Es ist nie zu spät, zu tun, wozu du Lust hast

· 23 Januar, 2016
Diejenigen, die unser persönliches Wachstum am stärksten behindern, sind wir selbst. Sei es aus Faulheit oder aus Angst vor dem Scheitern, es ist nicht einfach, unsere Komfortzone zu verlassen

Das zu tun, wozu du Lust hast, was du liebst, das baut dich auf und macht dich aus. Es macht dich zu einem Menschen, der seinen Weg durch den Alltag findet und dabei Fülle und Freiheit genießt.

Das wissen wir im Prinzip auch alle. Uns ist jedoch auch bewusst, dass es nicht immer einfach ist, das zu tun, wozu wir Lust haben. Die Arbeit, familiäre Verpflichtungen und andere Dinge, die den Alltag gestalten, legen unsere Wünsche an die Kette.

Für die meisten Dinge im Leben gilt, dass ein gesundes Gleichgewicht der anstrebenswerte Zustand ist. Wir sollten unsere Familie nicht vernachlässigen, die Menschen, die wir lieben, und unsere gesellschaftlichen Verpflichtungen. Aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir selbst der wichtigste Mensch in unserem Leben sind. Und ab und zu muss die Kette abgelegt werden.

Wenn wir aufhören, zu tun, was uns Freude und Glück bereitet, verlieren wir Stück für Stück unsere Individualität und Identität.

Es ist schön, für andere da sein zu können. Aber du musst auch für dich da sein – Zerreiße dich nicht, um andere zusammenzuhalten

Wer sagt, dass es zu spät ist, das zu tun, wozu du Lust hast?

Wahrscheinlich ist dir folgende Situation auch schon einmal untergekommen: Du möchtest eine Veränderung in deinem Leben vornehmen, einen bedeutenden Richtungswechsel, aber ein Familienmitglied oder ein Freund rät dir davon ab, denn „du bist wohl zu alt für sowas.“

Denk immer daran, dass du der einzige Mensch auf der Welt bist, der das Recht hat, zu entscheiden, was mit deinem Leben passiert. Du selbst musst wissen, wozu du Lust hast. Hör dir die Ratschläge deiner Mitmenschen aufmerksam, geduldig und respektvoll an. Dann triff deine Entscheidung, rationell oder intutitiv, je nachdem, wie du dich fühlst.

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Der beste Zeitpunkt ist jetzt

Denk nicht zweimal darüber nach. Es gibt keinen besseren Zeitpunkt, kein geeigneteres Alter als jetzt.

Du verlierst niemals das Recht, Neues zu beginnen. Es ist niemals zu spät, das zu tun, was dich glücklich macht, und das sollte dir immer bewusst sein.

Es gibt nichts Schlimmeres, als alt zu werden und sich dann bewusst zu werden, das Leben nicht gelebt zu haben.

Man sagt, jeder Lebensabschnitt sei durch bestimmte Erlebnisse und Erfahrungen geprägt, es gäbe in jedem Alter etwas zu entdecken. Das stimmt zwar grundsätzlich, aber auch aller gesammelter Erfahrung zum Trotz müssen wir uns nicht danach richten, was die Gesellschaft in unserem aktuellen Lebensjahr für uns vorsieht.

Je mehr Erfahrung wir sammeln, desto weiser werden wir, und umso sicherer werden wir uns: Wir sollten tun, wozu wir Lust haben.

Füll deinen Terminplaner selbst, überlass diese Aufgabe nicht der Gesellschaft. Eine von Freiheit geprägte Lebensetappe  – Das Schöne daran, eine Frau über 40 zu sein

Zu denjenigen, die uns sagen, es sei zu spät

Manchmal schaffen wir es, uns durchzuringen, unsere Träume wahrzumachen, umzusetzen, was wir uns seit langer Zeit wünschen. Und dann laufen wir vor eine soziale Mauer.

Jene soziale Mauer ist aus Vorurteilen aufgebaut, aus beschränkten Denkmustern. Sie wird von denjenigen aufrechterhalten, die selbst nicht mehr wachsen können oder wollen und vor jeglicher Veränderung Angst haben.

Beachte, dass solche Menschen sich auch in deinem unmittelbaren Umfeld befinden können. Tatsächlich sind es sogar häufig Familienmitglieder und Freunde, die dich im letzten Moment bremsen. Wovor haben sie Angst? Davor, dich zu verlieren? Davor, dass du dich nicht nur aus deiner, sondern auch aus ihrer Komfortzone herausbegibst, denn ihnen fehlt der Mut, dir zu folgen.

Vielleicht träumst du davon, ein Studium aufzunehmen, eine Reise zu unternehmen, zu beginnen, Sport zu treiben, oder Kontakt zu Freunden aufzunehmen, mit denen du lange Zeit nicht gesprochen hast.

Zu tun, wozu du Lust hast, bedeutet nicht unbedingt, dass extreme Veränderungen ins Haus stehen. Oft sind es gerade die Details, mit denen wir unseren Alltag bereichern, die uns glücklich machen.

Wer uns sagt, dass es zu spät für uns ist, greift unser Selbstwertgefühl an. Eine solche Einschätzung macht uns glauben, dass der Zug unseres Lebens bereits abgefahren ist und dass wir uns damit zufriedengeben müssen, von dem zu träumen, was hätte sein können und nie mehr sein wird. Lass das nicht zu!

Tun, was man will, ohne anderen dabei zu schaden

Der Schlüssel ist nicht schwer zu finden: Du kannst tun und lassen, was du möchtest, solange deine Handlungen anderen Personen nicht schaden.

Was bedeutet das? Wir müssen berücksichtigen, dass auch Details Folgen für unsere Mitmenschen mitbringen können, zum Teil sogar schwerwiegende Folgen. Du kannst zum Beispiel nicht deine Welt auf den Kopf stellen und alle Ersparnisse der Familie verschleudern. Auch für deine Kinder trägst du die Verantwortung, und du kannst nicht ohne sie auf Weltreise gehen.

Denk an das gesunde Gleichgewicht.

In Fülle und Freiheit zu tun, was du liebst, und an deinem Glück auch andere teilhaben zu lassen, ist sicher die beste Lösung. Vielleicht unternimmst du eine kleinere Reise, nimmst deine Kinder mit und zeigst ihnen die Welt. So bringst du ihnen deine Träume näher und schaffst die Voraussetzung dafür, dass sie selbst beginnen zu träumen.

Lust auf Camping

Eine solche Erfahrung bereichert unser Inneres und macht uns stolz. Und wer sich glücklich und zufrieden mit sich selbst fühlt, der hat auch keine Probleme, andere glücklich zu machen.

Es sollte nicht schwierig sein, zu tun, wozu du Lust hast. Niemand hat das Recht, dir Mauern in den Weg zu stellen. Nicht einmal du. Denn ob wir es nun glauben oder nicht, so sind wir selbst doch diejenigen, die uns am stärksten an unserer persönlichen Weiterentwicklung hindern. Wie machen wir das?

  • Durch bestimmte Verhaltensweisen, die uns einschränken. Wir glauben einfach, dass wir für das ein oder andere zu alt sind.
  • Wir haben Angst davor, uns zu irren und zu scheitern.
  • Wir machen uns zu viele Gedanken darüber, was andere von uns denken könnten.
  • Wir haben Angst vor unserer eigenen Courage. Es erfordert Mut, seine Träume in die Tat umzusetzen.

Eben jener Mut ist notwendig, um die sozialen Mauern einzureißen oder einfach zu überspringen. Vergiss niemals, dass es nie zu spät ist, das Glück zu verfolgen. Es ist nie zu spät, wieder zu lieben, zu reisen oder dazuzulernen.

Dein Traum muss stark genug sein, dein Körper muss mitspielen und du brauchst eine gesunde Einstellung – dann kann dir nichts und niemand eine Grenze setzen.