Ernste Folgen von Schlafmangel

· 29 Mai, 2015
Es ist wichtig, ausreichend und gut zu schlafen. Die Folgen von Schlafmangel können ernste gesundheitliche Beschwerden sein. Erfahr mehr darüber!

In bestimmten Momenten des Lebens kann es zu Schlafstörungen kommen. Wer schlecht oder nicht ausreichend schläft, kann am nächsten Tag unter Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Ungeschicktheit und Erschöpfung leiden, was sich auch im äußeren Erscheinungsbild widerspiegelt. Die Folgen von Schlafmangel können ernste gesundheitliche Beschwerden sein.

Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden 7-8 Stunden Schlaf täglich empfohlen, um eine optimale körperliche, seelische und emotionale Gesundheit zu genießen. Doch zahlreiche Verpflichtungen und der moderne Lebensstil führen oft dazu, dass die Schlafstunden reduziert werden.

Was dich auch interessieren könnte:

Mit diesen fünf Tipps überwindest du deine Schlaflosigkeit

Immer mehr Menschen leiden an einer beeinträchtigten Schlafqualität. Eine jüngste Studie hat erwiesen, dass bereits nach 7 schlaflosen Nächten genetische Störungen erscheinen, die ernste Probleme auslösen können, wie u. a. Fettleibigkeit, Herzerkrankungen oder Gedächtnisverlust.

Es ist wichtig, die Folgen von Schlafmangel genau zu kennen, um rechtzeitig etwas dagegen zu unternehmen.

Das Hirnschlagrisiko erhöht sich

Folgen von Schlafmangel: Das Hirnschlagrisiko erhöht sich

Die Mayo Clinic (USA) bewies, dass Menschen mit einem unzureichendem Schlaf ein höheres Risiko für Hirnschläge aufweisen. Wenn die nächtliche Ruhe weniger als 6 Stunden beträgt, vervierfacht sich das Risiko eines Hirnschlages.

Fettleibigkeit ist eine der Folgen von Schlafmangel

Bei Schlafstörungen erhöht sich der Appetit bzw. Heißhunger auf kalorienreiche Lebensmittel. Grund sind die Hormonveränderungen, die durch den fehlenden Schlaf ausgelöst werden.

Außerdem verursachen Schlafstörungen Fettleibigkeit, da die Hormonwerte von Ghrelin und Leptin beträchtlich verändert werden.

Höheres Diabetesrisiko

 

Höheres Diabetesrisiko als Folgen von Schlafmangel

Eine unzureichende Schlafqualität wird ebenfalls mit einem erhöhten Auftreten von chronischen Krankheiten im Zusammenhang gebracht, wie z. B. Diabetes Typ II oder Insulinresistenz.

Gedächtnisverlust

Wer nicht ausreichend schläft, kann unter Gedächtnisverlust und Konzentrationsschwierigkeiten leiden. Langzeitig können ernste kognitive Probleme auftreten. Eine schlaflose Nacht verursacht Hirngewebsverlust, da sich die Blutzuckerwerte erhöhen und dem Gehirn schaden.

Dies hat sich wissenschaftlich erwiesen, Schlafstörungen können Hirnschäden bewirken.

Erhöhte Krankheitsanfälligkeit

Geschwächtes Immunsystem als Folgen von Schlafmangel

 

Laut einer amerikanischen Studie, führt Schlafmangel zu einem geschwächten ImmunsystemDie Folgen sind häufigere Erkrankungen an Grippe oder Erkältungen.

Herzkrankheiten als Folgen von Schlafmangel

Bei Schlafstörungen erhöht sich die Produktion chemischer Substanzen und Hormone, die Herzerkrankungen auslösen können. Eine Studie des European Heart Journal stellte fest, dass sich bei weniger als 6 Stunden Schlaf das Risiko für Herzkrankheiten um 48% erhöht.

Ein weiterer Lesetipp für dich:

Was passiert in den verschiedenen Schlafphasen?

Andererseits wurde in der Zeitschrift Harvard Health Publications erklärt, dass Schlafmangel den Blutdruck erhöht, die Arterien verstopft und Herzversagen verursacht.

Krebsrisiko

 

Folgen von Schlafmangel: Höheres Krebsrisiko

Die American Cancer Society stellte fest, dass ein Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und einem erhöhtem Risiko von Darm- oder Brustkrebs bestehen könnte, da bei unzureichendem Schlaf (also weniger als 6 Stunden) die Anfälligkeit für Darmpolypen größer ist und diese können sich langfristig bösartig entwickeln.

  • Krankmacher Schlafmangel, Urban & Vogel, Info Diabetol (2011) 5: 56. https://doi.org/10.1007/BF03359324
  • Schlaf und Demenz, Müller, T. DNP (2014) 15: 18. https://doi.org/10.1007/s15202-014-0770-5
  • Schwarz, P. MMW - Fortschritte der Medizin (2014) 156: 35. https://doi.org/10.1007/s15006-014-3159-7
  • Riemann, D., Baglioni, C. & Spiegelhalder, K. Bundesgesundheitsbl. (2011) 54: 1296. https://doi.org/10.1007/s00103-011-1378-y