Pflanzliche Mittel gegen Entzündungen

· 4 August, 2018
Als Ergänzung zu Medikamenten oder als vorbeugende Maßnahme sind pflanzliche Mittel gegen Entzündungen sehr empfehlenswert.

Möchtest du pflanzliche Mittel gegen Entzündungen einsetzen, so baue darauf, dass sie besonders gut prophylaktisch wirken und eine medikamentöse Therapie nur unterstützen, aber nicht ersetzen können. Erfahre, welche pflanzlichen Mittel gegen Entzündungen wirksam sind.

Ersetzen pflanzliche Mittel gegen Entzündungen Tabletten?

Auch pflanzliche Mittel gegen Entzündungen existieren in Tablettenform, in denen ihr Wirkstoff in konzentrierter Form vorliegt und dem Körper optimal verfügbar gemacht wird. Trotzdem solltest du diese Tabletten nicht als Ersatz für die Tabletten verwenden, die dein Arzt dir gegen Entzündungen verschrieben hat.

Pflanzliche Mittel gegen Entzündungen entfalten ihre volle Kraft als Unterstützung oder Vorbeugung, jedoch nicht als ausschließlicher Ersatz für verschreibungspflichtige Medikamente. Möchtest du Entzündungen also vorbeugen oder bestehende Entzündungen schneller abklingen lassen, solltest du pflanzliche Mittel gegen Entzündungen verwenden. Folgende Lebensmittel sind hilfreich:

Ananas kann helfen einen Harnwegsinfekt zu behandeln.Ananas (Bromelain)

Die Ananas enthält das Enzym Bromelain, das Entzündungen lindert und Schwellungen zurückgehen lässt. Daher wird dieser Wirkstoff auch oft nach Zahnoperationen oder kieferchirurgischen Eingriffen empfohlen. Um die nötige Menge an Bromelain aufzunehmen, muss man schon sehr viel Ananas in den Speiseplan integrieren, aber es gibt den Wirkstoff auch konzentriert in Tablettenform zu kaufen.

Wer nur gelegentlich unter Gelenkbeschwerden leidet und Entzündungen und Schwellungen vorbeugen möchte, integriert einfach Ananasprodukte wie Ananassaft oder frische Ananas (bitte nicht gezuckert und nur ungezuckerte Dosenfrüchte!) in seinen täglichen Speiseplan. Das Ananasenzym unterstützt übrigens auch die Verdauung, insbesondere von schwer verdaulichen Fleischgerichten. Bromelain Tabletten helfen also nicht nur gegen Entzündungen.

pflanzliche Mittel gegen Entzündungen: KurkumaKurkumawurzel

Ein in Deutschland eher unübliches Gewürz wirkt ebenfalls entzündungshemmend. Es handelt sich um Kurkuma, das auch Gelbwurz oder fälschlicherweise Safranwurzel genannt wird. Du bekommst es meist gemahlen als exotisches Gewürz oder auch als frische Wurzel im gut sortierten Bioladen.

Kurkuma färbt Speisen intensiv gelb und ist dabei wesentlich billiger als Safran. Der Geschmack ist mildwürzig, weswegen du ihn als pflanzliches Mittel gegen Entzündungen gerne großzügig zum Würzen benutzen kannst. Die entzündungshemmende Wirkung bei Kniearthritis wurde sogar durch Studien bestätigt.

Kurkuma schmeckt auch sehr gut in heißer Milch als “Kurkuma Latte“ oder auch „Goldene Milch“. Wichtig ist, dass du Kurkuma immer mit etwas schwarzem Pfeffer kombinieren solltest, um die Wirkung gegen Entzündungen zu verstärken und den Wirkstoff für deinen Körper verfügbar zu machen.

pflanzliche Mittel gegen Entzündungen: IngwerFrischer Ingwer

Ein Bestandteil des Ingwers hemmt ein Enzym, das bei Schmerzen im Körper aktiv wird. Ist dieses Enzym gehemmt, sind die Schmerzen abgemildert. Das Prinzip funktioniert wie bei einer Schmerztablette, nur etwas magenschonender und natürlicher. Die Bestandteile des Ingwers wirken besonders gut gegen Muskelschmerzen, aber auch bei leichten Kopfschmerzen und Rheuma, da Ingwer auch entzündungshemmende Eigenschaften hat.

In Kombination mit der schmerzstillenden Wirkung wird Ingwer besonders gerne in der Therapie von Rheuma und Arthritis eingesetzt, da durch Ingwer Schmerzen verringert und Entzündungen gehemmt werden. Wichtig ist, dass du den Ingwer frisch zubereitest und nicht als Pulver nimmst. Nur im frischen Ingwer sind die wirksamen ätherischen Öle noch komplett erhalten!

Ob du den Ingwer dabei roh geraspelt oder als Tee gekocht zubereitest, ist egal. Auch kandiert ist Ingwer lecker! Je mehr, desto besser. Ingwer schmeckt gut zu herzhaften Fleischgerichten, zu Gemüse und auch zu Obst und in Desserts. Er passt auch gut zu Kurkuma, sodass du mit Ingwer und Kurkuma zwei pflanzliche Mittel gegen Entzündungen wunderbar kombinieren kannst.

Probiere es aus, Ingwer hilft wirklich!

Papaya mit AnanasPapayaenzyme

Die tropische Papaya enthält Enzyme, die dafür sorgen sollen, dass entzündliche Schwellungen zurückgehen, Stoffwechselprodukte schneller abtransportiert werden und Entzündungen eingedämmt werden.

Auch hier gilt: nur die frische Frucht verwenden und für eine hohe Konzentration lieber auf Tabletten zurückgreifen, wie es auch beim Ananasenzym empfohlen wird. Auch eine Kombination von Ananas und Papaya ist hilfreich.

Omega-3-Fettsäuren

In Studien wurde das entzündungshemmende Potential der Omega-3-Fettsäuren erforscht und gegen Gelenkentzündungen wie Arthritis, Rheuma und auch entzündliche Darmerkrankungen und Asthma empfohlen. Omega-3-Fettsäuren sind in besonders gutem Fettsäurenverhältnis in Leinöl enthalten. Das durch geschicktes Marketing vielgepriesene Olivenöl enthält dagegen so gut wie gar keine Omega-3-Fettsäuren.

Öle mit hohen Omega-3-Fettsäureanteilen sind außerdem: Chia-Öl, Hanföl, Walnussöl, Rapsöl und Sojaöl. Fetter Seefisch enthält auch Omega-3-Fettsäuren, jedoch in deutlich geringerer Konzentration wie die oben genannten Pflanzenöle. Außerdem senken Omega-3-Fettsäuren den Blutdruck und die Blutfette, weswegen sie Arterienverkalkung vorbeugen können.

Sauerkirschen

Die Erkenntnis, dass in Sauerkirschen entzündungshemmende Stoffe stecken ist noch relativ neu. Die rot-violetten Pflanzenfarbstoffe der Sauerkirsche sollen dafür sorgen, dass in unserem Körper bestimmte Enzyme gehemmt werden, die Entzündungen begünstigen. Sauerkirschen werden daher vermehrt in der Therapie von Arthritis und Rheuma eingesetzt.

Wichtig: Da die Wirkstoffe im roten Farbstoff sitzen, reicht es nicht, nur Sauerkirsch-Nektar oder „Fruchtsaftgetränk“ zu trinken, es müssen schon Säfte mit 100% Fruchtanteil  sein – so sauer sie auch sind…