Entzündungshemmende Diät

· 26 März, 2015
Mit der entzündungshemmenden Diät kannst du etwas für dein Immunsystem tun und zusätzlich noch abnehmen.

Warum eine entzündungshemmende Diät? Diese kann für eine bessere Lebensqualität sorgen und auch helfen, das Gewicht besser zu kontrollieren. Wer sich häufig von prozessierten Lebensmitteln ernährt, kann die Entstehung von Entzündungen und folglich verschiedener Krankheiten fördern.

Wie du dies verhindern kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

1. Eine entzündungshemmende Diät ist wichtig

Die entzündungshemmende Diät lindert Bauchschmerzen

 

Wie entstehen Entzündungen im Körper? Jeder kann darunter leiden, du hast dich sicher auch schon an manchen Tagen schlecht und müde gefühlt, weil eine Entzündung deinen Organismus geschwächt hat. Wenn man viele Kohlenhydrate oder Zucker konsumiert, wird beispielsweise mehr Insulin frei.

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Pflanzliche Mittel gegen Entzündungen

Ein Teil davon wird in den Muskeln gespeichert, was für Sportler gut ist, da die Muskeln so gestärkt werden. Wenn jedoch ein Überschuss vorhanden ist, gelangt dieser ins Blut und führt zu Entzündungen und auch zu Fettablagerungen.

Eine Entzündung ist ein natürlicher Mechanismus des Organismus, um sich vor Schadstoffen zu schützen. Diese kann zum Beispiel auch durch einen Virus, Fremdstoffe, Schläge, Infektionen oder,  wie bereits erwähnt, durch einen Insulinüberschuss verursacht werden.

Entzündungen können chronisch werden und gesundes Gewebe schädigen, wie beispielsweise bei Diabetes Typ 1, rheumatoider Arthritis, Lupus usw. Deshalb ist es wichtig, dies durch eine entzündungshemmende Diät vorzubeugen und gegebenenfalls zu behandeln. 

2. Entzündungshemmende Diät

Im Allgemeinen weisen Ärzte darauf hin, dass Frauen häufiger an Entzündungen leiden. Es gibt Nahrungsmittel, die wir schlechter vertragen und im Körper anders als bei Männern synthetisiert werden.

Entzündungen beschleunigen den Alterungsprozess sowie Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Diabetes, Arthritis, Alzheimer, Herzkrankheiten usw. Deshalb empfehlen wir, entzündungshemmende Nahrungsmittel in den täglichen Ernährungsplan aufzunehmen.

Nahrungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren

Entzündungshemmende Diät mit Nüssen

In der Zeitschrift American Journal of Clinical Nutrition wurde bestätigt, dass Omega-3-Fettsäuren bestens gegen Entzündungen wirken. Durch Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index und Omega-3 kann der Blutzuckerspiegel stabilisiert werden.

Ein großer Fehler ist jedoch, zu viele Omega-6-Fettsäuren zu konsumieren, da diese Hormone (wie beispielsweise Eikosanoide) produzieren, die zu chronischen Entzündungen führen können. Welche Omega-3-haltigen Lebensmittel empfiehlt man?

  • Blauer Fisch
  • Lachs
  • Nüsse
  • Chia-Samen
  • Kürbiskerne

Gesunde Zitrusfrüchte

Entzündungshemmende Diät mit Grapefruit

Ernährungsberater empfehlen insbesondere Grapefruit, die zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften aufweist. Doch auch Orangen, Zitronen und andere Früchte wie Kiwis, Mangos usw. sind ausgezeichnet. Du solltest allerdings darauf achten, dass diese nicht überreif sind, da sonst der Zuckergehalt steigt.

Wie können Zitrusfrüchte gegen Entzündungen helfen? Sie enthalten viel Vitamin C, auch Vitamin E und Flavonoide, die gegen Gewebeentzündungen ausgezeichnet wirken.

Es wird empfohlen, täglich eine Grapefruit zu essen, da dadurch die Werte der C-reaktiven-Proteine reduziert werden können – die Blutkonzentration dieser Eiweiße steigt bei Entzündungen deutlich.

Köstlicher Tomatensaft

Entzündungshemmende Diät mit Tomatensaft

Du liebst Tomaten? Dann baue sie täglich in deine Ernährung ein, sie sind nicht nur sehr vielseitig, sondern auch sehr gesund! Tomaten enthalten viel Lycopen, ein wichtiges, gesundheitsförderndes Antioxidans.

Außerdem zeichnen sich Tomaten durch Mineralstoffe und Vitamine – insbesondere A und C – aus, die das Verdauungssystem verbessern und den Organismus desinfizieren und reinigen.

In einer neueren im British Journal of Nutrition veröffentlichten Studie empfiehlt man, an 12 aufeinanderfolgenden Tagen im Monat ein Glas Tomatensaft zu trinken. Einfach selbst ausprobieren – es lohnt sich!

Großblättriges Gemüse für die entzündungshemmende Diät

Entzündungshemmende Diät mit Brokkoli

Welche Gemüsesorten sind damit gemeint? Insbesondere Spinat und Brokkoli, diese gehören nämlich zu den gesündesten Gemüsesorten. Sie sind reich an Vitamin K, das eine wichtige Rolle in der Bekämpfung von Entzündungen spielt.

Vitamin K ist übrigens normalerweise im Darm vorhanden. Wenn man mehr davon konsumiert, trägt dies deshalb auch dazu bei, den Organismus zu stärken und Schadstoffe auszuleiten, die Entzündungen verursachen können.

Die großen Vorzüge von schwarzem Reis

Entzündungshemmende Diät mit schwarzem Reis

Hast du schwarzen Reis schon einmal probiert? Er ist sehr gesund und schmeckt auch ausgezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Sorte, die ausgezeichnet gegen die durch Allergien oder Asthma verursachten Entzündungen hilft.

Ein weiterer Lesetipp für dich:

Gesunde Marmelade zur Stärkung des Immunsystems

Schwarzer Reis reduziert die Produktion von Histamin um 30%, dies ging aus einer im Journal of Agricultural and Food Chemistry veröffentlichen Studie hervor. Außerdem handelt es sich um ein Getreide, das besonders viele Antioxidantien und Mineralstoffe enthält.

Es hilft deshalb auch beim Abnehmen und fördert die Herzgesundheit. Außerdem kann schwarzer Reis Diabetes vorbeugen und liefert dem Organismus viel Energie. 

  • Müller M.J., Przyrembel H. (1998) Ernährungsmedizinische Behandlung. In: Ernährungsmedizinische Praxis. Springer, Berlin, Heidelberg, https://doi.org/10.1007/978-3-662-07113-7_5
  • Stange R. (2018) Chronisch entzündliche Erkrankungen. In: Stange R., Leitzmann C. (eds) Ernährung und Fasten als Therapie. Springer, Berlin, Heidelberg, https://doi.org/10.1007/978-3-662-54475-4_24
  • Leitzmann C. (2018) Sekundäre Pflanzenstoffe in Lebensmitteln. In: Stange R., Leitzmann C. (eds) Ernährung und Fasten als Therapie. Springer, Berlin, Heidelberg, https://doi.org/10.1007/978-3-662-54475-4_6
  • Leitzmann C. (2003) Ernährungstherapie. In: Falkenburg P. et al. (eds) Naturheilverfahren. Springer, Berlin, Heidelberg, https://doi.org/10.1007/978-3-662-08915-6_4