindern.

Wie sich diese Pandemie weiter verbreitet hängt großteils von unserer Verantwortung und davon ab, wie wir uns ihr auf intelligente Weise stellen. Um dies zu erreichen, ist seriöse Information grundlegend, denn wir müssen die Empfehlungen und Anweisungen der dafür zuständigen Gesundheitsbehörden wortwörtlich befolgen, um die Ausmaße im Rahmen des Möglichen einzuschränken. 

Anschließend findest du verschiedene Falschmeldungen, denen du keinesfalls Glauben schenken solltest und die du auch auf keinen Fall weiter verbreiten solltest.

Falschmeldungen: Der Coronavirus ist eine der schlimmsten Krankheiten der Geschichte 

Tagtäglich werden wir mit Informationen über den neuen Coronavirus COVID-19 bombardiert und viele glauben deshalb, dass es sich um die schlimmste Pandemie der Geschichte handelt. Doch dies entspricht nicht der Wahrheit. Was den COVID-19 gefährlich macht, ist die hohe Ansteckungsrate, jedoch nicht seine Mortalität. 

Angst macht vielen außerdem, dass es sich um einen neuen Virus handelt, über den wir noch relativ wenig wissen. Deshalb ist es auch sehr schwierig, sein Verhalten vorauszusehen. Doch viele Wissenschaftler sind dabei, diesen Coronavirus zu analysieren und wir erfahren immer mehr darüber. 

Die Sterblichkeitsrate wird derzeit auf ungefähr 3,2 Prozent geschätzt. Dies bedeutet, dass im Durchschnitt drei von 100 infizierten Menschen sterben. Zwar ist jede potentiell tödliche Krankheit ein Grund zur Besorgnis, doch trotzdem dürfen wir nicht vergessen, dass dieser neue Coronavirus für die meisten Menschen keine schwerwiegenden Folgen hat.

Falschmeldungen über Coronavirus
Es zirkulieren sehr viele Falschmeldungen über den neuen Coronavirus, was die Kontrolle dieser Pandemie zusätzlich erschwert.

Mehr Information zum Thema findest du hier: Die Symptome des Coronavirus: Was du darüber wissen solltest!

Falschmeldungen: Die Coronavirus-Infektion ist ungefähr so wie eine Grippe

Am anderen Extrem befinden sich jene, die diese Krankheit nicht ernst genug nehmen und deshalb die Ausbreitung der Pandemie begünstigen. Es ist richtig, dass der COVID-19 in 80 Prozent der Fälle nur leichte Beschwerden verursacht. Doch es stimmt auch, dass die Infektion die Lungen angreifen kann, was ein sehr ernstes Problem ist.

Wir wissen noch nicht genau, wie sich dieser neue Coronavirus verhält und können auch nicht mit Sicherheit vorhersehen, welche Mutationen er durchlaufen wird. Kurz gesagt: Wir müssen uns einer Bedrohung stellen, über die wir noch nicht ausreichend wissen. In dieser Situation ist die einzige intelligente Reaktion, sehr vorsichtig und verantwortlich zu handeln und die Risiken nicht zu unterschätzen.

Wie bereits erwähnt, ist der neue Coronavirus hoch ansteckend. Wenn die Anzahl der infizierten Menschen steigt, wird es auch mehr Todesfälle geben, denn das Risiko, dass er verletzliche Menschen erreicht, ist damit ebenfalls bedeutend größer. Insbesondere ältere Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem sind in Gefahr.

Noch ein interessanter Artikel: Wie kann ich mich vor dem Coronavirus schützen?

Hausmittel und Falschmeldungen über Coronavirus 

Viele der Falschmeldungen beziehen sich auf Hausmittel, die diese Krankheit heilen sollen. Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz über die Wirksamkeit von Hausmitteln gegen COVID-19.

So hört man zum Beispiel immer wieder, dass Knoblauch fähig sein soll, die Infektion zu stoppen. Zwar hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Allgemeinen gewisse antimikrobielle Eigenschaften der weißen Knolle anerkannt, doch dies steht keinesfalls im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus. Dasselbe gilt für kolloidales Silber und „wundersame“ Nahrungsergänzungsmittel mit Mineralstoffen, die manche tüchtige Geschäftsmacher verbreiten möchten. 

Es gibt derzeit keine spezifischen Arzneimittel und noch weniger Hausmittel, mit denen der Coronavirus behandelt werden kann. Wichtig ist außerdem, auf die Selbstmedikation zu verzichten, denn damit könnte man die Symptome des COVID-19 verstecken und die gesundheitlichen Risiken erhöhen.

Hausmittel und Falschmeldungen über Coronavirus 
Dass Knoblauch eine Coronavirus-Infektion heilen kann, ist eine gefährliche Falschmeldung. Es gibt dafür keine wissenschaftliche Evidenz.

Wichtig sind die richtigen Hygienemaßnahme!

Sich häufig und gründlich die Hände zu reinigen und in bestimmten Situationen desinfizierendes Gel zu verwenden, kann die Ansteckungsgefahr reduzieren! Dies ist keine Falschmeldung, sondern eine grundlegende, einfache und effiziente Maßnahme, um die Ausbreitung der Pandemie im Rahmen des Möglichen zu verhindern.

In diesem Zusammenhang möchten wir erwähnen, dass Desinfektionsmittel nach dem Händewaschen in den meisten Fällen nicht notwendig ist. Wichtig ist jedoch, sich die Hände gründlich mit Seife und mindestens 30 Sekunden lang zu waschen.

Schätzungsweise kann das Risiko einer Ansteckung durch das richtige Händewaschen um bis zu 50 Prozent reduziert werden. Besonders wichtig ist allerdings, den Kontakt mit infizierten Menschen zu verhindern. Da wir nicht wissen können, wer sich bereits angesteckt hat, ist der entsprechende Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter grundliegend.

Bei dem geringsten Verdacht auf eine Ansteckung ist die freiwillige Quarantäne maßgeblich, bis die zuständigen Gesundheitseinrichtungen eine Diagnose stellen und entsprechende Schritte anweisen. 

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass man sich auch trotz Schutzmaske mit dem Virus infizieren kann. Außerdem verbleibt der neue Coronavirus einige Zeit auf den durch infizierte Menschen berührten Oberflächen und kann durch Kontakt auch so andere Menschen anstecken. Allerdings ist in diesem Fall die Ansteckungsgefahr weitaus geringer. Auf jeden Fall ist das Händewaschen nach einem möglichen Kontakt eine grundlegende Vorsichtsmaßnahme.